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Das jüdische Echo · 1926-03-19 · 12 (19.3.1926) · p. Seite 193

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
13 (1926)
Issue
12 (19.3.1926)
Date
1926-03-19
Page
Seite 193 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 12 Das Jüdische Echo 193 Artur Zapp: Das neue Ghetto. Verlag Slreißler, Berlin. Dieser sog. „Roman aus der Zeit“ ist nur eine Tendenzschrift in dürftiger Umhüllung. Der Autor führt einen Kampf nach zwei Seiten: gegen den Antisemitismus und gegen den Zionismus. Von den 250 Druckseiten schildern 40 eine Versammlung des „Zentralvereins jüdischen Glaubens“ in der Berliner Philharmonie. Dort trägt der Held des Buches die offizielle und genugsam bekannte Auffassung des Zentralvereinsvorstandes über die Judenfrage vor. Selbstverständlich spricht er „überwältigend“; wiei ist das bei einem Romanhelden anders möglich? Aber auch sonst: ein wahrer Held. Privatdozent, blond und schön, eleganter Reiter, tadelloser Kavalier, Meister im Pistolenduell und in Lebensrettung — fürwahr der Traum der jungen Mädchen und ein alter Bekannter aus den seligen Zeiten der Marlitt. — Werter Herr Zapp: Wie niedrig schätzen Sie eigentlich Ihr Leserpublikum ein? rst. Der schwarze. Tod. Eine Chromk der Pest. Bearbeitet von Joh. Nohl. Verlag Kiepenhauer, Potsdam. Ein Büchlein in Romanformat von außerordentlichem kulturgeschichtlichem Interesse. Wir haben alle infolge des Krieges und der Nachkriegswirren die menschlichen Angelegenheiten von Seiten kennen gelernt, die uns vor dem Kriege fremd waren, und wir können alle sagen, daß unsere Generation an Erfahrungen und Lebenskenntnis reicher ist als diejenige! vor uns, die unter leidlich gesicherten und friedlichen Verhältnissen ihr Leben begonnen und beendigt hat. Vielleicht ist trotzdem das, was wir gesehen haben, ein Kinderspiel gewesen, gegen die Erfahrungen früherer Jahrhunderte zu Zeiten der Pest. Die Ausführungen, die Joh. Nohl in überzeugender Sachlichkeit dazu vorträgt, machen das wahrscheinlich. Ganz gewiß ist aber, daß die Juden in den Zeiten des „schwarzen Todes“ (1348—50) Unbeschreibliches erlebt haben. Der Haß ging damals so weit, daß die Deutschherren in dem heutigen West- und Ostpreußen mangels wirklicher Juden die getauften Juden auf den Scheiterhaufen brachten. Das ist in einer Zeit, wo alle Rassegedanken dem europäischen Hirn völlig fern lagen, gewiß bedauerlich und regt zum Nachdenken an. Das Buch ist zugleich mit einer Fülle interessanter Abbildungen geschmückt. Wir werden Gelegenheit nehmen, das Kapitel „Die Judenverfolgungen aus diesem Buche unseren Lesern zur Kenntnis zu bringen. rst. Gemeinden-u. Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe. Montag, den 22. d. M„ abends 8x/4 Uhr, findet im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog-Max-Straße, unsere ordentliche Generalversammlung statt. Wir bitten unsere Mitglieder pünktlich zu erscheinen. Die Vorstandschaft. Hechaluz: Zu den Wahlen zur Landeskonferenz ersuchen wir sämtliche Chaluzim wegen Erlangung des Wahlrechts bis 24. März ihre volle Adresse, Beruf, Zeit der Angehörigkeit zum Hechaluz und eventuell Bundeszugehörigkeit an Fritz Weißhart, Dienerstraße 17/3, einzusenden. Vorschläge zur Wahl müssen zur gleichen Zeit, mit 5 Unterschriften