Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 13 (1926)
- Issue
- 12 (19.3.1926)
- Date
- 1926-03-19
- Page
- Seite 194 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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194 Das Jüdische Echo Nr. 11 Hebräische Sprachschule München. Sommer semester 1926. (4. Semester.) Das Sommersemester 1926 dauert von Anfang April bis Milte Juli und von Anfang September bis Mitte November. Für die Zeit von Pcssach bis Rosch-Haschana gilt folgender Stundenplan: Mo 6.30—7-30 Uhr morgens: I 6.00—7.30 Uhr abends: III 7.30-8.30 Uhr abends: II Di 6.30—8.00 Uhr; morgens: V - 7.00-9.30 Uhr abends:IV Mi 6.30-7.30 Uhr ' morgens: I 7.30-8.30 Uhr abends: Gr. 8.30—9.30 Uhr abends: Klub Do Ij 6.30—8 00 Uhr { morgens: IV 1 6.00-7.30 Uhr abends: III 7.30-8.30 Uhr abends : II Fr I1 6.30-8.00 Uhr 1 morgens :V - - l. Kurs I: Neuer Anfängerkurs, beginnend mit Lektion 1 des Rathschen Lehrbuches. Dieser Kurs wird erst mit Beginn des Sommersemesters der Hochschulen ( anfangs Mai) eröffnet, dafür bis Ende Juli fortgeführt. 2. Kurs II: Bisheriger Anfängerkurs, beginnend mit Lektion 51 des Rathschen Lehrbuches. 3. Kurs III: Bisheriger Kurs II, beginnend mit Lektion 101 des Rathschen Lehrbuches. Bibellektüre: Jona, Ruth, ausgewählle leichte Stücke aus dem Chumasch. 4. Kurs IV: Bisheriger Kurs III, beginnend mit leichter unpunktierler Lektüre (nach Fichmanns ..Perakim Rischonim“, Teil 2). Bibel: Bereschith, 2. Teil. 5. Kurs V: Bisheriger Kurs IV. Agadoth aus Talmud und Midrasch (nach Bialik und Rawnitzkys ,,Sefer haagada“. Bibel: Samuel I (Schluß) und Samuel II. Lektüre aus der neuhebräischen Literatur. Stilübungen. (Unterrichtssprache ausschließlich hebräisch). 6. Grammatikkurs: 1. Kurzer Überblick über die historische Grammatik des Hebräischen (April bis Juli); 2. Ausgewählte Kapitel des biblischen und mischnischen Syntax (Sept. bis Nov.). Lhiterrichlssprache deutsch. Voraussetzung zur Teilnahme: Kenntnis der praktischen hebräischen Grammatik. 7. Klub: Praktische Sprechübungen für Fortgeschrittene. (Teilnahme unentgeltlich.) 8. Chaluz-Kurs (für Chaluzim) nach noch zu vereinbarender Zeit. (Teilnahme unentgeltlich.) Leiter der Kurse: Dr. Max Mayer. Unterrichtslokal: Oltostraße 2/0. Anmeldung dortselbs! vor und nach dem Unterricht. Hebräische Sprachschule Chowcwe-lwrith, Nürnberg. Unsere nächste Konversationsstunde findet Samstag, den 20. März 1926, abends 8.80 Uhr, im Sekretariat des Gemeindehauses, Neue Gasse 12, statt. Herr Dr. Ludwig Mayer wird über: „Zionismus und hebräische Sprache in Deutschland“ referieren. In einem unserer höheren Kurse (Lektüre: Haolam usw.) können noch einige Schüler auf genommen werden. Anmeldungen sind baldigst erbeten an unsere Geschäftsstelle, Fiirther Straße 87. