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Das jüdische Echo · 1926-08-20 · 34 (20.8.1926) · p. Seite 539

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
34 (20.8.1926)
Date
1926-08-20
Page
Seite 539 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 34 Das Jüdische Echo 539 Arbeitslosigkeit von der Produktion aufgenommen wurden, weil eben für qualifizierte Arbeiter im- •mer Platz vorhanden ist. Der Redner entwickelt den Arbeitsplan für die kommende Zeit und charakterisiert die Arbeit von „Ort“ mit den Worten, sie sei keine Feuerwehrarbeit, sondern systematische Aufbauarbeit. Berlin, 10. August (J.T.A.). Im Verlauf der Länderberichte sprach Herr Dr. Henry M o s k o w i t z über die Lage der Organisation „Ort“ in Amerika. „Ort“ steht in Amerika in hohem Ansehen. Überall hat sich der Gedanke Bahn gebrochen, daß statt der reinen Philantropie eine Aufbau-Hilfe einzusetzen habe. Zwischen „Joint-Distribution Commitee“ und „Ort“ bestehen die besten Beziehungen. Die Führer von „Ort“ haben sich jeder separaten Aktion enthalten und sich ganz in den Dienst der Joint-Kampagne zur Aufbringung von 25 Millionen Dollar für Aufbauzwecke gestellt. In einer Beratung zwischen Führern von „Joint“ und „Ort“ hat „Joint“ zugestanden, von den bereits gesammelten 15 Millionen Dollar dem Verbände „Ort“ für seine konstruktive Arbeit in den nächsten drei Jahren 300 000 Dollar zu geben. Herr Ing. Klementinowsky berichtete über die Arbeit von „Ort“ in Deutschland. Hier ist es gelungen, fast alle Schichten des deutschen Judentums mit den Ideen der konstruktiven Hilfe und der Berufsumschichtung zu durchdringen. „Ort“ arbeitet aber in Deutschland nicht nur propagandistisch, sondern leistet auch in Verbindung mit der jüdischen Gemeinde zu Berlin und anderen Organisationen konstruktive Arbeit. Nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen zentralen deutschen Städten schreitet die Arbeit für „Ort“ vorwärts. Die Sitzung vom Montagvormittag, die unter der Leitung von Dr. K r a i n i n stand, war der Generaldebatte gewidmet. Die Vertreter der verschiedenen Länder gaben Anregungen über die Zukunftsarbeit und brachten ihre Wünsche zum Ausdruck. Am 11. August ging die Konferenz zu Ende. Nachdem in der Nachtsitzung, die unter der Leitung von Richter Jacob Panken (Neuyork) stand, nach längerer und lebhafter Debatte die grundlegenden Beschlüsse für die Zukunftsarbeit des Verbandes „Ort“ angenommen worden sind, wählte die Konferenz in der heutigen Sitzung die neue'Zentralverwaltung und den Zentralrat. Herr Rechtsanwalt L. B r a m s o n hielt den verstorbenen Mitarbeitern von „Ort“ einen tiefempfundenen Nachruf, worauf Herr Dr. Henry Moskowitz,, der Präsident der amerikanischen „Ort“-Organisation, auch im Namen der übrigen amerikanischen Delegierten sich von den europäischen Freunden verabschiedete. Herr Dr. A. Singalowsky faßte noch einmal die ideellen und materiellen Ergebnisse der jetzt abgeschlossenen Beratungen zusammen. Hierauf erklärte der Vorsitzende Dr. Silberfarb die Konferenz für geschlossen Aus der jüdischen Welt Die Enthüllung des Hamburger Heine-Denkmals. Hamburg, 13. August (J.T.A.),. 70 Jahre nach dem Tode Heinrich Heines wurde dem Dichter in Hamburg, der Stadt, in der er mehrere seiner Jugendjahre verbrachte und wo fast alle seine Werke erschienen waren, ein Denkmal gesetzt; es ist dies das erste öffentliche Heine-Denkmal in Deutschland. Das erste Denkmal setzte ihm Kaiserin Elisabeth von Österreich auf Schloß Achille'i'on zu Korfu. Als der frühere Kaiser Wilhelm II. nach dem Tode der Kaiserin Elisabeth das Schloß erwarb, verbannte er das Dichterdenkmal aus dem Park von Achillei'on. Diese Statue war es, die später in Hamburg, wo sie in einem Privathofe Aufstellung fand, von Hakenkreuzlern besudelt worden war. Die Statue soll nun wieder in Altona in einem öffentlichen Park einen Platz finden. Das heute im Stadtpark zu Hamburg enthüllte Heine-Denkmal ist ein Meisterwerk Hugo Lederers.. Verträumt sieht der Dichter auf die Blumenbeete herab; so wie er, seine Liebeslieder dichtend, durch die Straßen von Hamburg ging. Der Enthüllungsfeier wohnte die geistige Elite Hamburgs, Senatoren, Bürgerschaftsmitglieder, literarische und künstlerische Köpfe, bei. Nach Ansprachen von Dr. Alfred Kerr, dem Leiter des Berliner Denkmals-Ausschusses, fiel die Hülle. Hierauf sprach Dr. Müller-Rastatt, der ausführte, Heines Lied habe die Welt erobert und mit ihm lebt sein Dichter in ewiger Jugend. Namens der Stadt Hamburg übernahm Bürgermeister Dr. Petersen mit herzlichen Dankesworten das Denkmal. Er brandmarkte die Tat der „Rohlinge“, die -das privat aufgestellte erste Heine-Denkmal schändeten und damit „das Ansehen ihres Volkes schädigten“ und sprach dann davon, daß Heine noch heute geliebt und gehaßt wird, als stände er mitten im Leben. „Ich hoffe“, sagte er weiter, „daß die Zeiten überwunden sind, in denen Zeitgenossen ihre Abneigung gegen Heine in Gewalttätigkeiten seinen Denkmälern gegenüber auslösten. Hamburg, das das Heine-Denkmal in Schutz und Pflege übernimmt, kennt seine Pflicht und wird sie zu erfüllen wissen.“ Ostseebad Zinnowitz — Ein neues Borkum. Berlin, 16. August (J.T.A.). Dr. Frosch teilt in der „Welt am Montag“ mit, daß sich das Ostsee- Die echt UjJschuK Vor minderwertigen Nachahmungen wird gewarnt. enthalten nur feinste Mischungen der edelsten bulgarischen Qualität stabilen

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