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Das jüdische Echo · 1925-09-25 · 39 (25.9.1925) · p. Seite 742

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
39 (25.9.1925)
Date
1925-09-25
Page
Seite 742 (sequence 6)
Language
German
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742 Nr. 39> Das Jüdische Echo t i on auszuarbeilen, die eine systematische Durchbildung dieser lebenswichtigen Disziplinen gewährleisten sollen. Auch die Erforschung des jüdischen Rechts wird in Aussicht genommen. Von den Studenten wird erwartet, daß sie das Reifezeugnis und die erforderliche hebräische Vorbildung besitzen. Gelegenheit zum wissenschaftlichen Aufstieg ist reichlich vorhanden, auch einige Stipendien sind eingerichtet. Für das kommende Studienjahr sind einige Berufungen ergangen, die Verhandlungen sind noch nicht alle abgeschlossen. Die Professoren Klein und Epstein sind dauernd gewonnen, Jos. Klausner hat eine Berufung für die neuhebräische Literatur des XIX. und XX. Jahrhunderts angenommen. Lehraufträge haben u. a. die Herren H. M. S eg all (Oxford), Assaf und Scholem (Jerusalem) angenommen. Prof. Davidsohn (New York) wird im Frühjahr 5686 Vorlesungen halten. Münchener Sitzung des Komitees der Jerusalemer Hebr. Universität Am 23. und 24. September fand in München eine Sitzung des Komitees der Jerusalemer Hebräischen Universität statt, an der die folgenden Mitglieder des Komitees teilnahmen: Professor Albert E i n - s lein, der Präsident der Zionistischen Exekutive Nahum S o k o 1 o w , J. L. M a g n e s , Judge G. Mack, Professor Ehrmann (Berlin), Professor L a ndau (Berlin), Professor Horowitz (Frankfurt), Professor Landau (Göttingen), Direktor des chemischen Instituts der Jerusalemer Universität Professor F o d o r , Dr. Sch lössinge r (Haag), Professor Orn stein (Utrecht) sowie der Sekretär des Universitätskomitees Dr. Leo Cohn. Zur Beratung stand außer Fragen der Administration und des Budgets die Frage der Gründung neuer Universitätsinstitute sowie des Ausbaus der bestehenden Institute. Unter anderem wurde beschlossen, ein orientalisches Institut zu eröffnen. Die Sitzung nahm einen sehr zufriedenstellenden Verlauf. Von der National« und Universitäts-Bibliothek in Jerusalem Einem vor kurzem erschienenen Berichte der Nationalbibliothek ist zu entnehmen, daß die Bibliothek im Laufe des ersten Halbjahres 1925 um 10 898 Bände gewachsen ist. * Der Chefredakteur der wissenschaftlichen Abteilung des „Berliner Tageblatt s“, Dr. G. Mumlock, machte der Universitätsbibliothek Jerusalem eine Spende von 600 Büchern, Fachliteratur aus dem Gebiete der Medizin und der öffentlichen Gesundheitspflege. Das italienische Ministerium für öffentlichen Unterricht sandle an alle' kulturellen Institutionen und italienischen Verleger ein Rundschreiben mit dem Ersuchen, der Universitätsbibliothek Jerusalem Bücher zu spenden. Der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem ist es gelungen, die aus 3527 Büchern (zirka 7000 Bänden) bestehende Bibliothek des österreichischen Rechtsgelehrten Anton Freiherr von H y e zu erwerben. Freiherr von Hye, der 1807 bis 1894 gelebt hat, war einer der prominentesten Juristen der altösterreichischen Zeit. Seit 1832 Professor der Wiener Universität, war Hye in hervorragender Weise an der Schaffung der Strafgesetzgebung in den ersten Regierungsjahren Franz Josefs beteiligt. Hye war Minister der Regierung Beust um 1867. Sein Name steht unter den Staatsgrundgesetzen, welche 1867 die österreichisch-ungarische Monarchie geschaffen hat. Er war Herausgeber der Sammlung der „Erkenntnisse des Reichsgerichtes“ und der Zeitschrift „Gerichtssaal“. Seit 1869 gehörte er dem österreichischen Herrenhause an. Sein reich bewegtes wissenschaftliches und politisches Leben spiegelt sich in der großen Bibliothek, die er während seines Lebens gesammelt hat und die nunmehr in den Besitz der Jerusalemer Bibliothek übergegangen ist. Die Sammlung enthält auch die Handschriften von Hyes eigenen Werken. Die Kosten zur Anschaffung der Bibliothek wurden zur Hälfte vom Weltverband der jüdischen Studentenschaft und zur Hälfte vom judaistischen Institut der Jerusalemer Universität getragen. * Gemäß dem am l.Elul abgeschlossenen Ausweis der katalogisierten Bände zählte die jüdische National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem an diesem Tage 100 241 Bände. Die National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem, hat soeben einen Katalog ihrer Bücher auf dem Gebiete der Pädagogik herausgegeben. Der Katalog umfaßt 44 Seiten. Gemäß einem Abkommen mit dem Erziehungsdepartement der Zionistischen Organisation werden nunmehr auch pädagogische Bücher an Lehrer in ganz Palästina verliehen werden. * Der im Juli dieses Jahres verstorbene Professor der inneren Medizin, Dr. Adolf Lazarus, ein Sohn des Seminarrabbiners Dr. Lazarus in Breslau und Bruder des als Schulinspektor nach Berlin berufenen Rabbiners Dr. Arnold Lazarus in Frankfurt a. M„ hat in seinem Testament die letztwillige Bayer. Vereinsbank München-Nürnberg Gegründet 1869 Niederlassungen an allen größeren Plätzen Bayerns Besondere Einrichtungen für den Fremdenverkehr Ausstellung von Kreditbriefen auf Reichsmark und ausländische Währungen Moderne Stahlkammeranlage zur vorübergehenden Aufbewahrung von Wertgegenständen

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