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth. Am 4. März sprach Herr Dr. Werner Bloch (Berlin) über ..Deutsche Zionisten in Palästina“. Der Redner, der die palästinischen Verhältnisse aus eigener Anschauung kennt und den persönliche Beziehungen mit einem großen Teil der in Palästina ansässigen deutschen Zionisten verbinden, führte aus, daß die deutschen Zionisten in Palästina keine sehr große Rolle spielen und daß sich im allgemeinen die osljiidischen Einwanderer als ein weil besseres Kolonisationselemenl erwiesen hätten. Das sei darauf zurückzuführen, daß die Ostjuden meist alle Brücken hinter sich abgebrochen hätten, wenn sie nach Palästina kämen und auch sonst durch ihre Erziehung eher imstande seien, große Strapazen, Krankheiten und Fehlschläge zu ertragen als die Westjuden. Aber auch der deutsche Zionismus brauche unbedingt eine lebhafte Palästinabewegung in seinen eigenen Reihen und unmöglich könne eine große zionistische Organisation in Deutschland bestehen, wenn es nicht gelinge, eine unmittelbare Verbindung mit Palästina herzustellen. Aus diesen Gründen müsse man allen deutschen Zionisten, und zwar vor allem den jüngeren, die Chaluzim werden wollen, diejenigen besonderen Bedingungen verschaffen, die es ihnen ermöglichen, sich trotz aller Schwierigkeiten in Palästina anzusiedeln. Unter diesen besonderen Bedingungen versteht der Redner eine eingehende Berufsberatung, die Ausschaltung von psychologischen und materiellen Hemmnissen und schließlich die Gründung einer Siedlung aus deutschen Chaluzim. So werde unter Benutzung aller bisher von deutschen Zionisten in Palästina gemachten Erfahrungen auch eine deutsche Chaluziuth sich dort durchsetzen können. Nach dem außerordentlich interessanten Vortrag fand eine angeregte Diskussion statt, an der sich die Herren Dr. Mayer, Dr. Bamberger, Dr. Liebstädter, Dipl.-Ing. Hamburger und Weißenberg beteiligten. Spenden-Ausweis Münchener Spendenausweis Nr. 19 vom 9. bis 16. März 1926. Allgemeine Spenden: Familie Dr. J. Eltinger grat. Herrn und Frau Dr. Gutmann zur Geburt ihres Sohnes, Familie Kluger zur Verlobung ihres Sohnes M. 3.—, Apotheker Lewin und Frau grat. Dr. Gulmann und Frau zum Sohn M. 3.—. Bäume: Esther Rieser s. A. Garten: V. 1. St. Jordania grat. ihrem lieben alten Herrn Dr. Gutmann und Frau zum jüngsten Sohn 1 Baum M. 6.—. Puri m - S p e n den: Gesammelt durch J. Dellenberger: N. N. M. 1.—, L. Müller M. 3.—, N. N. M. 1.—, Dr. Pories M. 3.—, L. Fränkel M. 2.—, H. Steinberger M. 1.—, N. N. M. 1.—, Königsberger M. 2.— — M. 12.—. Durch S. Engelberg: S. Seligmann M. 2.—, Adler M. 1.—, Rosenbaum M>. 1.—, Künstler M. 1.—, G. Hirsch M. 5.—, L. Oppenheimer M. 1.—, Dr. Koschland M. 5.—, Dr. Wassermann M. 1.— r= M. 17.—. Durch Dr. R. Beer: Dr. S. Feuchtwanger M. 10.—, Apotheker H. Lewin M. 4.— — M. 14.—. Büchsen geleert durch Erich Deutsch: Kilzinger M. 1.—, Gröger M. 3.53, Spielmann M. 1.—, M. Königsberg M. 5.81, Giltler M. 3.04, Mendlc M. 3.— M. 17.38. Durch Felix Besser: Rabinowicz M. 2.12, Pistiner M. 2.15, Restaurant Weiß M. 0.96, G. Sachs M. 7.64 — M. 12.87. N. F. Telegramme M. 1.50. Summa M. 86.75. Gesamtsumme seit 1. Oktober 1925 M. 2990.75.