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Das jüdische Echo · 1925-10-02 · 40 (2.10.1925) · p. Seite 756

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
40 (2.10.1925)
Date
1925-10-02
Page
Seite 756 (sequence 4)
Language
German
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756 Das Jüdische Echo Nr. 40 nmn an Was bedeuten für uns diese schönen Tage? Wir essen in der Laubhütte, kaufen uns die nyiHK und freuen uns. Achtzehnhundert Jahre sind wir im Galuth und schon so lange feiern wir dieses Erntefest, ohne seihst zu ernten, schon so lange greifen wir zu -'“irx und > ohne daß wir sie uns seihst erzeugen. Und ebenso lange wohnen wir jedes Jahr sieben Tage in der Sukkoli. Die Thora gebietet uns: „sieben Tage sollt Ihr in der Laubhütte wohnen, damit Eure Nachkommen wissen mögen, daß ich die Kinder Israel in Laubhütten habe wohnen lassen.“ Die Thora sagt 1JTP das heißt, damit sie verstehen, begreifen. Weshalb das und welchen Zusamenhang hat 3n » das Erntefest, mit mit rVODH Jn, dem Laubhüttenfest? Das Sukkoth-Fest hat gerade für die heutige Generation der Juden eine wichtige Bedeutung, Als die Juden in Ägypten wohnten, waren sie in einer ähnlichen Lage, wie wir Juden von heute. Ohne Land, ohne selbständiges Leben. Als Moses jene Juden aus Ägypten nach dem heiligen Lande führte, da waren sie begeistert und bereit, jedes Opfer zu bringen, um endlich in das ihnen versprochene Land einzuziehen. (Wir erfahren freilich auch von den Juden, die lieber als Sklaven bei den vollen Fleischtöpfen Ägyptens geblieben wären, denn als freie Menschen unter Entbehrungen zu leben.) Die Juden Ägyptens blieben 40 Jahre in der Wüste und bereiteten sich vor, von dem verheißenen Lande Besitz zu ergreifen. 40 Jahre mußten sie in der Wüste in Hütten wohnen. Als die Juden dann nach Erez Israel kamen, wurde ihnen auferlegt, jedes Jahr sieben Tage in der Laubhütte zu wohnen, damit die kommenden Generationen sich all der Opfer erinnerten, die für die Eroberung des Landes gebracht wurden. Es fiel ihnen nicht von selbst in den Schoß, sondern unter Hunger und Entbehrungen mußten sie sich das Land, in dem Milch und Honig fließt, zu eigen machen. Wenn wir heute imGaluth mDDn in und ►pexn noch feiern, so sollten wir dabei nicht die Hoffnung aufgeben, wie ehemals in unserem Land irtfNn nnri WX'i us:i nnn W'X zu sitzen. Und wenn wir an unsere Chaluzim denken, die in Erez Israel zumeist in Hütten wohnen und unter schweren Bedingungen arbeiten, um unser Land zu erlösen und aufzubauen, wem von uns erschiene es da nicht als seine heilige Pflicht, am Aufbau des Landes mitzuhelfen, um so rVDDn 3Hi in der würdigen Weise zu feiern! TeNtilhandelsgesellschaft zum „Weberhaus"R.'G München / Frankfurt^ / Leipzig _ Zentrale München, hesstrasse 74/7' Hauptgeschäft Dachauerstr. 9. Illustr. Katalog gratis u. frank Boden! Zum neuen Jahre — neues Land! das ist die Antwort, die der Keren Kajemeth auf die Frage: was erwarten wir vom neuen Jahre? zu geben hat. Wir legen hierbei den Hauplwert darauf, daß es dem Keren Kajemeth gelingen möge, neue Böden in seinen Besitz zu bringen. Es ist bekannt, daß der Bodenerwerb von jüdischer Seite in den letzten Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen hat. Wir wissen aber auch, daß dieser Bodenerwerb zu einem Teil dem Aufbau nicht förderlich ist. Wir meinen hiermit nicht diejenigen privaten Bodenkäufer, die die Absicht haben, das von ihnen erworbene Land zu bebauen und sich auf ihm eine Stätte für ihren Erwerb, sei es in der Stadt, sei es auf dem Lande, zu gründen. Wir wenden uns gegen die spekulativen Auswüchse, bei denen Boden nur des Gewinnes und nicht der Arbeit wegen gekauft wird. In den letzten Jahren hat der Bodenerwerb des Keren Kajemeth gerade noch Schritt gehalten mit den privaten Bodenkäufen. Wir halten diese Tatsache für bedauerlich. Die Schaffung eines G e - m ein wesens ist nur möglich, wenn jeder Jude seine eigenen Interessen hinter den Erfordernissen der Gemeinschaft zurückstellt. Wir verlangen nicht die Beeinträchtigung der Individualität. Wir fordern nur, daß derjenige, der in der Lage ist, sich selbst eine Heimstätte in Palästina zu schaffen, auch für die Errichtung der Heimsälte des ganzen jüdischen Volkes die Verantwortung übernimmt. So müssen vor allem auch diejenigen, die in der glücklichen Lage sind, sich Land in Palästina zu erwerben, mit noch viel größeren Mitteln zur Schaffung eines umfassenden nationalen Bodenbesitzes beitragen. Die Statistik beweist, daß es leichter ist, Menschen dazu zu gewinnen, für ihre eigenen Bedürfnisse zu sorgen. Wir haben die Aufgabe, die Grundgedanken der zionistischen Ideologie durchzusetzen und trotz aller Schwierigkeiten immer und immer wieder darauf hinzuweisen, daß das Werk nur gelingen kann, wenn jeder den Erfordernissen der Gesamtheit entspricht. Diese Forderungen bestehen darin, daß wir von den Juden der Welt verlangen müssen, Geld zu geben für all die Aufgaben, die in einem geordneten Staatswesen dem Staat zufallen. Überall, wo Staaten Kolonisationspolitik betreiben, wird der Boden aus Staatsmitteln den Siedlern zur Verfügung gestellt. Hätten wir die bisherigen Erfolge in der Besiedlung Palästinas errungen, wenn nicht der Keren Kajemeth diese Aufgabe des Staates übernommen hätte? Wer sollte den Chaluzim, die ohne Geld ins Land kamen, die Mittel für den Boden geben? Die neue Epoche im Palästina-Aufbau, die jetzt mit der vierten Alijah eingesetzt hat, bedeutet keine neue Periode in der Arbeit des Keren Kajemeth; ebenso wie die unbemittelten verlangen auch die bemittelten Einwanderer Boden von ihm. Ihre Beträge reichen kaum dazu aus, die Betriebe einzurichten, Häuser zu bauen, Maschinen anzuschaffen. Wären sie gezwungen, den Boden selbst zu erwerben, dann müßten sie bei den leider jetzt sehr gestiegenen Bodenpreisen in Palästina ihr Vermögen dafür aufwenden. Die weitere Folge wäre, daß sie das Budget des Keren Hajessod in Anspruch nähmen, und dadurch dessen Mittel wieder zum Schaden anderer schon bestehender Betriebe verringert würden. Der Kongreß hat nicht nur durch einen besonderen Beschluß bestätigt, daß der Keren Kajemeth

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