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Das jüdische Echo · 1925-06-19 · 25 (19.6.1925) · p. Seite 504

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
25 (19.6.1925)
Date
1925-06-19
Page
Seite 504 (sequence 16)
Language
German
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504 Das Jüdische Echo Nr. 25 spontane, ihn außerordentlich freuende Ehrung. Spire befindet sich augenblicklich auf der Reise nach Rumänien, die in Verbindung steht mit dem Projekte, geeignete jüdische Personen als Landarbeiter, Pächter und Bauern in gewissen Teilen Frankreichs zu kolonisieren. Zum 70. Geburtstag Prof. Gustav Dalmanns Jerusalem (J.T.A.). Die palästinensische Gelehrtenwelt beging am 9. Juni die Feier des 70. Geburtstags des berühmten Palästina-Forschers Prof. Gustav D a 1 m a n , der gegenwärtig wieder in Jerusalem weilt. Im Hause des Jubilars versammelten sich die Gelehrten zur Beglückwünschung. Ansprachen hielten der deutsche und der schwedische Konsul, Prof. Hertzberg im Namen des Deutschen Archäologischen Instituts, dessen Leiter Dalman einst war, Prof. Albright im Namen der amerikanischen Schule für Archäologie in Palästina, der Prediger der St. George-Kathedrale in Jerusalem Dr. Danby im Namen der Palästinensischen Orientalischen Gesellschaft, ferner Prof. Klein, Dr. Joseph Klausner und Prälat F e 11 i n g e r. —< Die Gelehrten begrüßten es, daß Verehrer Dalman’s in der ganzen Welt eine Aktion für die Schaffung eines Dalman-Inst’ituts für 'Palästina-Wissenschaft eingeleitet haben. Für Prof. Dalmanns Palästina-Institut an der Greifswalder Universität Berlin (J.T.A.). Aus Anlaß des 70. Geburtstages des hervorragenden christlichen Theologen Gustav Dal mann haben führende Gelehrte aus Skandinavien, England, Holland der Schweiz, Amerika und Deutschland einen Aufruf zu einer Gustav Dalmann-Stiftung erlassen. Die Stiftung soll dazu helfen, das von Dalmann ins Leben gerufene Palästina-Institut an der Greifswalder Universität zu einer Pflegestätte der Palästinakunde und der Geschichte und Religion des palästinensischen Judentums auszubauen. — Prof. Dalmann ist zurzeit auf einer Forschungsreise durch Palästina begriffen. Amtsjubiläum des Rabbiners Dr. Munk Berlin (J.T.A.). Der Rabbiner der Israelitischen Synagogengemeinde „A d a s s J i s r o e 1“ in Berlin, Dr. Esra Munk, beging dieser Tage das Jubiläum seiner 25jährigen Amtstätigkeit. Er wurde im Jahre 1900 nach dem Heimgange Rabbiner Esriel Hildesheimers zu dessen Nachfolger gewählt. Unter seiner Amtsführung hat die „Adass Jisroel“ an Ausbreitung ungeheuer zugenommen. Die Mitgliederzahl hat sich vervielfacht, drei neue Synagogen wurden gegründet und eine große öffentliche Schule mit über 600 Kindern ins Leben gerufen. Rabbiner Dr. Munk ist Vorsitzender des Zentralrates der Agudas Jisroel und stellvertretender Vorsitzender des traditionellgesetzestreuen Rabbinerverbandes in Deutschland. Seine Gemeinde, sowie zahlreiche Körperschaften mußten auf ausdrücklichen Wunsch des Jubilars von jeder Feier Abstand nehmen. Eine Jüdin erhält eine Professur an der Berner Universität Bern (J.T.A.). Laut amtlicher Veröffentlichung über die Verhandlungen des Regierungsrates vom Kanton Bern ist der Privatdozentin Frl. Dr. med. Sophie Getzowa, einer Jüdin, von der Berner Universität ein Lehrauftrag für experimentelle pathologische Anatomie erteilt worden. Abänderung des Schulgesetzentwurfs in Rumänien. — Die hebräische Sprache bleibt die Unterrichtssprache in jüdischen Privatschulen. Bukarest (J.T.A.). Die halboffiziöse Agentur „Rador“ teilt mit: Das Gesetz über Privatschulunterricht soll erst in der nächsten Session behandelt werden. Dieses Gesetz soll zwei wichtige Änderungen erfahren und zwar dahin, daß konfessionelle Schulen von Nichtrumänen auch Schüler anderer Konfessionen werden aufnehmen dürfen. Weiter sollen die jüdischen Schulen, die heute die hebräische Unterrichtssprache haben, diese behalten. / Die Abänderung des Gesetzentwurfs über die Privatschulen ist darauf zurückzuführen, daß der ursprüngliche Regierungsentwurf unter den Juden Rumäniens auf starke Gegenwehr gestoßen war. Die Judenheit in Altrumänien, sowie in den neuen Provinzen Beßarabien, Bukowina und Siebenbürgen war einmütig in der Abwehr des Anschlags auf die Freiheit der Schule. Es wurde ein Appell an den König gerichtet mit der Bitte, auf die Regierung einzuwirken, daß den Bestrebungen, die jüdische Schule zu vernichten, Einhalt geboten wird. Die Judenheit Siebenbürgens hielt in Oradea Mare (Groß-Wardein) eine Vertreterkonferenz ab, in welcher der Präsident der jüdischen Nationalversammlung Siebenbürgens auf die ungeheueren Gefahren des neuen Gesetzentwurfs für die jüdischen Schulen, Chadarim und Jeschiwas, hinwies. Ablehnung des Schulgesetzes in Litauen K o w n o (J.T.A.). Der litauische Sejm hat das Projekt, daß nur Schulen mit litauischer Unterrichtssprache vom Staate anerkannt und gestützt werden sollen, in zweiter Lesung abgelehnt. Somit ist die Gefahr, die dem hochentwickelten jüdischen Schulwesen in Litauen gedroht hat, vorläufig beseitigt. Rabbinerkonferenz in Litauen — Schwerwiegende Beschlüsse Kowno (J.T.A.). Dieser Tage fand in Kowno eine Zusammenkunft der Rabbiner Litauens statt, bei der 30 Rabbinate vertreten waren. Gegenstand der Beratungen bildeten die Organisierung der Rabbinate, Erziehung, Jeschiwoth usw. Da infolge der Zwangssonntagsruhe eine Anzahl jüdischer Händler ihre Läden an jüdischen Festtagen offen halten, wurde beschlossen, Personen. die den Sabbath nicht beobachten, von religiösen Funktionen auszuschließen, sie zur Thora nicht aufzurufen, ihnen die religiöse Trauungszermonie zu versagen und im Falle ihres Todes ein religiöses Begräbnis zu verweigern. Literarisches icho Neue „Hebräische Unterrichtsbriefe“ In der Reihe der Unterrichtsbriefe der Methode Toussaint-Langen scheidt sind soeben die beiden Bände „Hebräisch“ erschienen, herausgegeben von Prof. WiHing. Die Gelehrsamkeit und der Fleiß, die in einem solchen Werke stekken, sind bemerkenswert und zwar umsomehr, als der Stoff an sich schon sehr umfangreich ist — das Werk enthält nicht nur reinen Sprachunterricht, sondern zugleich altisraelit. Geschichts- und Bibelkunde —; aber auch, weil er einerseits nach wissenschaftlichen, andererseits zugleich nach praktisch - pädagogischen Gesichtspunkten

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