Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 28 (10.7.1925)
- Date
- 1925-07-10
- Page
- Seite 560 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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560 Das Jüdische Echo Nr. 28 etwa 120 Werke, meist über römische alte Geschichte; richtunggebend ist sein Riesenwerk „Corpus Inscriptionum Italicorum“. Lange Jahre verband ihn eine intime Freundschaft mit dem großen deutschen Gelehrten Theodor Mommsen. Protestkundgebung der Juden Salonikis gegen die Zwangssonntagsruhe. Saloniki. (J.T.A.) In der Synagoge Beth Saul wurde dieser Tage eine große Protestkundgebung der Salonikier Juden gegen die Zwangssonntagsruhe abgehalten. Oberrabbiner B r a u d o und der Vertreter des zionistischen Komitees Herr Abraham erklärten, durch die Einführung der Zwangssonntagsruhe in Saloniki sei ein großes Unrecht an der jüdischen Bevölkerung begangen worden. Sie forderten die Juden auf, trotz allem treu zur Tradition zu stehen. — Der Rat der jüdischen Gemeinde beschloß, zurückzutreten, damit eine Repräsentanz geschaffen wird, die im Namen aller Schichten und Parteien sprechen könne. Der Generalgouverneur Canavos ließ den Rat wissen, daß die Regierung in Athen ein Gesetz vorbereitet, welches den Forderungen der Juden mehr angepaßt sein wird. Der Rat erachtete aber diese Verbesserungen für nicht genügend und bestand auf seinem Resignationsbeschluß. Er erließ eine Protesterklärung, in welcher gesagt wird, die Regierung müsse die religiösen Überzeugungen der 90 000 Juden Salonikis achten. Erhatic & Wille Herren- und Damenschneiderei MÜNCHEN Marienplatz 18/1 Telephon 23829 Bibel-Tantieme für den Aufbau Palästinas. Kopenhagen. (J.T.A.) Der junge norwegische Gelehrte Eric Olsen aus Bergen, ein Nichtjude, wandte sich an die Rabbiner in Schweden mit einem Expose, in welchem dargelegt wird, durch eine Tantieme beim Bibelverkauf könnten große Fonds für den Aufbau Palästinas aufgebracht werden. Olsen schlägt vor, ein Komitee des Völkerbundes mit dem Hauptsitz in Genf solle den Verkauf von Bibeln in der ganzen Welt kontrollieren und eine Tantieme von jedem verkauften Exemplar einheben und für Aufbauzwecke in Palästina reservieren. Auf diese Weise werden die Völker ihren Dank an das „Volk des Buches“ abstatten. Die Bibel, die so viele Prophezeihungen über den Wiederaufbau Palästinas enthält, soll in den Dienst dieses Aufbaues gestellt werden. Wenn man bedenkt, so schließt Herr Olsen, daß im Jahre 1924 nicht weniger als zehn Millionen Bibelexemplare verkauft wurden, so bekommt man eine Vorstellung davon, welche Millionenbeträge für Palästina aus diesem Verkauf zu holen wären. Ein jüdischer Mau er er erhält die höchste Auszeichnung der New Yorker philosophischen Fakultät New York. (J.T.A.) Der jüdische Student Williams Leider, der 21 Jahre alt ist und als Maurer sein Brot verdient, erhielt die höchste Auszeichnung der philosophischen Fakultät der Columbia-Universität zu New York. Er stammt aus Rußland. Literarisches Echo Dr. P. Goldring: Zur Vorgeschichte des Zionismus. J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M„ 1925. Mk. 2.—. Von warmem Nationalgefühl getragen gibt die Schrift G o 1 d r i n g s einen guten überblick über das seit der Vertreibung aus der Heimat im jüdischen Volke nie erloschene Gefühl der ewigen Verbundenheit mit dem Boden, der den Urvätern zugeschworen war, der Glanz und Freiheit des Hebräers auf eigener Scholle gesehen und der für alle Zukunft dem jüdischen Geiste die bestimmende Richtung gegeben hat. Die in vergangenen Jahrhunderten von Zeit zu Zeit und aller Orten aufkeimenden Ansätze zur Wiedergewinnung des Landes der Väter hat infolge des Märtyrerlebens nie zu TSnuThallmaier München %eaänßr(Cr.lö.