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Das jüdische Echo · 1925-07-10 · 28 (10.7.1925) · p. Seite 561

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
28 (10.7.1925)
Date
1925-07-10
Page
Seite 561 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 28 Das Jüdische Echo 561 einer Verwirklichung führen können, obschon „Große in Israel“ wie Jehuda ha—Levi ihres Lehens Ziel darin sahen. Erst dem 19. Jahrhunderl, dem Jahrhunderl, dem die Freiheitsbestrehungen der Völker ihren Stempel aufgedriickl haben und in dem die Fortschritte der technischen und nationalökonomischen, besonders der kolonisatorischen Errungenschaften die praktische Erfüllung der jahrhundertealten Sehnsucht ermöglichten, war es Vorbehalten, dem ständig im jüdischen Volke schlummernden Gefühl einen Ausdruck zu gehen, dem die Tat folgte. Den Vorläufern des heutigen, von Theodor Herzl’s mächtiger Persönlichkeit eingeleiteten Zionismus wird Goldrings Broschüre in schöner Weise gerecht. Liebevoll zeichnet er die Bilder von Moses Heß, Hirsch Kalischer, den russischen Vertretern der Zionsliehe, Leon Pinsker und läßt die Vertiefung des Volksgedankens und die schon von Anfang in ihm ruhende Idee einer Erneuerung der ethischen und kulturellen Werte des Judentums vor uns entstehen. Das Büchlein, dem vom Verlage eine ansprechende Gewandung gegeben wurde, verdient nicht nur in den Kreisen der Zionisten, sondern hei allen, die sich für die Geschichte der Verbreitung einer urjiidischen Anschauung zu interessieren vermögen, ernste Beachtung. Theo Harhurger. Eingelaufene Bücher: „Das deutsche Judentum u. seine jüdischen Gegner“ v. Dr. Jak. Marx, Philo- Verlag, Berlin. „Große Jüdische National-Biographie“ v. S. Will i n g e r, Buchu. Kunstdruckerei „Orient“, Czernowilz, Bukowina. (Probeheft.) Im Verlage von Dr. Joseph Flesch, Prag, ist soeben ein fast 200 Seiten starkes Buch, „Eine w e rd ende W e 1 I“, Reiseeindrücke aus Palästina, von Hugo H e r r m a n n erschienen. TEIHACHER HIRSCHQUELLE rein natürliches Mineralwasser von Weltruf, ärztl. sehr empfohlen bei BLASEN-, NIEREN- und HALSLEIDEN Generaldepot: EDUARD KUHLES/MÜNCHEN LEDERERSTRASSE 12 TELEPHON 20542 Nestor Gianadis Cigaretten Zum XIV. Zionistenkongreß Wie hei den letzten Kongressen wird auch diesesmal wieder ein vollständiger V e r h a n d lungsbericht in der offiziellen Kongreß-Zeitung erscheinen. Es wäre wünschenswert, daß möglichst viele Interessenten aus Deutschland die Kongreß-Zeitung bestellen und dadurch, auch wenn sie nicht persönlich am Kongreß teilnehmen können, eingehend über den Verlauf der wichtigen Tagung informiert werden. Die Berliner „J üdische R u n d s c h a u“ hat daher ein Abkommen mit dem Kongreß-Büro getroffen, wonach sie eine größere Auflage der Kongreß-Zeitung fest bestellte. Der Verlag der „Jüdischen Rundschau“ lädt hierdurch zum Abonnement auf die vorgesehenen 15 Kongreß-Nummern zum Bezugspreise von M. 3.— ein und bittet um sofortige Aufgabe der Bestellung. Adresse: Vedhig „Jüdische Rundschau“, Berlin W. 15, Meinekestraße 10. Postscheckkonto: Berlin 17 392. Warnung für Palästina-Reisende In letzter Zeit häufen sich die Fälle, daß Palästina-Reisende aus Deutschland und auch Polen zu uns kommen, um sich hier das palästinensische Visum oder Geld für ihre Reise zu verschaffen. Das Palästina-Amt München weist mit Nachdruck darauf hin, daß solche Durchreisende, mit Ausnahme von Personen, die in Bayern oder Württemberg ansässig sind, keine Aussicht haben, hier ein Visum oder Geldunterstützung zu erhalten und dadurch in eine verzweifelte Lage geraten, da sie hier nicht bleiben können und Mittel zur Rück¬ oder Weiterbeförderung uns nicht zur Verfügung stehen. Alle Organisationen, Vertrauensmänner, insbesondere die Presse wird gebeten, Palästina-Reisende in diesem Sinne zu informieren. Palästina-Amt Zweigstelle München. Paul G r ii n b a u m. fprechsaal Durch Versehen (nicht von Seiten der Vorstandschaft) wurde der Artikel „Gastspiel Sakaschansky- Lehmann“ in der Rubrik Gemeinde u. Vereinsecho in Nr. 27 mit „Der Vorstand“ unterzeichnet. Ich sehe mich deshalb veranlaßt hier zu erklären, daß diese Zeilen weder von der Vorstandschaft, noch von mir persönlich geschrieben wurden. Arnold G o 1 d b e r g. Zu dieser Erklärung ist zu bemerken, daß die erwähnte Notiz uns von demselben Mitglied des Vereins übergehen wurde, das jedesmal die offiziellen Ankündigungen des Vereins im Redaktionsbüro abgibt. Da die erwähnte Notiz den Rahmen einer objektiven Ankündigung überschreitet und Behauptungen aufstellt, für die die Redaktion die Verantwortung nicht übernehmen wollte, ist es selbstverständlich, daß die Vereinsvorstandschaft, in deren Auftrag die Notiz übergehen wurde, zeichnet. Wenn in diesem Fall der Vorstand von seiner Ankündigung nichts wußte, so ist das eine interne Angelegenheit des betreffenden Vereins und seines Vorstandes, nicht die unserer Redaktion. Wir benützen aber gerne diese Gelegenheit, dem Einsender der Sprechsaalnotiz in aller Höflichkeit klar zu machen, daß keine Macht der Welt eine Redaktion zwingen kann, mit ihrem Namen a nony m e Zuschriften zu decken, denen sie nicht zustimmen oder die sie nicht kontrollieren kann. Die Redaktion.

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