Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 49 (4.12.1925)
- Date
- 1925-12-04
- Page
- Seite 916 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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916 Das Jüdische Echo Aufgabe, die ihnen ihre anspruchsvollen Partien stellten, Ausgezeichnetes. Besonders Herr Gun der erfreute durch die Behandlung seines weichen, jedoch wenn nötig ebenso metallischtimbrierten wundervollen 0 r g a n s. Da sich auch die anderen verpflichteten Solisten in Münchener Musikkreisen hoher Wertschätzung erfreuen, fordern wir nochmals zu einem regen Besuch des Konzertes auf. Wir betonen dabei, daß sämtliche Mitwirkende, den Prinzipien des Vereins entsprechend, Juden sind. München. B 1 a u - W e i ß , 2. Gruppe. Sonntag, den 6. Dezember, Ski- und Rodelfahrt; Treffpunkt wird noch bekanntgegeben. Donnerstag, den 10. Dezember 1925, Heimabend, Rothmundstr. 8/II. Lehrkurse der Kultusgemeinde München. Montag, den 7. Dez., 8A Uhr: Dr. Max Elk, Der Messias (V). Mittwoch, den 9. Dez., 8/4 Uhr: Dr. Ernst Ehrentreu, Die Stellung des Jugendlichen im gleichaltrigen Kreis (V). Donnerstag, den 10. Dez., 8/4 Uhr: Dr. Erich Fromm, Das Vordringen der nationalen Idee (Herzl, BuberJ (V). .1. .1. V. M. Donnerstag, den 10. Dezember, halb 9 Uhr, beginnen wir mit einem Bibelkurs unter der Leitung des Herrn Dr. Max Elk, und zwar gleichlaufend mit den jeweils Donnerstags in den Räumen der Gesellschaft „Concordia“, Prannerstraße 4, abgehaltenen Kulturabenden. — Gleichzeitig machen wir unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß wir von einer Chanukkafeier großen Stils absehen, dagegen den Klubabend am 17. Dezember entsprechend ausgestalten wollen. U. a. gelangt zur Aufführung ,,Roter Schnee“, Einakter von A. Coralinik. Regie und Hauptrolle liegen in den Händen von Bruno Kluger. — Wir verweisen noch auf unsere Freitag-Abend-Feiern im Restaurant „Ceres“, Löwengrube 8, und würden uns freuen, auch hier Gäste begrüßen zu dürfen. Unsere Literaturabende finden künftig voraussichtlich Dienstags abends statt. Näheres in der nächsten Nummer. Bamberg. Der Blau-Weiß Bamberg veranstaltet am 12. Dezember, abends 8 Uhr, zum erstenmal eine Chanukkafeier größeren Stils im Eckenbüttnersaal. Zur Aufführung gelangt ein Märchenspiel, dargestellt von der Mädchengruppe. Die Jungensgruppe bringt das bekannte biblische Puppenspiel „Joseph und seine Brüder“ von Käthe Bär. — Eine CAFE FÜRSTENHOF BESITZER: OTTO SEELÄNDER MÜNCHEN N E U H A U S E R S T R A S S E 21 * Geöffnet täglich ab 3 Uhr nachmittags DER BLA UE SAAL SEHENSWÜRDIGKEIT EIGENE KONDITOREI NACHMITTAG UND ABEND KONZERTE Neuheit für Bamberg ist die Aufführung einer kurzen hebräischen Komödie “my&’n rytPZl,. von J. Bergmann, vdargestellt von Mitgliedern des hebräischen Sprachkurses. Zu dieser Feier wird die Israelitische Kultusgemeinde herzlichst eingeladen. 25 Jahre oberschlesischer Zionismus! Als erste der oberschlesischen Ortsgruppen beging am 22. November die Zionistische Ortsgruppe Beuthen das Fest ihres 25jährigen Bestehens. Im Jahre 1900 hat durch die Begründung der Ortsgruppe in Beuthen der Zionismus zum erstenmal in Oberschlesien Fuß gefaßt, und von hier aus sollte er eine unaufhörliche weitere Verbreitung finden. Von Beuthen aus ist an der Propagierung des zionistischen Gedankens in allen oberschlesischen Orten gearbeitet und sind alle oberschlesischen Ortsgruppen ins Leben gerufen worden, die nun schon Jahre hindurch einen wichtigen Bestandteil der Z. V. f. D. bilden. Der Tag war also bedeutungsvoll genug, um den größten Teil der oberschlesischen Gesinnungsgenossen zu einer ernsten und würdigen Feier zu vereinigen. Der offizielle Festakt wurde durch einen hebräischen Sologesang von Herrn Oberkantor Tarschis eingeleitet- Dann begrüßte ddr derzeitige Vorsitzende Dr. Ehrlich die Anwesenden mit einer hebräischen Ansprache. Als erster Festredner sprach Herr Hugo Lesser, Breslau, der zu den Mitbegründern der Ortsgruppe zählt. Ausgehend von der Kattowitzer Konferenz, schilderte er die Bedeutung Oberschlesiens für das deutsche Judentum. Hierauf zeichnete er die Entwicklung der Beuthner Ortsgruppe und im Zusammenhang damit die des oberschlesischen Zionismus.. Er erinnerte an die Widerstände, die der Ausbreitung der zionistischen Idee überall entgegengetreten, an die Kämpfe und Schwierigkeiten, die zu überwinden gewesen waren, bis der Zionsmus endlich seinen siegreichen Einzug auch in Oberschlesien hatte halten können. Er gedachte der zionistischen Veteranen, die von Anfang an in der ersten Reihe der Kämpfer gestanden haben und denen es heute vergönnt ist, nachdem die Bewegung Erfolge erreicht hat, wie sie sich damals niemand hatte träumen lassen, dieses Fest mit uns zu feiern, ebenso derjenigen, die in rastloser Arbeit für die Durchsetzung des Zionismus gekämpft hatten und die heute nicht mehr unter uns’ weilen. Zu nennen ist in erster Reihe Dr. Dobrzynski, der im Jahre 1906 nach Beuthen kam. Er hat viele Jahre hindurch die Beuthner Ortsgruppe und später den oberschlesischen Gruppenverband geleitet und ist uns vor zwei Jahren durch den Tod entrissen worden. Hierauf ergriff Herr Dr. Klee, Berlin, der einer der ersten Propagatoren des Zionismus in Oberschlesien war, das Wort. Auch er schilderte noch einmal die Entwicklung der zionistischen Bewegung, die, aufgenommen von einigen wenigen jugendlichen Schwärmern, trotz dauernder ärgster Befehdung der machtvollste Faktor im Judentum geworden ist. Sodann gab er ein stimmungsvolles Bild von der Schönheit Palästinas und schloß mit einem Appell an sämtliche Juden zur Mitarbeit am großen Werk des Aufbaus unseres Landes. Herr Rechtsanwalt Dr. Neumann überbrachte mit warmen Worten die Glückwünsche der Gemeindekörperschaften und Herr Rabbiner Dr. Melchior begrüßte die Festversammlung als Vertreter des Beuthner Rabbinats. Beide Herren schlossen mit dem Wunsch nach weiterer friedlicher Zusammenarbeit mit den anderen Richtungen der Gemeinde. Hierauf folgte noch eine kurze Ansprache von Herrn Dr. Weißmann, Beuthen, und als Schluß des