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Das jüdische Echo · 1925-07-24 · 30 (24.7.1925) · p. Seite 595

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
30 (24.7.1925)
Date
1925-07-24
Page
Seite 595 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 30 Das Jüdische Echo 595 Ein jüdischer Künstler Hermann Fechenbach Von einer nationalen Kunst läßt sich wohl schlecht reden. Doch gibt es eine Kunst, die durchaus von einer Volksumgebung beeinflußt werden kann, wenn sie nicht gar dieselbe widerspiegeln will. Kunst und Kultur sind eng verwachsene Begriffe. Kunstwerke haben nicht nur Gegenwartsbedeutung; sie sind Kulturdokumente der Völker für alle Zeiten, beleuchtet vom subjektiven Licht des Künstlers, Von diesem Standpunkt aus kann Kunst gewertet werden. * Wir Juden hatten bis zu unserer Zeit wenige Künstler, die willentlich oder ihrer Eigenart nach Schilderer unserer Volksseele gewesen wären. Daß sowohl unsere religiöse Einstellung, wie auch das Galuth wesentlich dazu beitrug, braucht nicht erst erwähnt zu werden. Unsere Feinde machten uns diesen Mangel mit mehr oder weniger Berechtigung zum Vorwurf. Und doch hat eine neue jüdi- ,,Je zu Zweien kamen sie zu Noah in die Arche“ (1. Buch Moses 7,9) mm vA'-s sehe Kulturbewegung Kräfte in unserem Volke geweckt, die wir nie geahnt hätten. Wir kennen heute Namen wie: Steinhardt, Struck, Budko, Bender, Lilien, Hirszenberg, Fechenbach usw. Eine ganz eigene Note hat unter den Genannten Hermann Fechenbach. Es ist weniger der zeichnerische Schwung, als der eigenartige Ausdruck seiner Holzschnitte, der denselben diesen ursprünglichen Charakter verleiht. *) Die Bibel, Das erste Buch Moses. 135 Holzschnitte von Hermann Fechenbach. Am 1. und 15. jeden Monats erscheint ein neues Bild. Abonnentenpreis: M, 1.50 pro Originalholzschnitt. Einzelpreis: M. 4.—. Bild Nr. 22 erschien am 1. Juni 1925. Es werden pro Bild nur 200 Originale abgezogen. Sämtliche Bilder von Nr. 1 an .können nachbestellt werden. Bestellungen nimmt die Ewer-Buchhandlung, München, Ottostr. 2 entgegen. „Es sei der Bogen in der Wolke, ich sehe ihn an und gedenke meines Bundes“ (l.Buch Moses 9,i«) IM sm Besondere Aufmerksamkeit verdienen seine Bibelillustratione n.*) Sie sind wie die Sprache der Bibel selbst. Markant, flächig gehalten und fast ergreifend in ihrer wuchtigen Naivität. In diesen Blättern liegt nichts Begrabenes, sondern etwas Lebendiges, Gegenwärtiges. Welch gut gelungener Ausdruck liegt z. B. in dem Kopf des aus der Arche spähenden Noah! Das Schaffen dieses noch jungen Künstlers berechtigt zu den besten Hoffnungen auf eine jüdische Kunst, die eine starke Saite in uns erklingen läßt. Arthur Reis. „Wohlan! Wir wollen eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis zum Himmel reicht“ (l.Buch Moses 11,0 wm am SÜSSES mm

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