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Das jüdische Echo · 1925-08-21 · 34 (21.8.1925) · p. Seite 652

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
34 (21.8.1925)
Date
1925-08-21
Page
Seite 652 (sequence 4)
Language
German
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652 Das Jüdische Echo Nr. 34 Mit aufrichtiger Herzlichkeit begrüßen wir die Vertreter der israelitischen Kultusgemeinde Wien und der spanisch-jüdischen Gemeinde dieser Stadt, denen wir unsere brüderlichen Grüße entbieten. (Englisch fortfahrend): Es ist mir eine Auszeichnung: auch die Vertreter der auswärtigen Regierungen willkommen zu heißen, vor allem den Vertreter Großbritanniens als derjenigen Macht, die das Mandat des Völkerbundes für die Verwaltung Palästinas auf sich genommen hat. Es ist nicht bloße Erfüllung meiner Pflicht, wenn ich bei dieser Gelegenheit im Namen der Jewish Agency den Repräsentanten der Mandatarmacht bitte, den Ausdruck unserer Dankbarkeit, unseres guten Willens und unserer achtungs- und vertrauensvollen Gesinnung entgegenzunehmen. Es sind Gefühle einer tiefen und innigen Verbundenheit, die das jüdische Volk seit langem empfindet für die große Nation, deren stärkste Tradition noch immer die Bibel ist. Wir wissen voll zu würdigen, daß die Mandatarmacht mit der Übernahme des Mandats zugleich eine große Aufgabe auf sich genommen hat; wir wissen aber auch, daß unsere Arbeit immer dazu beiträgt, die Erfüllung dieser Aufgabe zu fördern. Der Geist, in dem das Werk des Aufbaus der jüdischen Heimstätte geschaffen wird, gibt uns die volle Zuversicht, daß es nicht nur der Mandatar macht und dem jüdischen Volk zur Ehre gereichen, sondern auch ein Beitrag zum Fortschritt der ganzen Menschheit sein wird. In dieser verantwortungsvollen Aufgabe des Aufbaues der jüdischen nationalen Heimstätte haben sich die Gesinnung des Mandatarvolkes und die vertrauensvolle Zuversicht des jüdischen Volkes täglich zu bewähren. Was uns betrifft — wir wollen es an dieser Bewährung nicht fehlen lassen. Mit großer Genugtuung heiße ich auch die Vertreter der übrigen Staaten willkommen, ihre Exzellenzen, die Herren Gesandten und die Konsuln von Argentinien, Chile, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Königreich der Niederlande, der Republik Polen, Portugal, des Deutschen Reiches, Rumäniens, der Tschechoslowakei, des jugoslawischen Königreiches, der Vereinigten Staaten von Nordamerika (stürmischer, minutenlanger Beifall und Händeklatschen, die Versammlung erhebt sich), sowie den Vertreter des Völkerbundes, den Herrn Generalkommissär Dr. Zimmermann. Daß wir so viele Regierungen als unsere Gäste feiern dürfen, ist uns neben der hohen Ehre auch ein Zeichen für den Stand, den unsere Bewegung — achtundzwanzig Jahre nach ihren bescheidenen Anfängen — gewonnen hat. Schon hat die erste, vielleicht nicht zu große, aber doch starke 'Gruppe der Pioniere festen Fuß im Lande unserer Verheißung und Bestimmung gefaßt. Schon ist der Kern einer Gemeinschaft geformt. Und wenn wir uns auch nicht so überheben wollen, daß wir Distanz und Proportion aus den Augen verlieren — schon sind wir — und Sie, hochgeehrte Vertreter von Regierungen, bekunden es durch Ihre Anwesenheit —• ein werdendes Glied der Völkerfamilie, dessen Heimstätte durch den Bund der Nationen betreut wird, der Völkerfamilie, in die wir nach harter, langer Unterbrechung friedvoll und würdig in hoffentlich nicht zu langer Zeit einziehen wollen. Schon war es uns vergönnt, und vor kurzem erst, in Vorausahnung dieses Glücksgefühls auszukosten, das so einfach und doch für uns fast wie ein Wunder ist, das Gefühl, ein Volk zu sein, wie die anderen auch. Für einige Tage waren die, denen es vergönnt war. der Eröffnung der hebräischen Universität auf dem Berge Skopus beizuwohnen, die geadelt war durch die geistige Führerschaft des großen Staatsmannes und großen Freundes unseres Volkes, Lord Balfour, (stürmischer Beifall und Händeklatschen) durch die Teilnahme einer erlesenen Vertreterschaft der Kulturnationen der Welt an dem schönsten Werk der Schöpferkraft eines Volkes, seiner geistigen Hochstätte — für einige Tage waren wir die beglückten Vorläufer einer Generation, die nach uns kommen wird. Sie wird als sicheres Bewußtsein, als natürliche Kraft in sich tragen, was für uns noch immer Ziel idealen Erstrebens ist, wenn es auch schon unter unseren Augen und unter unserer Arbeit Gestalt annimmt. Geehrter Kongreß, Freunde und Weggenossen! Wir werden uns Rechenschaft zu geben haben darüber, was wir in den zwei Jahren seit unserem letzten Kongreß erstrebt, geschaffen und erfahren haben. Und noch mehr werden wir uns zu sagen und einander zu beraten haben über das, was vor uns liegt. In der Übereinstimmung oder im freimütigen Widerstreit der Meinungen wird wahrscheinlich mehr als von Errungenschaften und Erfolgen die Rede sein, von Verantwortung, Mühen, Sorgen und auch von Fehlschlägen da und dort. Denn es ist ein Unternehmen von vielverschlungenen Schwierigkeiten, schwer wie nur irgend eines war, vor das Not und Hoffnung, Wagemut und Enthusiasmus Menschen gestellt hat. Eben darum ziemt es sich vielleicht in dieser Stunde in unvoreingenommener Rückschau uns selbst zu bezeugen, daß unsere Hingabe des Besten, das wir in uns tragen, nicht ungesegnet geblieben ist. Es waren zwei Jahre einer deutlichen Befestigung im Lande und einer stetig gesteigerten Ausdehnung unseres Wertbe- Die echt ^tschuH PhillppQpeU NCW Vör minderwertigen Nachahmungen wird gewarnt. enthalten nur feinste Mischungen der edelsten bulgarischen Qualitfitstabake

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