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Das jüdische Echo · 1926-08-20 · 34 (20.8.1926) · p. Seite 540

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
34 (20.8.1926)
Date
1926-08-20
Page
Seite 540 (sequence 8)
Language
German
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540 Nr. 34 Das Jüdische Echo Für den Sommer! Erholungsheim ,Jüdischer Jugend Verein“ „Im Ardenner Walde“ Ständig heiterer Witterungscharakter. Eigenes Theater T anzunterhaltungen Mäßige Preise: Mark 1.50 und 2.— pro Abend Bei Vorausb estellung bedeut. Preisermäßigung VORANZEIGE für Donnnerstag, 26, August 1926 abends 7 Va U h r bei jedem Wetter SOMMER-Fest mit TANZ „Wie es Euch gefällt“ CABARETT III. Aufzug ,,Im Ardenner Walde“ ,, Rosalinde Scenen“ Die Studenten-Tanz »Kappelle „Leberecht-Rohrer“ spielt ab 8*Uhr abends Station: Prinzregententheater. Rückfahrgelegenheit: 1.45, 2.00 u. 2.15 Uhr nachts nach allen Richtungen der Stadt. Nähere Auskünfte erteilt bereitwilligst die Kurverwaltung: Ewer-Buchhandlung, Ottostraße2, F e r n r u f 52 4 07. bad Zinnowitz eine Hymne geschaffen hat, die gedruckt auf Postkarten verbreitet wird und also lautet: „Und wer sich naht vom Stamm Manasse — Ist nicht begehrt — Dem sei’s verwehrt — Wir dulden keine fremde Rasse — Fern bleibt der ltz — Von Zinnowitz!“ — Daß diese Hymne sozusagen offiziell ist, wird durch den Prospekt der Badeverwaltung wahrscheinlich gemacht, in lim heißt es ausdrücklich: „Um peinliche Zwischenfälle zu vermeiden, ...muß erwähnt werden, daß von jeher Bestrebungen unter den unseren schönen Badeort immer wieder aufsuchenden Gästen bestehen, das Bad von semitischen Kurgästen freizuhalte n.“ Die Tagesordnung des Genfer Minderheitenkongresses. Genf, 12. August (J.T.A.). Wie schon mitgeteilt, wird in Genf vom 25.. bis 27. August der zweite Kongreß der europäischen Minderheitsnationen abgehalten werden, auf welchem die jüdischen Minderheiten in Polen, den baltischen Staaten, der Tschechoslowakei, Österreich usw. durch etwa 20 Delegierte vertreten sein werden. Die soeben festgesetzte Tagesordnung des Kongresses enthält u a. folgende Hauptpunkte: 1. Die Frage der Sicherheit der kulturellen Freiheit. 2. die Regelung der Sprachenfrage,' 3. die Sicherheit der Gleichheit der ökonomischen Beziehungen, 4. das Bürgerschaftsrecht und das Wahlrecht der Minderheiten und 5. die Lösung von Streitigkeiten zwischen Regierungen und nationalen Gruppen. Dr. Ohlschwanger erhält den Esperanto-Preis des 18. Esperanto-Kongresses. London, 9. August (J.T.A.). Auf dem 18. Internationalen Esperanto-Kongreß, der gegenwärtig in Edinburgh abgehalten wird, hielt der bekannte jüdische Gelehrte Dr, Ohlschwanger (Jerusalem) einen Vortrag über hebräische V o 1 k s s i 11 e n. Der Kongreß veranstaltete auch einen rednerischen Wettbewerb, zu dem sich 9 Bewerber meldeten. Das Thema wurde ihnen erst eine Stunde vor Beginn des Wettstreits bekanntgegeben, jeder Redner hatte sein besonderes Thema. Die Redezeit war für jeden auf 7 Minuten festgesetzt. Den ersten Preis erhielt Dr. Ohlschwanger für seine glänzende Rede über eine Reise nach Palästina. Den dritten Preis erhielt ebenfalls ein Jude, Kornfeld, aus Polen, für seinen Vortrag „Ein geschichtlich hervorragender Mensch (Dr. Zamenhof)“. Der nächste Esperanto-Kongreß in Jerusalem? — Die Bibel in Esperanto. London, 10. August (J.T.A.). Der 18. Internationale Esperanto-Kongreß, der in Edinburgh abgehalten worden ist, hat seine Tagung beendet. In der Schlußsitzung gab der jüdische Gelehrte Dr. Ohlschwanger die Anregung, den 19. Esperanto-Kongreß im kommenden Jahre in Jerusalem abzuhalten. Diese Anregung löste unter den Delegierten großen Enthusiasmus und Zustimmung aus. Unter den Delegierten wurde eine Broschüre über den Keren Hajessod in Esperanto unter dem Titel „Novaj Hamoj Novaj Vojoj“ verbreitet; die Broschüre fand große Anerkennung. Sehr interessant war der Bericht des Kongreßsekretärs Waren (Edinburgh) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Bibelkommission über die Herstellung der vollständigen Bibel in Esperanto.. Eine gigantische Arbeit ist von den neun englischen und schottischen Mitgliedern der Kommission geleistet worden.. Wenn Dr. Zamenhof auch das Manuskript zum Alten Testament — aus der hebräischen Urschrift übersetzt — noch vor seinem Tode vollständig fertiggestellt hatte, und wenn auch das Neue Testament bereits vollständig in Buchform vorhanden war, so mußte doch das ganze Werk nochmals genau durchgearbeitet werden. Die technische Herstellung wurde beschleunigt und so konnte das Buch zum Kongreß herauskommen. Rekord-Monat des Keren Hajessod. London, 13. August (J.T.A.). Das Hauptbüro des Keren Hajessod in London teilt mit, daß die Bareingänge beim Hauptbüro im Monat Juli die Rekordziffer von £ 75.073.— erreicht haben. Die höchste bisher erreichte Ziffer der Monatseingänge betrug £ 66.236.— im Mai 1923. In den Eingängen des Juli sind die Vereinigten Staaten mit £ 29.000.— vertreten, aus England ist ein Beitrag von £ 25.000.—- zu verzeichnen, der der Spende von Bernhard Baron zu verdanken ist, Südafrika überwies £ 5000.— und hat nunmehr schon die regelmäßigen Monatsüberweisungen auf Konto der in der Kampagne erzielten Zeichnungen aufgenommen, die Ende Juli schon über £ 106.000.— be-

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