Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 41 (9.10.1925)
- Date
- 1925-10-09
- Page
- Seite 780 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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780 Das jüdische Echo Nr. 41 Gemeinden-u. Vereins-Echo Hechaluz München. Montag, 12. Oktober, um 7 Uhr im C.-V.-Zimmer, Herzog-Max-Str., Rückgebäude, wichtige Mitgliederversammlung. Tagesordnung: a) Delegiertenwahl, b) Winterarbeit. i. A.: Erich Deutsch. Bar Kochba München. Wir machen darauf aufmerksam, daß eine eigene Frauenriege gegründet wird, die sich unter Leitung des Turnlehrers Schindlbeck besonders mit rhythmischen Übungen, Spielen, eventuell leichten Geräteübungen beschäftigen soll. Wir laden sämtliche interessierten Damen ein, sich unseren Betrieb anzusehen und sind gewiß, daß sie unserer Frauenabteilung gerne beitreten werden. Es turnen die Damen Mittwoch von Ä8—9 Uhr, die Herren Dienstag von As—9 Uhr, die Mädchen im Alter von 5—10 Jahren Mittwoch von 6—As Uhr, die Knaben Dienstag von 6—As Uhr jeweils in der Herrnschule. Wir fordern alle Turnerinnen und Turner auf, pünktlich und regelmäßig zum Turnen zu kommen. Die Vorstandschaft. Jüdischer Gesangverein München. Bezüglich der Simcha-Thora-Feier, die am Samstag, dem 17. Oktober abends 8 Uhr im Bayerischen Hof stattfindet, bitten wir unsere Leser, ihre Aufmerksamkeit auf die in der nächsten Nummer unseres Blattes erscheinende Einladung zu richten. Die Vorstandschaft. München. Oberkantor Samuel Roth aus Budapest betete als Gast an den hohen Feiertagen in der Hans-Sachs-Synagoge. Aus allen jüdischen Kreisen strömten Zuhörer herbei, um diesen berühmten Kantor zu hören. Es war ein seltener Genuß, den musikalisch hervorragend vorgetragenen Gesängen Roths zu lauschen. Er wußte jedem Wort Leben und tiefe Bedeutung zu geben. Meisterhaft gab er die echt jüdische traditionelle Lyrik der Tefilloth. Tiefergreifend sang Roth das Kol-Nidrei mit seinen gesteigerten Wiederholungen. Am Jom Kippur sang er das Mußafgebet so ergreifend, daß kein Auge trocken blieb. Es wäre zu wünschen, daß dieser ausgezeichnete Kantor der Münchener Gemeinde erhalten bliebe. 0. G. Breslau. Im Wintersemester 1925/26 werden im Jüdisch-theologischen Seminar zu Breslau folgende Vorlesungen und Übungen gehalten werden: a) Herr Seminarrabbiner Prof. Dr. Michael G u 11 - mann wird lesen: 1. Talmud Gittin (stat.) vom 2. Abschnitt ab (A); 2. Talmud Sanhedrin (curs.) für Anfänger (B); 3. Dezisoren: Eben Haezer (Forts.) und Jore Dea von § 98 ab (A); 4 Apologetische Vorlesungen mit Übungen, b) Herr Dozent Dr. Isaak Heinemann wird lesen: 1. Abschluß der hebräischen Grammatik (C); 2. Einführung in die aramäische Sprache der Bibel, des Targum und des babylonischen Talmud (B, C); 3. Leichte Abschnitte aus dem babylonischen Talmud (C); 4. Gabirols Philosophie und seine philosophische Dichtung: 5. Übungen über Phiions griechische und jüdische Bildung (nur für humanistisch Gebildete); 6. Lektüre aus Crescas’ Or Adonai (A); 7. Übungen zur Pessach-Haggada; 8. Homiletische Übungen, c) Herr Dozent Dr. Albert Lewkowitz wird lesen: 1. Kant und der Neukantianismus in ihrer Bedeutung für die jüdische ReligionsphUosophie; 2. Die Religionen des alten Orients (Fortsetzung); 3. Die jüdischen Denker der Gegenwart und ihre Anschauungen vom Wesen des Judentums; 4. Übungen zu Kants Kritik der praktischen Vernunft und Cohens Ethik des reinen Willens; 5. Lektüre von Otto: Das Heilige, d) Herr Dozent Dr. Israel A. Rabin wird lesen: 1. Bibel: a) Jeremia (A); b) Grundfragen der wissenschaftlichen Pentateuchexegese und Erklärung ausgewählter Pentateuchabschnitte (B); c) Die 5 Megillot (curs. B); d) Isaak Abravanel als Kommentator (A); 2. Geschichte: a) Von der Zeit des Herodes, bis zum Abschluß des paläst. Talmud; b) Historische Übungen: Die Martyrologien (A); 3. Geographie Palästinas (Fortsetzung); 4. Talmud: a) Makkot (curs A); b) Kethubot II (stat. B). Beginn des Winter-Semesters: 25. Oktober 1925. Alle Anfragen sind an das Unterzeichnete Kollegium zu richten. Im übrigen verweisen wir auf das heute im „Jüdischen Echo“ erschienene Inserat. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL (Jüdischer Nationalfonds) Postscheckkonto München IO 121 Nürnberg 24565 Fernsprecher München 56199 Nürnberg 9226 Zentrale für Deutschland Berlin W 15 Meinekestraße Nr. 10 100000 IIÜNUM tÜM UV N L HI>Uh Kruir^f in iin/itm 5001100 PIlIKü fÜR DCN T KIPtM KOJEmini liJilRnn Nachtrag zum Münchener Spendenausweis Nr. 48 vom 22.—30. September 1925. Thora-Spenden. M. Lieber 100.—, L. Ehrenhaus 5.—, Schaller 3.—, Ch. Gelbart 3.—, Z. Spielmann 2.—, A. Strumpf 2.—, J. Kluger 5.— 120.—. Gesamtsumme seit 1. X. 1924 bis 1. X. 1925: 12 004.35. Damit hat München das ihm von der Landeszentrale zugeteilte Jahres-Kontingent (M. 12 000.—) erreicht. Münchener Spendenausweis Nr. 1 vom 1.—6. Oktober 1925. Allgemeine Spenden. Farn. A. Schindler grat. Herrn Rubin zur Hochzeit s. Tochter 1.—, Dr. Max Mayer u. Frau gratul. Fam.Elieser Schindler zur Geburt des Sohnes 3.—. Münchener Ölbaumgarten. Emil Goldberg u. Frau anläßlich d. Silberhochzeit David Horn u. Frau (unlieb verspätet) 2 B. 12.—. Gold. Buch Jakob Fränkel. Markus Eisen u. Frau grat. Herrn u. Frau Oskar Rosner zur Verlobung ihres Sohnes 10.—. Büchsen. Geleert durch Max Schneuer: D. Eisenberg 1.50, D. Schorr 1.80, Monheit 3.—, Schwarzwakl 1.31, R. Minikes 3.21, Gellermann 3.—, L. Iram 2.80, E. Gutter 2.43, I. Strobezki 2.10, Fischer 2.20, S. Wolf 2.—, Frydmann 1.12, B. Orlof 1.40 27.87; geleert durch Adolf Blau: L. Greif 1.24, L. Spielmann 1.95, Z. Kreschower 2.20, J. Glasmann 2.52 7.91; Büchse unter 1 Mk. 0.27.