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Das jüdische Echo · 1925-07-24 · 30 (24.7.1925) · p. Seite 596

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
30 (24.7.1925)
Date
1925-07-24
Page
Seite 596 (sequence 12)
Language
German
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596 Das Jüdische Echo Nr. 50 800 000 Dollar für den Stiftungsionds der Jerusalemer Universität aufgebracht New York (J.T.A.). Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der hebräischen Universität zu Jerusalem, Dr. J. L. Magnes, der nach zweieinhalbjährigem Aufenthalt in Palästina ain 3. Mai in New York eingetroffen war, .begab sich am 15. Mai wieder auf die Reise nach Palästina, nachdem er in den Vereinigten Staaten eine erfolgversprechende Aktion zugunsten des Sliftungsfonds der hebräischen Universität eingeleitet hatte. In den wenigen Tagen gelang es Dr. Magnes 800 000 Dollar zu sammeln und einen jährlichen Beitrag von 140 000 Dollar zu sichern. Mr. Felix M. W a r b u r g stiftete 500 000 Dollar, Mr. Sol. Rosenbloom 250000 Dollar. Unter dem Vorsitz Felix M. War- 1) u r g s wurde ein Komitee für die hebräische Universität gebildet, dem auch Louis Marshall angehört. Dr. Magnes sagte in seiner Abschiedsansprache: Wir erwarten von den Juden Amerikas einen Baufonds von 5 Millionen Dollar, ich weiß, wir werden diese Summe bekommen. 85 000 Dollar für das Jerusalemer Lehrerseminar Auf einem zu Ehren Dr. David Y e 11 i n s in New York gegebenen Lunchs, veranstaltet vom amerikanischen Komitee des Hebräischen Lehrerseminars zu Jerusalem, wurde eine Summe von insgesamt 85 000 Dollar zur Errichtung eines neuen Gebäudes für das Lehrerseminar gezeichnet. Die Zahl der jüdischen Beamten in Palästina Auf eine Anfrage im Unterhaus erklärte Unterstaatssekretär Ormsby Gore, daß die palästinensische Regierung im März 1923 laut einer damals durchgeführten Zählung über 2560 klassifizierte Beamte verfügte und zwar 1244 Christen, 678 Juden und 632 Mohammedaner. (Ziko) Ein kühner Plan für Palästina Das Tote Meer und das Tal des Jordan liegen, wie bekannt, 394 Meter unter dem Spiegel des Mittelländischen Meeres und sind von diesem durch eine Gebirgskette getrennt. An diesen Umstand knüpft der Franzose Imbeaux einen Plan von außergewöhnlicher Kühnheit. Er will das Wasser des Mittelländischen Meeres bis zur Paßhöhe des trennenden Gebirges heben und es dann in das Tote Meer stürzen lassen; dadurch soll nicht nur eine Kraftquelle ersten Ranges gewonnen werden, sondern auch der Bewässerung des Landes gedient, ja vielleicht die Schaffung eines Binnenhafens ermöglicht werden. Der See Genezareth ist dabei als Wasserreservoir gedacht. Gemeinden-u. Vereins-Echo München. Zionistische Ortsgruppe. Montag, 27. Juli, abends präzis 8 Uhr im Kunstgewerbesaal, Pfandhausstr. 7: Allgemeine Zionistische Versammlung. Referenten; Herr Oberbaurat Stricker, Wien und Herr Nahum Goldmann, Berlin Te^tilhandelsgesellschaft zum „Weberhaus" R.G. München / Frankfurt^ / Leipzig Zentrale München, Hesstrasse 74/76 Eauptgeschäft Dachauerstr. 9. Illustr. Katalog gratis u.franko werden über das Thema sprechen: „Die radikale Konferenzgerrijinschaft zu den Kongreßproblemen.“ Wir erwarten sä m 11 i c h e Gesinnungsgenossen bei dieser Versammlung. Siehe auch das Inserat in der heutigen Nummer! München. Montag, 20. Juli hielt Frau Rabbiner Dr. Freier aus Sofia in der Zionistischen Ortsgruppe einen Vortrag über das Thema; „Von den Juden Bulgarien s“. Die Referentin schilderte in fesselnder Weise ihre Impressionen während ihres mehrjährigen Aufenthalts in Sofia. Sie wies die besondere Art der Assimilationserscheinungen im bulgarischen Judentum auf, schilderte das unter den Juden Bulgariens herrschende soziale Elend und zeigte Wege zu seiner Milderung. Besonders interessant waren die Ausführungen der Referentin über die zionistische Bewegung in Bulgarien und die kulturellen Verhältnisse. Aus der Fülle des gebrachten Stoffes wollen wir nur eine Einzelheit hervorheben, die gerade für die bayerischen Juden von hohem Interesse sein dürfte. In Bulgarien leben heute noch im 9. Jahrhundert aus Nürnberg eingewanderte bayerische Juden, die noch alte synagogale Melodien, die sie aus ihrer früheren Heimat mitgebracht hatten bis auf den heutigen Tag bewahrten, die aber nunmehr in Gefahr stehen, gänzlich in Vergessenheit zu geraten. Die Referentin übergab als Wunsch dieser Juden die Anregung, daß die bayerische Judenschaft, etwa die Nürnberger Muttergemeinde Schritte unternehmen sollte, um dieses kostbare kulturelle Gut vor dem Untergang zu retten. Die mannigfachsten Beobachtungen im Leben der bulgarischen Juden erwecken das Gefühl, daß in diesem Teile der spagniolischen Judenheit etwas verschüttet ist, das wieder ans Licht zu befördern eine der edelsten Aufgaben des Gesamtjudentums wäre. Der Glanz ehemaliger Größe sei noch in vielen Äußerungen der heutigen Spagniolen zu entdecken. In der Diskussion hatte die Rednerin noch Ge- % IM« Nestor Gianadis Cigaretten

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