von Mitgliedern versehen und Angabe der Reststimmenverrechnung, an die gleiche Adresse eingesandt werden. Wir bitten die nächsten Mitteilungen im „Echo“ genau zu beachten. i. A.: Weißhart Bar-Kochba München. Wir machen unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß Donnerstag, den 25. d. M., abends 81 /4 Uhr, Herr Alfred Berger aus Berlin im Bibliotheksaal der Gemeinde über aktuelle Fragen sprechen wird. Wir rechnen auf zahlreichen Besuch. Die Vorstandschaft. Wir beabsichtigen in kommender Saison die Tennisabteilung zu organisieren und bitten Interessenten um Adressenangabe ap Erl. Henny Feuclitwanger, Thiersclistraße 19/11, bis spätestens zum 25. März 1920. Jüdischer Kulturverein ,J. L. Perez. Samstag, den 20. März 1920, abends 8.30 Uhr, Kursabend im kleinen Sitzungssaal der Gemeinde, Herzog-Max- Straße 5, Rgb., I. Stock. Die Vorstandschaft. Bar-Kochba München. Unser erster Start heim Hallensportfest des Südbayerischen Landesverbandes für Leichtathletik brachte uns auch den ersten großen Erfolg. In der Aufstellung: Rosenbaum, Schindel, Rehfeld, Fränkel, Orljansky bestritten wir die 5X50-Meter-Staffel der Klasse R und gingen mit etwa 50 Meter Vorsprung als erste durchs Ziel. Ein Erfolg, der von unseren zahlreich anwesenden Anhängern mit großem Beifall aufgenommen wurde. Das Training für den diesjährigen großen Staffellauf hat bereits in der Halle begonnen, und zwar regelmäßig jeden Dienstag von halb 8 bis 9 Uhr abends in der Simultanschule an der Luisenstraße. Der Besuch des Trainings, das von Leo Schindel vortrefflich geleitet wird, ist sehr zufriedenstellend. Doch vermissen wir leider noch viele unserer alten Kräfte. Wir brauchen nicht darauf hinzuweisen, daß auch ihnen ein systematisches Training nottut, um am Tage des großen Laufes in Höchstform zu sein, und erwarten daher von nun an alle, die für den Staff eilauf in Frage kommen, pünktlich und regelmäßig beim Training. Neuanmeldungen und Auskünfte dorlselbst. Die Leitung. Lehrkurse der Kultusgemeinde München. Samstag, den 20. März: Dr. Raphael Levi, Die Ethik des Talmud (IV.) Die Willensfreiheit. Mittwoch, den 24. März: Dr. Max Elk, Das Leben nach dem Tode als religiöses und philosophisches Problem (II.) Gibt es eine philosophische Begründung des Unsterblichkeitsglaubens? Beginn der Vorträge 8.1ä Uhr im Bibliotheksaal der Gemeinde. Das Originalbildnis von Herrn Rabbiner Dr. Ehrentreu, von der Hand des Kunstmalers Herrn Hermann Segal, ist in der Gemeindebibliothek noch an den Abendvorlesungen des Herrn Dr. Raphael Levy (Samstag) zu sehen. Schachklub „Lasker“, München. W i n t e r turnier 1925/26. Der Endkampf um die ersten Plätze hat bereits begonnen und eine Klärung herbeigeführt. Um den 1. Preis ringen noch vier Kandidaten, die sich in den Schlußrunden wohl die härtesten Kämpfe dieses Turniers liefern werden. In der 2. Gruppe wird schon nächste Woche die Entscheidung über den ersten Platz fallen. Alle Mitglieder werden aufgefordert, ihre rückständigen Partien schnellstens nachzuspielen. N ä; chst e r T u r n iera b e n d : Montag, den 22. März, im Spiellokal, Restaurant Herzog Heinrich, Ecke Landwehr- und Mathildenstraße. Spielbeginn pünktlich 8 Uhr abends. Die T u r n i e r 1 e i t u n g. Mahler

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