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Das jüdische Echo · 1925-10-09 · 41 (9.10.1925) · p. Seite 776

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
41 (9.10.1925)
Date
1925-10-09
Page
Seite 776 (sequence 8)
Language
German
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776 Das Jüdische Echo Nr. 41 Das einzige greifbare Projekt, das bisher vorliegt, ist die Errichtung des Heims in Kr um hach, einem schwäbischen Städtchen mit alter Kehillah, allen religiösen und sanitären Einrichtungen, gesundem Klima und landschaftlich herrlicher Lage. Trotzdem eine ganze Reihe von Bedenken gegen diesen Vorschlag geltend gemacht (umständliche Bahnverbindung, zu geringe zentrale Lage) und unverbindliche Vorschläge für andere Gemeinden gebracht wurden, so ist in der Zwischenzeit — mehr als 6 Monate — kein irgendwie brauchbares sachlich begründetes anderweitiges Projekt aufgetaucht. Mit bloßer Kritik ist es nicht getan. Wer ernsthafte Vorschläge zu machen hat, möge er Mitglied der Verbandskörperschaften sein oder nicht, hat die moralische Verpflichtung, solche der Verbandsleitung zu unterbreiten; wer solche nicht zu machen hat, verliert das Recht, an wohlerwogenen und sachlich begründeten Vorschlägen fruchtlose Kritik zu üben. Wie der Verband die Sorge um seine Rabbiner, Lehrer und sonstigen Beamten als eine seiner Hauptaufgaben betrachtet, hat er auch die Verpflichtung, für seine kranken, nichtbemittelten Glaubensbrüder und -Schwestern in die Schranken zu treten. Mit lauter „wenn“ und „aber“ kommt man nicht zum Ziele; möge endlich das so dringende Werk geschaffen werden! Jakob F r ä n k el. In eigener Sache Von Ministerialrat Dr. Hermann B a d t. Herr Dr. Hermann B a d t bittet uns um Abdruck des folgenden Artikels: Von verschiedenen Seiten werde ich auf eine mich betreffende Notiz in der letzten Nummer des „Mitteilungsblattes des Verbandes nationaldeutscher Juden“ aufmerksam gemacht. Unter der Überschrift „L ii g e u n d L ä s t e r u n g“ ist dort zu lesen: Der Fall Bad t. Der preußische Ministerialrat Dr. Hermann Badt, Abgeordneter der (zionistischen) „Jüdischen Volkspartei“ im Landesverband jüdischer Gemeinden, hat im Juni d. J. in einer Sitzung des Landesverbandes die Behauptungen aufgestellt: a) Dr. Naumann habe in einem Zeitungsartikel „bedauert, daß man die deutschen Zionisten nicht ausweisen könnte“; b) Herr Lehrer Gerson, Mitglied unseres Verbandes, habe in diesem Mitteilungsblatt „die Zionisten des Landesverrates, des geheimen Einverständnisses mit landfremden Männern und Regierungen sowie des Hinarbeitens auf staatlichen Umsturz und Bürgerkrieg denunziert“.. Beide Behauptungen sind gröbliche Verdrehungen und Entstellungen der Wahrheit. Wenn Herr Dr. Badt, wie wir es an seiner Stelle tun würden, diese Feststellung als ehrenrührig betrachtet, mag er gegen den Schriftsteller dieses Blattes Klage erheben, damit diesem die Möglichkeit des gerichtlichen Wahrheitsbeweises gegeben werde. Auch ein Schiedsgericht nach dem Vorschläge des Herrn Dr. Peyser (s. den Aufsatz „Meine Streitschrift usw.“ in dieser Nummer) würde bereitwilligst angenommen werden. Man fragt mich, was ich hiergegen zu tun gedenke; man weist dabei besonders auf die Tatsache hin, daß Herr Dr. N a u m a n n sein Blatt auch an eine große Anzahl von Abgeordneten des Landtages und Reichstages, an Behörden usw. zu versenden pflegt. Ich bin gerne bereit, hierauf zu antworten. Zuvor das Tatsachenmaterial. Zu a). Meine Ausführungen sind richtig, wenn auch nicht ganz vollständig wiedergegeben. Nach dem stenographischen Protokoll habe ich zunächst erwähnt, daß ein Vorstandsmitglied des Verbandes nationaldeutscher Juden die Zionisten ausdrücklich in ihrer Gesamtheit als „A u s 1 ä n d e r“ bezeichnet und habe dann weiter gesagt: „Herr Naumann selbst bedauert in einem Artikel in der „Kölnischen Zeitung“ aus dem Jahre 1922, daß man die deutschen Zionisten nicht ausweisen könne, und daß sie liier mitreden wollen, ,al's ob sie wirklich Deutsche wären4.“ Ob meine Behauptung richtig war, läßt sich sofort nachprüfen. Der Artikel, den ich meinte, ist am 24. März 1922 in der „Kölnischen Zeitung“ erschienen und später auch in Nr. 3 des „Mitteilungsblattes des Verbandes nationaldeulselier Juden“ abgedruckt worden. Herr Dr. Naumann schreibt darin wörtlich (ich zitiere der Sicherheit wegen den Wortlaut aus der Nummer seines eigenen Blattes. (Die Sperrungen sind von mir vorgenommen.): „Das jüdisch-nationale Element ist ein Fre m d - körper im deutschen Volke, wie nur eine Gattung a u s 1 ä n d i s e h e r Z u w an - derer, ab e r e s ii b e r w i e g t sie alle a n Schädlichkeit*... Der Russe, Pole, Rumäne, Tscheche, auch de r aus einem dieser Länder stammende J u d e i s t doch immerhin Ausländer, den man schließlich ausweisen kann. Der Jüdischnationale, der sich häufig Zionist nennt, trotzdem er niemals ernsthaft ans Auswandern gedacht hat, pocht auf sein deutsches S t a a t s b ü r g e r r e c h t und auf die Verfassung, die jedem Staatsbürger die Befugnis zu freier beruflicher und politischer Betätigung Vereinsbank Gegründet 1869 Niederlassungen an allen größeren Plätzen Bayerns Die Bayerische Vereinsbank gewährt Feingoldhypotheken auf landwirtschaftlichen und städtischen Grundbesdz. / Sie nimmt ferner Anmeldungen auf Gewährung von Hypothekdarlehen auf landwirtschaftliche Anwesen aus Mitteln der amerikanischen Anleihe der Deutschen Rentenbank-Kredit-Anstalt bei allen ihren Niederlassungen entgegen. Bayerische

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