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Das jüdische Echo · 1925-07-03 · 27 (3.7.1925) · p. Seite 546 [545]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
27 (3.7.1925)
Date
1925-07-03
Page
Seite 546 [545] (sequence 11)
Language
German
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546 Das Jüdische Echo Nr. 27 Briefe an die Redaktion i. Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich lese in Nr. 24 Ihrer geschätzten Zeitschrift vom 12.6. einen Aufsatz betitelt: „Die Bibliothek der hebräischen Universität in Jerusale m“. Ich erlaube mir den Artikel in einem Punkte zu ergänzen, welcher für die deutschen Zionisten von großem Interesse sein dürfte. Seit dem 2. Kongreß hat der bekannte Berliner Universitätsdirektor Prof. Dr. Heinrich Löwe seine ganze Kraft zunächst der Propaganda für den Aufbau einer hebräischen Bibliothek in Jerusalem und sodann der Sammlung von Werken für diese Bibliothek gewidmet. Ihm verdanken wir den ungeheueren Erfolg, den diie Bibliothek in der verhältnismäßig kurzen Zeit zu verzeichnen hat. Seit Jahren leitet Herr Prof. Löwe in Berlin die Sammelstelle für die hebräische Universität in Jerusalem und es ist ihm gelungen, eine in jedem Jahr wachsende Anzahl von Büchern nach Jerusalem zu schicken. Ich bitte Sie, in Ihrer gefl. Zeitschrift alle Freunde der Bibliothek aufzufordern, auch weiterhin die Sammlung von Büchern im Interesse der Sache zu betreiben und wenn die Übersendung der Bücher nicht direkt nach Jerusalem geschehen kann, dieselben an Herrn Professor Dr. Heinrich Löwe zu Berlin, Flemmingstraße 12 zu senden. Mit vorzüglicher Hochachtung D r. Eduard Lezynsky. II. An die Redaktion des „Jüdischen Echo“. Liebe Kollegen! In Bezug auf die in Nr. 25 Ihres Blattes aus dem „Jüdischen Wochenblatt“ abgedruckte „Berichtigung der Berichtigung“ in Sachen des Frankfurter Centralvereins, muß ich noch ein drittes Mal berichtigen. Die uns vorliegende Karte, die übrigens unterdessen von einer ganzen Reihe anderer verspätet Eingeladener Zuzug bekommen hat, ist nicht vom „14. Mai 8—9 Uhr vormittags“, sondern 8 — 9 Uhr abends gestempelt. Dadurch wird die Verspätung der Einladung noch offensichtlicher. Ich habe der C.-V.-Zeitung diese Berichtigung auch zugehen lassen. Ich bitte auch Sie, davon Notiz zu nehmen. Mit kollegialer Begrüßung Ihr ergebener Dr. Ernst Simon. Aus der Jüdischen Welt 20 000 Menschen am Grabe Walther Rathenaus. Berlin (J.T.A.). Bei der Kundgebung des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold am Grabe Rathenaus am 24. Juni abends waren mehr als 20 00i Menschen anwesend. Den ganzen Tag stand eine Ehrenwache am Grabe. Gegen Mittag hatte die Mutter des ermordeten Reichsministers einen Kranz auf dem Grabe niedergelegt. Die großen republikanischen Parteien hatten Kränze mit entsprechenden Aufschriften niedergelegt. Der demokratische Abgeordnete Freiherr v. Riehthofen führte in seiner Gedenkrede aus: „Wir gedenken heute des Toten, der für sein Volk und für sein Vaterland sein Leben gelassen hat. Menschen von großer Güte und großem Edelmut haben wir viele gehabt, aber hier ruht ein Staatsmann, einer von den wenigen, die die Fähigkeit hatten, das Reich in schwterster Zeit zu lenken. Er hat Deutschland in Genua zum erstenmal wieder in den Rat der Völker eingeführt.“ Retehsminister a. D. Hugo Preuß über die Juden im deutschen Nationalstaat Berlin (J.T.A.). Im überfüllten großen Festsaal der Gesellschaft der Freunde veranstaltete am 22. Juni abends der Liberale Verein für die jüdische Gemeinde zu Berlin eine Kundgebung anläßlich der Tagung des Preußischen Landesverbandes der jüdischen Gemeinden. Reichsminister a. D„ Professor Dr. Hugo Preuß, der Schöpfer der Reichsverfassung, sprach über: „Die heutige politische Lage des Reiches und das deutsche Judentum.“ Ein Schulinspektorat der Berliner Jüdischen Gemeinde Berlin (J.T.A.). Die Berliner Jüdische Gemeinde beabsichtigt, ihren gesamten Religionsunterricht, insbesondere den jüdischen Unterricht an den öffentlichen Lehranstalten, einem neu zu schaffenden Schul-Inspektorat zu unterstellen. Als Schulinspektor der Berliner jüdischen Gemeinde ist der Organisator des jüdischen Religionsschul- und Religionsunterrichtswesens in Frankfurt a. M. Rabbiner Dr. Lazarus, ein Sohn des verstorbenen Breslauer Seminardirektors und Seminarrabbiners in Aussicht genommen. Es wird angenommen, daß Dr. Lazarus, dem sich damit ein besonders weiter und wichtiger Wirkungskreis eröffnen würde, der ehrenvollen Berufung Folge leisten wird. Der Fall Theodor Lessing. — Der Unterrichtsminister droht mit der Schließung der Hannoverschen Technischen Hochschule Berlin (J.T.A.). Der Preußische Unterrichtsm’nister Dr. Becker hat neuerdings ein in ener- ^xmven^hnßidßßeL JfßEzorL-jßhnjQvdemi

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