Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 49 (4.12.1925)
- Date
- 1925-12-04
- Page
- Seite 915 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/9072829-9103075-9156075--07313-9080039- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Nr. 49 Das Jüdische Echo 915 oft eine störende Beigabe. Darum vermitteln die Landschaftsbilder einen so viel besseren und sichereren Eindruck vom Lande als die Bilder von Bauwerken, und die Landschaftsdarstellung hätte darum unseres Erachtens einen noch größeren Raum in diesem Bande einnehmen sollen.. Trotz dieser kleinen Ausstellungen: was ein solcher Bilderband an Eindrücken von. Land und Leuten überhaupt bieten kann, das tut das vorliegende Buch in vollem Maß. Es ist ein Erinnerungs- und Geschenkbuch von ganz hohen Vorzügen. rst. Die Pessach-Haggadah des Gerschom Kohen vom Jahre 1527 haben Benzion Katz und Professor Heinrich Loew als ersten Band der Sammlung „Monumenta Judaica et Hebraica“ im Verlag Josef Altmann, Berlin, herausgegeben. Damit tritt uns das altjüdische Volksbuch in einer Form entgegen, in der sie bisher der größeren jüdischen Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Es gibt eine Anzahl hochinteressanter alter Haggadah-Handschriften und -Drucke aus dem 15. Jahrhundert und später, zum Teil mit Malereien, Zeichnungen und Holzschnitten von höchstem künstlerischem Wert geschmückt. Über verschiedene dieser Ausgaben sind gelehrte, dickleibige Bücher geschrieben worden; wer sich dafür interessiert, möge das Werk Joh. Müller und Jul. Schlosser über die Haggadah von Serajewo lesen. In vereinzelten Fällen sind auch kostbare Neudrucke hergestellt worden, die nur für einen kleinen Kreis von Bücherfreunden erschwinglich sind. Um so größer ist das Verdienst dieser Wiedergaben des Verlages Altmann; durch diese Veröffentlichung wird es jedem Hausvater möglich, die Haggadah aus einem Buch vorzutragen, das vollkommen dem gleich ist, das die Vorfahren vor 400 Jahren benützt haben. Da dieses Buch außerdem schön ist und jedenfalls ganz unvergleichlich schöner als die heutige scheußliche Massenfabrikation an Gebetbüchern, so kann man sagen: das ist wahrhaft eine edle Art von Pietät und Konservatismus, die ein Hausvater zum Ausdruck bringt, wenn er die Haggadah aus dieser Ausgabe von 1527 vorträgt. Der Preis des Buches, der nur M. 10.— beträgt, sowie die ganze übrige Ausstattung verraten, daß sich diese Ausgabe nicht in erster Linie an den Gelehrten wendet. Dementsprechend ist auch der Einleitungstext der Herausgeber ganz populär; er beschränkt sich auf eine Beschreibung des Druckes. rst. Ein Buch für unsere Mütter, Sabbat und Feste im Garten der Kindheit, Von S. Müller (Heidelberg). Dieses beim Philoverlag, Berlin, erschienene und gut ausgestattete Buch, das den Münchner Lesern noch besonders durch die Mitarbeit des Herrn Oberlehrers Dingfelder wertvoll sein wird, sei zum bevorstehenden Chanukkafest bestens empfohlen. Das Buch will den Frauen und Müttern ein Helfer sein zur Erneuerung und Belebung des jüdischen Geistes im Hause. Weiteste Verbreitung ist dem trefflichen Werk zu wünschen. A. H. Personalia Max Krell Wieder haben wir einen schweren Verlust zu beklagen: Am 24. November verschied nach schwerem qualvollen Leiden Max Krell, der Mitbegründer und Mitinhaber der Firma Krell-Ucko. Der Verstorbene, gleich hervorragend als Mensch wie als Jude, war ein stiller Wohltäter unserer Gemeinde, und nie war er vergeblich um Hilfe gebeten worden. In ihm kam das soziale Empfinden und die Idee des Judentums zum schönsten Ausdruck. Die Erinnerung an diesen ausgezeichneten Mann wird nicht nur im Kreis seiner Angehörigen fortleben. GemefmJen-u.Vereins-icho Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Samstag, den 5. Dezember 1925, abends halb 9 Uhr, im kleinen Sitzungssaal Herzog-Max-Straße 5, Rgb. I, außerordentliche Generalversammlung. Sämtliche Mitglieder sind verpflichtet, zu erscheinen. Die Vorstandschaft. Hechaluz. Samstag, den 5, Dezember, halb 7 Uhr, Herzog-Max-Straße 5. Rgb., Fortsetzung der Besprechung von Ruppins „Landwirtschaftliche Kolonisation in Palästina“. I- A.: Erich Deutsch. Israelitischer Frauenverein zur Unterstützung armer Kranker und Wöchnerinnen in München. Wir verweisen auf das Inserat in dieser Nummer. Jüdischer Gesangverein. Wir verweisen auf das im heutigen Blatt befindliche Inserat für unser Konzert, das Sonntag, den 6. Dezember, im Odeon stattfinden wird. Für die Titelpartie des „Elias“ gelang es uns, in der Person des Herrn Max Gunder einen hervorragenden Sänger zu gewinnen. Aus uns vorliegenden Kritiken Münchener Zeitungen sei hier einiges wiedergegeben: In den Rezitativen mustergültige Aussprache, in den Arien, die sehr hohe stimmliche und technische Anforderungen stellten, glänzende Bewältigung aller Schwierigkeiten. — Die Solokräfte leisteten bei der Bewältigung der schwierigen t Maximilianstraße 40 * Damen-Schneiderei Herren - Schneiderei Auserlesene Qualitätsstoffe Erstklassige Verarbeitung Niedrigste Kalkulation *