Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 41 (9.10.1925)
- Date
- 1925-10-09
- Page
- Seite 774 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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774 Das Jüdische Echo Nr. 4! und Oberrabbiner Dr. Hertz (London), Prof. E. Ca s sie rer (Hamburg), Prof. Eugen T ä u b 1 e r (Heidelberg), Dr. N. Ratnoff (New York) und Prof. Zyrus Adler (Philadelphia). Dem amerikanischen Universitätskomitee wurde das Recht eingeräumt, noch weitere drei Mitglieder ins Kuratorium zu entsenden. Es wurde beschlossen, die Ausarbeitung d e r definitiven Satzungen der Universität einem eigenen Verfassungsausschuß zu übertragen. Das von diesem Ausschuß ausgearbeitete Statut soll folgenden Körperschaften vorgelegt werden: dem Kuratorium, dem Akademischen Rat der Universität, dem Lehrergremium in Jerusalem, den in den verschiedenen Ländern bestehenden Universitätskomitees sowie der J e w i s h Agency, respektive der Zionistischen Exekutive. Weiter wurde beschlossen, einen akademischen Rat zu bilden, der als Senat zu fungieren hat bis zu dem Zeitpunkt, in welchem ein Senat in Jerusalem selbst entstehen kann. Diesem Rat sollen alle ordentlichen Professoren der Universität sowie die hervorragendsten Vertreter der Lehr- und Forschungsgebiete angehören, die außerhalb Palästina wohnen. Zum Vorsitzenden dieses Rates wurde Professor ‘Albert Einstein bestellt. Als Leiter der Universität in Jerusalem wurde Dr. Magnes als Kanzler und Herr Herbert B e n t w i c h als Vizekanzler gewählt. Das Präsidium des Kuratorium s besteht aus den Herren Dr. Weizmann und Prof. E i n s t e i n. Die Aufgabe dieses Präsidiums ist, die Universität außerhalb Palästina zu vertreten, im Einvernehmen mit der Jerusalemer Leitung die Sitzungen des Kuratoriums vorzubereiten und einen eventuellen Ausfall im Jahresbudget zu decken. Zum Sekretär des Präsidiums wurde Herr Leo Kohn (London) und zum Sekretär des Kuratoriums Herr S. Ginzberg (Jerusalem) ernannt. Die Budgets der verschiedenen Abteilungen der Universität wurden eingehend besprochen und die Ernennungen von Professoren und Dozenten, die der Rat des judaistischen Instituts anfangs September in Basel vorgenommen hatte, wurden ratifiziert. Demnach werden die Herren Epstein, Klein und Klausner in diesem Jahre als Professoren und die Herren Asaf, Gulack, Segal, Schalom und Y e 11 i n als Dozenten fungieren. Als Gäste werden die Herren Professor Davidson aus New York und Oberrabbiner Immanuel L ö w aus Szegedin erwartet. Für die Schaffung besonderer Abteilungen innerhalb des Institutes, für B i b e 1 f o r s e hung und für die hebräische S p r a c h e haben zwei Sonderkommissionen das Material vorzubereiten. Aus den Geldern des Instituts werden die notwendigen judaistischen Bücher für die Universitätsbibliothek angekauft werden. Es wurde ferner die Systemisierung einiger Assistentenstellen sowie die Verleihung von Stipendien an Hörer beschlossen. Das wichtigste Resultat der Beratungen ist wohl der Beschluß, eine Schule für orientalische Studien zu gründen. Die Pläne wurden von Prof. Horowitz (Frankfurt) vorgeschlagen und fanden die Genehmigung der Versammlung. Es ist beabsichtigt, innerhalb dieser Schule Abteilungen für die verschiedensten orientalischen Sprachen und Kulturen und für Archäologie aufzustellen. Ebenso wurde die Errichtung einer Universitätsabteilung für Pädagogik ins Auge gefaßt, die in einem Jahre erfolgen soll. Das von Prof. Fodor vorgeschlagene Budget für das chemische Institut wurde genehmigt. Das mikrobiologische Institut, das als die erste Grundlage der medizinischen Fakultät gedacht ist, wird allmählich ausgebaut. Der Chef der Malariaabteilung der palästinensischen Regierung, Dr. J. P. K 1 i g 1 e r , wird als Professor die Abteilung für Hygiene leiten. Die Vorschläge Prof. Otto W a r b u r g s betreffs Gründung eines Instituts für palästinensische Naturgeschichte wurden angenommen. Dieses Institut soll sich auf der Grundlage der bereits bestehenden landwirtschaftlichen Versuchsstation aufbauen, und es soll noch in diesem Jahre die Angliederung von Abteilungen für Botanik, Zoologie und Geologie, soweit dies möglich, vorgenommen werden. Was die Institute f ii r M athe m a t i k und Physik betrifft, so wurde beschlossen, den Bau des Wattenberg-Gebäudes für das Einstein-Institut, in Angriff zu nehmen. Die Herren Ged d e s und Mears werden gemeinsam mit einem palästinensischen Architekten die Pläne entwerfen und den Bau durchführen. Das Fach der Mathematik soll zunächst in Betrieb gesetzt werden, sobald die Fonds dafür vorhanden sein werden. Mit der Ausarbeitung der Pläne für diese Abteilung wurde Prof. Landau und mit der Ausarbeitung der »tNCHEN HAUSEJft’S HOTEL „D E R REICHSADEE R“ Das neue prachtvolle Palmengarten-Restaurailt und das elegante Rar-Restaurant Ab 17. Oktober spielt täglich nachmittags und abends EFIM SCHACHMEISTER mit seiner weltberühmten Tanz-Kapelle 90