Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 31 (31.7.1925)
- Date
- 1925-07-31
- Page
- Seite 609 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 2× ep/1047930
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 609 Die neue direkte Palästina»Linie (Zu unseren Bildern) Die neue direkte Linie Trient-Jaffa bezw. Haifa wurde mit den beiden Dampfern ,,G i a n i c o 1 o“ und ,,C a r n i o 1 i a“ eröffnet. Der Dampfer ,,Gianicolo“ ist am 18. Juni mit 300 nur jüdischen Passagieren aus Polen, Österreich und Deutschland unter jüdischer Flagge und großem Jubel zum erstenmal aus Triest ausgelaufen. Das Schiff „Carniolia“ hat am 2. Juli seine erste Fahrt begonnen. Unsere Bilder zeigen die Fahrgäste an Bord der Schiffe kurz vor der Abreise. Die beiden Schiffe sind nach den Intentionen der Exekutive vom Lloyd Triestino umgebaut und besitzen 3 Klassen und zwar I. Klasse mit 40 Betten, II. Klasse mit 17 Betten und III. Klasse mit 308 Betten. Zwischendeck gibt es auf diesen Schiffen nicht. Die III. Klasse besitzt Kabinen für Männer und Frauen mit 10—20 Betten; die weiteren Einrichtungen wie Speisesäle, Bäder etc. sind sehr modern und bequem, besonders ist für die Bequemlichkeit der Frauen gesorgt. Die Küche ist koscher und I. Klasse £ 22.—, II. Klasse £ 15.— III. Klasse £ 5.—; für Chaluzim Kateg. „E“ £ 4.— und zwar inklns. Bett und Verpflegung. Laut Vereinbarung mit dem Lloyd gelten obige Preise nur für die Palästina-Ämter; die Phot. Camerini (Triest) alle dort Beschäftigten sind ausschließlich Juden. Sie steht unter der Aufsicht der Rabbiner in Palästina, sowie Oberrabbiner Dr. Zoller in Triest. Die Preise der Klassen sind folgende: S/S ,,Gianicolo“ Preise sind für nichtjüdische Passagiere höher. Der Fahrplan ist folgender: Abfahrt jeden 2. Donnerstag. Ab Triest um C> Uhr nachmittags; Ankunft Haifa 8 Uhr Donnerstag morgens; Abfahrt Haifa 11 Uhr nachts; Ankunft Jaffa 6 Uhr Donnerstag morgens. Phot. Camerini (Triest) S/S ,,Carniolia“ Es verlautet, daß der Lloyd außerdem noch die Möglichkeit gewährt, daß Chaluzim auch mit dem Dampfer „Sori a“ für £ 1.— (jedoch ohne Bett und Verpflegung, also Zwischendeck) reisen können. Ein großer Teil des Gelingens dieser günstigen Abmachungen ist auf die verdienstvolle Mitwirkung der Herren Fanno, Präsident des Triester Emigrationsbüros, sowie Dr. Germunsky, Leiter des Palästina-Amtes Triest, zurückzuführen. Bei derartig günstigen Bedingungen ist es natürlich sehr empfehlenswert, daß die Palästinaemigration von ihnen den gebührenden Gebrauch macht.