Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 41 (9.10.1925)
- Date
- 1925-10-09
- Page
- Seite 779 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 41 Das Jüdische Echo 779 walUmgs- und Sozialgeschichte der feste Boden ist, auf dem die Historikerin Stern fußt. Bedauern wir das? Keineswegs. Die gründliche historische Durchbildung — neben angeborenem Feingefühl für die Zergliederung von Ursachen und Wirkungen, Absichten und Ausführungen — ist gerade das, was der jüdischen Historiographie am meisten not tut. Nur scheint uns: das Fundament für eine solche Arbeit sollte nicht die Finanzgeschichte, sondern die Wirtschaftsgeschichte sein, und von dieser anderen Grundlage aus käme man zu einer anderen Behandlung des Themas. Nichts wäre in den Ergebnissen anders, als hei der Sternschen Darstellung — aber die Gewichte wären anders verteilt. Wir sind im übrigen überzeugt, daß dies der Verfasserin des vorliegenden Werkes seihst bekannt ist. Vielleicht schallen die folgenden Bände, die wir mit Interesse erwarten, den Ausgleich. Wir werden nach dem Erscheinen der weiteren Bände über diese allgemeinen Anmerkungen hinaus zu dem Gesamtwerk Stellung nehmen. Dr. Raph. S t r a u s. Die Beerdigung des Herrn Kommerzienrats Sigmund Fraenkel Die Zahl der Leidtragenden, die der Beerdigung des Kommerzienrats Sigmund Fraenkel am 1. Okbrt. im alten israelitischen Friedhof beiwohten, war so groß, daß die Halle überfüllt war. Neben den Familienmitgliedern von nah und fern waren Minister von Meinel mit Beamten des Ministeriums, Mitglieder der Handelskammer, des Stadtrates usw. anwesend. Die Vertreter der Kultusgemeinde waren fast vollzählig erschienen, ebenso Vertreter jüdischer Korporationen von hier und auswärts. Wegen der Feiertage beschränkte sich Herr Rabbiner Dr. Ehrentreu darauf, das El-Mole-Rachmim-Gebet zu. verrichten, dabei hervorhebend, daß die Gemeinde Ohel Jakob in nächster Zeit eine größere Trauerfeier veranstalten werde. Herr Oberlandesgerichtsrat Dr. N e u m eyer würdigte namens der Kultusverwaltung und des Verbandes Israelitischer Gemeinden Bayerns in zu Herzen gehenden Worten die Verdienste des Verblichenen um das Judentum in Stadt und Land. Stets habe er die Fahne seines Glaubens hochgehallen und sie energisch und unerschrocken in der Öffentlichkeit verteidigt. Die Schaffung einer Gesamtorganisation der Israeliten Bayerns sei teilweise auf seine unermüdliche Arbeit zurückzuführen. Geheimrat Gautsch widmete dem Verlebten als 2. Vizepräsidenten der Handelskammer warme Worte des Gedenkens. In ihm habe die Kammer ihren bewährten 2. Vizepräsidenten verloren, der ein edler Freund, ein geistvoller Referent und treuer Berater war. Rabbiner Dr. Meier H i 1 d e s h e i m e r brachte den Dank des Rabbinerseminars in Berlin, dessen Kuratorium der Dahingeschiedene jahrzehntelang als kraftvolle Stütze angehörte, zum Ausdruck. Namens der M ii nchen-Loge würdigte Justizrat Dr. Max Feu e h tw ange r das Wirken des Verblichenen in diesem Kreise. Nach Vortrag des Gebetes Hazur Tomim schloß sich die Gruft über der irdischen Hülle eines Mannes, dessen Andenken in der Gemeinde stets hoch in Ehren gehalten wird. J. F. Personalia Frau Justizrat Ofner, die Gattin des leider zu früh dahingegangenen langjährigen 1. Vorstandes der Israel. Kultusgemeinde feierte am 8. Oktober ihren 70. Geburtstag. Die großen Verdienste, die sich Justizrat Ofner um die Gemeinde erworben hat, fanden ihre Stütze in dem Heim, das ihm seine Frau zu bereiten verstand und so gebührt auch ihr ein Teil um seinen Verdienst. Wir sprechen Frau Juslizrat Ofner unsere herzlichsten Glückwünsche aus. Hebräische Sprachschule München Ein neuer hebräischer Anfängerkurs Am Montag, 12. Oktober, beginnt ein neuer hebräischer Anfängerkurs. Vorausgesetzt werden die üblichen Kenntnisse aus dem Religionsunterricht der Schule. Der Kurs findet Montag und Mittwoch 6—7 Uhr abends im Unterrichtslokal Ottostr. 2/0 statt. Da voraussichtlich vor Frühjahr nächsten Jahres kein weiterer hebräischer Anfängerkurs eröffnet wird, empfiehlt es sich für diejenigen, die die ernste Absicht haben, ihre hebräischen Kenntnisse zu erweitern, diese sich bietende Gelegenheit nicht zu versäumen. Anmeldung in der ersten Unterrichtsstunde. Hebräische Sprachschule Nürnberg Die hebräische Sprachschule „Chowewe Iwrith“ setzt ihre Unterrichtsarbeit energisch fort. Interessenten werden gebeten, sich an die Schulleitung, Fürther Straße 87, zu wenden. Samstag, 10. Oktober, findet im Israelitischen Gemeindehaus, Neue Gasse 12, nachm. 5—6 Uhr, hebräische Konversation statt. An alle Freunde des lebendig gesprochenen hebräischen Wortes ergeht freundliche Einladung. German Böhm & C2 G.m. b.H. München, Isartorplatz 3 Telephon: 26805 Automobile Motorräder Werkstätten Garagen Telegramm - Adresse: Autoböhm Generalvertretung des ,,Perl“-Automobiles, Schnittiges Kleinauto, hervorragend in Qualität und Leistung; und des ,,Harley-Davidson“-Moforrades,. weltberühmte, schwere, unverwüstliche Maschine von größter Fahrsicherheit.