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Das jüdische Echo · 1925-09-18 · 38 (18.9.1925) · p. Seite 726

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
38 (18.9.1925)
Date
1925-09-18
Page
Seite 726 (sequence 6)
Language
German
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726 Das Jüdische Echo Nr. 38 Klapprot h, wurde beim Versuch des Überschreitens der holländischen Grenze verhaftet. Über die Persönlichkeit der verhafteten Ordensritter ist noch zu sagen: Klapp roth wird u. a. der Ermordung des Leutnants Sand beschuldigt. Der ebenfalls genannte Oberleutnant Hildeb ran dt war gleichfalls Mitglied der Schwarzen Reichswehr. Schon im Kapp-Putsch spielte er eine Rolle. Leute wie Büsching, Fahlhusch, Glaser, Damm und Graffunder dürften — wie das „Berliner Tageblatt“ mitteilt — ebenfalls in engem Zusammenhang mit dieser Organisation geputscht und gemordet haben. Major Buch rucke r, der ebenfalls dem „Feurigen Kreuz“ angehörte, sitzt seine Festungshaft für das Küstriner Unternehmen ab. Oberleutnant Schulz, der eine der ersten Rollen innehatte, kann als Leiter der Femeorganisation bezeichnet werden. Er befindet sich unter dem Verdacht der Anstiftung zum Mord in Haft. Die hessische Regierung für Bekämpfung des Äntisemitismus „Die Schmach des deutschen Volkes“. — Eine Rede des hessischen Staatspräsidenten. Auf der denkwürdigen Tagung, die der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten vom 5. bis 7. September d. J. in Worms und Köln abhielt, war auch — wie schon mitgeteilt — der Staatspräsident von Hess e n , Ü 11 r i c h , erschienen. Dem Wortlaut seiner bei dieser Gelegenheit gehaltenen Ansprache, sind die folgenden bemerkenswerten Stellen zu entnehmen: „. .. Daß der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten sich hat zu einer Organisation zusammenschließen müssen, ist ein Stück historischen Geschehens. Die Gründung des Bundes war eine Folge der nach dem Kriege wiedererstandenen maßlosen antisemitischen Bewegung .. . Als diese Gefahr für die deutsche Judenheit entstanden war, war der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten eine Notwendigkeit, wollte man nicht durch die Wehrlosigkeit der jüdischen Gemeinschaft neue Gefahren für diese hervorrufen. Die Geschichte des jüdischen Volkes ist die Geschichte des Menschengeschlechtes, von der Barbarei zur Zivilisation. Früher herrschte bei uns Barbarei, dann genossen die Juden Duldung und schließlich Gleichberechtigung, die allerdings von der Schmach unseres Volkes, der deutschvölkischen Bewegung, umstritten wird. Das zeigt deutlich auch den Jammer, in dem wir uns hier in Deutschland befinden. Zum Glück aber können wir behaupten, daß das deutsche Volk in seiner Mehrheit heute doch schon ganz anders geartet ist als früher. Die Kreise, die den antisemitischen Hetzern folgen, werden immer kleiner und einflußloser. — Ihr Bund hat die Aufgabe, dahin zu wirken, daß alle Ihre Glaubensgenossen als gleichberechtigte Bürger, ungestört von völkischen Hetzern, im Lande ihrer Väter und Kinder leben können.“ Staatspräsident Ullrich schloß: „Diese Erklärung gebe ich im Namen der Regierung ab, die ich vertreten! .. . Ich wünsche, daß der Gedanke der Gleichberechtigung sich so sehr und so intensiv den Massen des Volkes mitteilt, daß Ihr Bund nicht mehr nötig sein möge. Solange dies aber nicht der Fall ist, müssen Sie auch weiterhin unermüdlich als Reichsbund jüdischer Frontsoldaten auf dem Posten sein.“ Der Erfolg der Äntisemitenhetze In den deutschen Kurorten Das Organ des Reichs-Bunds jüdischer Frontsoldaten „Der Schild“ schreibt in seiner letzten Nummer unter obigem Titel: „Der antisemitischen Hetze der Hakenkreuzler ist es zu verdanken, daß die deutschen Badeorte, vornehmlich die Kurplätze in Bayern, bedeutend geringer als sonst besucht waren. Die „Münchener Post“ (Nr. 197 v. 30. 8.) enthält eine Zuschrift, in der ausgeführt wird, daß die Hakenkreuzler es nun richtig auf Borkum fertig gebracht haben, unter sich zu sein, aber sie haben noch mehr erreicht, nämlich eine ungeheure Schädigung der meisten, wenn nicht aller deutscher Kur- und Badeorte. Gerade die bayerischen werden nicht nur von den meisten deutschen Juden, sondern vielen christlichen Deutschen gemieden. Auch Ausländer, die sonst jedes Jahr ein deutsches Bad aufgesucht haben, kommen zwar wohl auf einige Tage nach Berlin, Hamburg, München usw. aber zum eigentlichen Sommeraufenthalt wählen sie meistens einen ausländischen Badeort. Die Zuschrift meint, daß die Fremdenverkehrsvereine und Hotelierverbände sich für den „Erfolg“ bei Hitler, Ludendorff & Go. bedanken können.“ Ferner heißt es im Organ der jüdischen Frontsoldaten: „Die Badesaison ist im großen und ganzen zu Ende; auch die letzten Nachzügler beginnen an die Heimfahrt zu denken, um die aufgespeicherte Erholung und die daraus sich entwickelnden Kräfte für das lange Winterhalbjahr zu „konservieren“. Wenn wir nun von unserem jüdischen Standpunkt aus diese Saison unseres — man darf es ruhig sagen, wenn man ein deutsches Bad besucht hat — Mißvergnügens betrachten, dann überkommt uns als Deutsche doch ein recht niederdrückendes, beschämendes Gefühl. Wir sehen von Borkum, Rügen, Zinnowitz, Banfm und diversen thüringischen und bayerischen Luftkurorten ab, die sich seit jeher als judenfeindlich gerierten und ziehen nur die Die echt Vor minderwertigen Nachahmungen wird gewarnt. enthalten nur feinste Mischungen der edelsten bulgarischen OualitS t stabake

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