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Das jüdische Echo · 1926-09-30 · 40 (30.9.1926) · p. Seite 634

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
40 (30.9.1926)
Date
1926-09-30
Page
Seite 634 (sequence 6)
Language
German
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634 Das Jüdische Echo Nr. 40 Naamen, wodurch viel Boden der Kultur gewonnen werden wird. Ist diese Gegend saniert, so wird sie die gesündeste in ganz Palästina sein. Geplant ist eine Zentralwasserleitung mit Beregnungsapparaten für den intensiven Landbau. Zwischen Haifa und Acco, längs der Küstenlinie, wird sich eine größere Reihe moderner jüdischer landwirtschaftlicher Siedlungen gruppieren. Diese Kolonien werden das landschaftliche Hinterland der zu immer größerer Bedeutung wachsenden Orient-Hafenstadt Haifa sein. Man erinnere sich, welche rühmliche Rolle Theodor Herzl in seinem Werk „Alt-Neuland“ diesem Stück Palästina (Haifa, Karmel, Haifa-Bucht) zugedacht hat. Es war immer der Traum der tätigen Zionisten, diesen Boden in jüdische Hände zu bringen. Die seinerzeitigen Kaufpläne scheiterten an dem Verbot der türkischen Regierung, weiteren Boden an Juden zu verkaufen. Nunmehr hat die Haifa Bay dieses auserlesene Stück Land für die Juden erworben. Größere Bodenflächen direkt hinter Haifa und dem Haifastrand sind für die Stadterweiterung, für Industrien und für den Ausbau der Hafenanlagen reserviert und vorläufig nicht verkäuflich. Die englische Regierung zeigt sich geneigt, im Einvernehmen mit der Haifa Bay Development Company ihre Hafenbauplätze zu erweitern. Erwogen wird die Schaffung eines großen Innenhafens mit verschiedenen Becken für Personenverkehr, Warenumschlag, Industrie und Petroleumreservoirs. Um diesen Innenhafen herum wird sich auf dem Boden der Haifa Bay die Industrie gruppieren. Zwischen Haifa und Acco, parallel zum Strande, wird eine 50 Meter breite Avenue gebaut, die als eine Art via triumphalis gedacht ist. Sehr große Mittel sind dazu nicht notwendig. Mit den Baumallee-Pflanzungen wird demnächst begonnen werden. In dieser Pfachtkohi(*n-u.KoKi Gra«h«ndlung | Max Müller ij. vvxWWXNX KOHLEN-U. KOKSGROSSHANDLUNG Büro: Karolinenplatz Nr. 5 Lager: Hansastraße27 straße werden Alleen für Auto-, Straßenbahn- und Wagenverkehr reserviert sein. In der Mitte des Weges zwischen Haifa und Acco — an dem schönsten Punkt der Küstenlinie — soll die Stadt Kurdani erstehen, für die der rühmlich bekannte Architekt Kaufmann die Planung ausgearbeitet hat. Sie wird eine Villenstadt -sein mit breitem und prächtigem Badestrand, wo die schwerarbeitende jüdische Bevölkerung Palästinas Erholung finden soll. Für den Plan eines Badeortes an dieser Stelle besteht auch in reichen ägyptischen Kreisen großes Interesse. Die Natur ist dort reizvoller als z. B. am Lido zu Venedig. Dies ist die Meinung aller, die dort geweilt haben. Zwischen Kairo und Haifa ist ja nur eine Bahnfahrt von 11 bis 12 Stunden. Das Brunnenwasser in dieser ganzen Gegend ist vorzügliches Trinkwasser. Eine Gesellschaft zur Errichtung von Badeanlagen ist in Bildung begriffen, die für den Bau der Badeanlagen am Strand der Stadt Kurdani sorgen wird. Trotz seiner außerordentlichen Vorteile in jeder Beziehung ist der Boden der Haifa-Bucht gegenwärtig noch weit billiger zu haben als im palästinensischen Süden. In den Bodenpreis sind schon die Kosten für vorausgegangene Sanierung, Bewässerung und Verkehrsanlagen hineinkalkuliert. Vorgesehen sind Kolonien nach dem System des Moschaw-owdim, Schechunath-owdim sowie der Individualwirtschaft. Nichtpalästinensische jüdische Bodenkäufer haben die Gelegenheit, den Boden guten Händen gegen ansehnlichen Pachtzins zu übergeben oder ihn von ihrem jetzigen Wohnsitz aus gut bewirtschaften zu lassen. Ein Bodenkauf bietet eine glänzende Kapitalsanlage; alle früheren Käufer erzielten bereits ansehnlichen Wertzuwachs, Eine Orangen-Plantage z. B. bringt einen jährlichen Reinertrag von 30 bis 40, stellenweise 75 Pfund pro Dunam. Wenn außerpalästinensische Juden in Palästina Boden erwerben, helfen sie nicht nur den Boden des Landes in jüdische Hände zu bringen und einer jüdischen Arbeitslosigkeit in Palästina vollkommen zu steuern, sondern sie sichern sich auch eine einträgliche Kapitalsanlage, wie sie sonst kaum irgendwo in der Welt möglich ist. Zum 200. Geburtstag von Moses Mendelssohn Eine vollständige textkritische Ausgabe seiner Werke Berlin, 22. September (J.T.A.). Im Jahre 1729 ist Moses Mendelssohn geboren, es wird also im Jahre 1929 ein 200jähriges Gedenken seines Geburtstages gefeiert werden. Anläßlich dieser Gedenkfeier soll eine große textkritische: Ausgabe der gesamten Werke Mendel s o h n s erscheinen, die auch vieles bisher ungedruckte Material enthalten wird. Die Ausgabe erfolgt seitens der Akademie in Verbindung mit der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums. An der Spitze steht eine Redaktionskommission, die sich aus den Herren Professor Dr. E 1 b o g e n , Professor Dr. G u 11 m a n n und Professor Dr. Mittwoch zusammensetzt. Die Arbeit ist in vier große Arbeitsgebiete geteilt, in denen den Herren der Haupt-Redaktionskommission jüngere Gelehrte zur Seite stehen.. In der Abteilung für allgemeine Philosophie arbeiten die Herren: Dr. Bamberger und Dr. L.

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