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Das jüdische Echo · 1925-12-22 · 52 (22.12.1925) · p. Seite 972

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
52 (22.12.1925)
Date
1925-12-22
Page
Seite 972 (sequence 12)
Language
German
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972 Das Jüdische Echo Nr. 52 Dr. F. Vogel, Dr. Frei und Forehheimerj, das auch sonst das Fest durch weitere Musikvorträge verversehönte. wie Herr Dr. Forchheimer durch einen Liedervortrag, nahmen nach dem Anzünden der Lichter das Wort Sanitätsrat Dr. Sielmann als Vorstand des Schwesternheims, Rabbiner Dr. Baerwald zu einer Weiherede, Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer für die Gemeinde, Dr. Weißbart für die Loge, Herr Balch für das Krankenheim, Sanitätsrat Dr. Baron für die verheirateten Schwestern und deren Ehemänner und schließlich Frau Geheimrat Oppenheimer als Sprecherin für die Frau Oberin Melitta Feuchtwang. Durch alle Reden klang das Lob des Heims, der Schwestern und ihrer Führerin Melitta Feuchtwang. Dr. Sielmann beleuchtete in meisterhafter Weise den Werdegang des Heims, wie es aus kleinen Anfängen (3 Schwestern) zu großer Blüte gelangte, wie ungeteilte Anerkennung bei allen Konfessionen und in allen Zeiten, besonders auch im Kriege, die Schwestern und ihre Tätigkeit gefunden hatten. Er gedachte der Dahingeschiedenen, die dem Schwesternheime wertvolle Dienste geleistet halten und alle Reden klangen in dem Wunsche aus, daß das so segensreiche Institut weiter blühen und gedeihen möge! Die Gemeinde widmete eine Ehrengabe von 3000 Mark, auch die Loge und andere Vereine erhebliche Spenden. Auch wir wünschen dem Heime und seinen Schwestern, besonders der tatkräftigen, allezeit hilfsbereiten Fr. Oberin alles Gute! Möge im Heime noch ungezählte Jahre das Festlied „Moos zur jeschuosi!“ in so freudiger Stimmung und in hellem Klange (auch hier begleitete die Musik i erklingen, wie dieses Mal! Kultur-Verein J. L. Perez, München, ln der a u ß e r ordentli c hen Generalve r s a m mlung, die am 5. Dezember 1925 stattgefunden hatte, wurden u. a. folgende Beschlüsse gefaßt: In Anbetracht der Tatsache, daß eine intensivere Arbeit in inneren Angelegenheiten des Vereins notwendig ist, beschließen wir die Annahme folgender Punkte: I. Obligatorischen Kurs für j i d d i s c h e S p r ac he und L i t e ratu r. a) Obligatorische Prüfung nach dem Kurse, b) Mitglieder können sich durch Ablegung einer Prüfung im Lesen und Schreiben des Jiddischen vom ersten Teil des Kurses dispensieren lassen, c) Dreimaliges unentsehuldigtes Fehlen im Kurse bedingt automatisch den Ausschluß des betreffenden Mitglieds aus dem Verein II. Punkt I, a, b und c verpflichten nur die a k - live n Mitglieder und gelten bis zur Beendigung des Kurses. III. Anschaffung einer Bibliothek, hauptsächlich für den Bedarf unseres Kurs e s f ii r Literatur und für unsere kommenden großen literarischen und dramatischen Abende. Maximilianstraße 40 IV. Bestellung von Zeitschriften, für die unser Verein besonderes Interesse hat, so z. B. des „Theater-Journals“, redigiert von Dr. Weichart, Warschau, u. a. m. V. Der dramatische Klub des Vereins bleibt unverändert bestehen. Die Vorstandschaft. Bar-Kochba München. Infolge der Schulferien vom 23. Dezember bis zum 7. Januar fällt das Turnen in sämtlichen Abteilungen aus. Montag, den 11. Januar, wird der gesamte Turnbetrieb wieder aufgenommen. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth. Über „Das Krimprojekt und! den Zionismus“ sprach Donnerstag, den 3. d. M.„ in der Künstlerklause des Künstlerhauses Herr Rechtsanwalt Dr. Thalmann. Der Redner behandelte dieses schwierige Problem, das die heutige Judenheit, wie es scheint, wieder einmal in zwei Lager spalten wird, wenn nicht der letzthin auf der Konferenz von Baltimore geschlossene Friede von Dauer ist, in fesselnder und gründlicher Weise. Er kam zu dem Schluß, daß das Krimprojekt als eine jüdische Sache durchaus in der Linie der zionistischen Politik liege, die doch auch die Produktivierung der Juden erstrebe und daß insofern die Zionisten selbst regen Anteil daran nehmen müßten, daß aber die ökonomischen Grundlagen und Vorbedingungen so wenig geklärt seien, daß vor allen Dingen so wenig positives Material zur Beurteilung seiner Aussichten vorliege, daß man unmöglich das Krimprojekt gegen den Zionismus ausspielen könne, und daß noch weniger die reklamehafte Ausnützung durch den Centralverein angebracht sei. Wie dem aber auch sei, auf keinen Fall könne die Verwirklichung des Krimprojekts, die in Wirklichkeit aber noch ganz und gar nicht gesichert sei, mehr sein als die zeitliche Lösung eines Teilproblems der Judenfrage; die endgültige, dauernde Lösung der großen moralischen Frage des Gesamtjudentums könne nur in Palästina erfolgen. Die Diskussion, in der die Herren Dr. Bamberger, Dr. Mayer, Dr. Katz und Dr. Liiebstädter sprachen, brachte noch manchen Gedanken dafür und dagegen. Sie zeigte mit voller Klarheit, daß die Zionisten sehr auf der Hut sein müssen, wenn sie verhüten wollen, daß das Krimprojekt ein billiges Argument für ihre Gegner wird, das diese gegen den Zionismus ausspielen können, ohne doch selbst zu irgendwelcher positiver Leistung verpflichtet zu sein. E. Jüdischer Kultur-Verein J. L. Perez, München. Nächsten Samstag muß unser Vereinsabend ausfallen, da wir den kleinen Sitzungssaal wegen der Feiertage nicht erhalten. Nächster Vereinsabend findet Samstag, den 2. Januar 1926, statt. Die Vorstandschaft. Damen-Schneiderei Herren - Schneiderei Auserlesene Qualitätsstoffe Erstklassige Verarbeitung Niedrigste Kalkulation V*

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