Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1925-06-19 · 25 (19.6.1925) · p. Seite 506

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
25 (19.6.1925)
Date
1925-06-19
Page
Seite 506 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/9072829-9103075-9155704--06889-9079606
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

506 Das Jüdische Echo Nr. 25 biner waren von 1716 an hier im Amte. Von 1716 bis 1730 fungierte als Rabbiner Jesais Weil. Dieser gründete den hiesigen Bruderverein, welcher sich zur Aufgabe machte, die Kranken zu pflegen und die Toten zu bestatten. Weils Nachfolger war Rabbi B a r u c h. Von ihm rühmte der Geschichtsschreiber, daß er ein großer Rechtsgelehrter war und in Rechtsangelegenheiten selbst bis nach England berufen wurde. Im Jahre 1808 wurde für den hiesigen Distrikt Samson Wolf Rosenfeld gewählt. Er übernahm 1826 das Rabbinat Bamberg. Man berichtet von Rosenfeld, daß er der erste Rabbiner in Deutschland gewesen sei, der seine Ansprachen in der Synagoge in deutscher Sprache hielt. Von 1827 an amtierte Isak L ö w i, der 1830 nach Fürth berufen wurde. Von 1831—1876 war Hajum Selz als Rabbiner hier tätig. Nach seinem Tode, also im Jahre 1876, wurde das Rabbinat Ühlfeld aufgelöst. Die Gemeinde schloß sich dem Distrikts-Rabbinat Fürth an. Als jüdische Volksschullehrer waren hier angestellt: 1813—1820 Lazarus Moses Kohn; 1820 bis 1846 Aron L e v i; 1846—1861 Aron Franckenburger (Vater des Herrn Justizrates Franckenburger in München); 1861—1896 Abraham Wormser; 1896—1908 Leopold Weinschenk. Am 1. Mai v. Jahres wurde die hiesige israelitische Volksschule im Vollzüge des Beamtenabbaugesetzes aufgehoben. Nach 111 jährigem Bestehen war sie ein Opfer der Zeit und Verhältnisse geworden. J. Wormser, Hauptlehrer in Ühlfeld. Personalia Herr Dr. Alfred Heller, der Verleger unserer Zeitschrift, ist durch den Tod seines Schwiegervaters, Herrn Emanuel Selig man n^ in tilefe Trauer versetzt. Herr Seligmann, der es als langjähriger Beamter der Jüdischen Gemeinde in Konstanz verstanden hat, durch eine edle Auffassung seines Berufes sich die größten Sympathien seiner jüdischen Mitbürger zu erwerben und herzliche, wahrhaft menschliche Beziehungen zu denen zu pflegen, mit denen ihn seine Tätigkeit in Berührung brachte, ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Wir sprechen der Familie Dr. Heller unser herzlichstes Beileid aus. Unser Gesinnungsgenosse Dr. Erich Kretschmer hat den Tod seiner Mutter, Frau Helene Kretschmer, geb. Sachs, die am 1. Juni in Breslau im Alter von 58 Jahren nach kurzem schweren Leiden verschieden ist, zu beklagen. Wir versichern im Namen aller unserer Freunde die Familie Dr. Kretschmer unserer herzlichsten Teilnahme an dem schweren Verlust, der sie betroffen hat. Palästina-Verlosung Die für den 11. Mai angesetzte Ziehung der Palästina-Verlosung konnte nicht stattfinden, da bis zu dem angegebenen Termin noch nicht alle Lose verkauft waren. Der neue Termin ist noch nicht bestimmt und wird rechtzeitig bekannt gegeben werden. Lose zum Preise von M. 5.— pro Stück sind in beschränkter Anzahl noch zu haben im Büro der Zionistischen Ortsgruppe, Fürtherstr. 87. Tel. 92 26. Zionistische Ortsgruppe Nürnberg-Fürth (Ostjüdische Sektion). Gemeindenu.Vereins-lcho München. Jugendgruppe des Bar-Kochba Blau- Weiß. Samstag 4 Uhr Spielen am Hirschanger. Dort wird der Treffpunkt für die Sonntagsfahrt bekannt gegeben. Blau-Weiß München. 2. Zug. Sonntag, 21. VI. 25. Fahrt auf den Taubenberg. Treffpunkt wird noch bekannt gegeben. An Kochsachen sind mitzubringen: Nudeln, Fett, Eier, Obst. Samstag 3 Uhr Heimabend auf dem Hirschanger. Anschließend um 4 Uhr Spielen. Zugsbeiträge und Versicherungsgelder mitbringen! Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Der Kurs für jiddische Sprache und Literatur hat begonnen. Zu Beginn desselben wurde die Entstehung und Entwicklung der jiddischen Sprache behandelt und dieser Vortrag bot so viel an interessanten Einzelheiten, daß wir nicht verfehlen möchten, die jüdische Jugend nochmals aufmerksam zu machen, daß eine Beteiligung am Kurse noch am Samstag, den 20. Juni 1925 möglich ist. Interessenten ersuchen wir, sich am Samstag, den 20. Juni 1925 abends 9.15 Uhr im kleinen Sitzungssaal der Gemeinde, Herzog Maxstr. 5 Rgb. I einzufinden. Schreibheft! und Bleistift mitbringen! Sonntag, den 21. Juni 1925. Treffpunkt: 7.15 Uhr Starnberger Bahnhof. Sonntagskarte nach Starnberg lösen. Nachfahren: 2 Uhr ab Starnberger Bahnhof nach Possenhofen. Der Jüdische Kulturverein J. L. Perez veranstaltete am 8. Juni im Bibliotheksaal der Gemeinde einen Kammermusikabend mit Rezitation. Die in Anbetracht des schönen heißen Sommerabends zahlreich erschienenen Zuhörer konnten sich an dem bemerkenswert künstlerischen Streben des Vereins erfreuen. Das Programm brachte an erster Stelle die Serenade Opus 25 D-Dur von Beethoven, welche von den Herren Goldberg, Schapiro und Lamm mit Verständnis, flott im Rhythmus gespielt wurde, alsdann rezitierte Herr B. Kluger das bekannte auch hier schon gehörte und stets wirkende Interieur von ffljzmjen^ßhrvevdjäeel Jßsjsceru^hiveide^ei

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.