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Das jüdische Echo · 1925-06-12 · 24 (12.6.1925) · p. Seite 482

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
24 (12.6.1925)
Date
1925-06-12
Page
Seite 482 (sequence 18)
Language
German
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482 Das Jüdische Echo Nr. 24 Werken und Zeitschriften in deutscher Sprache zu versorgen. Zahlreiche Regierungen haben der Bibliothek Sammlungen von Büchern in der Sprache ihres Landes zum Geschenk gemacht und viele einzelne Freunde senden allwöchentlich eine Anzahl von Werken, die sie teils gesammelt, teils nach Listen der Bibliothek angeschafft haben. So erklärt sich der momentane Bücherzuwachs von durchschnittlich 1500 Bänden im Monat. Im letzten Halbjahr konnten der Bibliothek eine Reihe von großen Büchersammlungen einverleibt werden, wie die Bibliothek G o m p e r z und Meckler, Posnansky u. a. von je einigen tausend Bänden. Von besonderer Wichtigkeit war die Erwerbung der arabistischen Bibliothek von Professor Ignaz G o 1 d z i h e r durch die Zionistische Exekutive, die die Universitätsbibliothek auch zur größten arabischen Bibliothek des Landes machte. Zur Eröffnung der Universität wurde die Bibliothek mit reichen Spenden aus allen Teilen der Welt bedacht, über die an dieser Stelle in den letzten Wochen schon berichtet wurde. Auch die Gemeinde München hat in großherziger Weise die Universitätsbibliothek mit einem sehr wertvollen Geschenk bedacht. An Veröffentlichungen gibt die Bibliothek gegenwärtig zusammen mit der Universität die „Scripta Universitatis a t q u e Bibliothecae Hierosoly mitanarum“ heraus, von denen bisher zwei Bände Mathematik-Physik und Orientalia erschienen sind, ferner erscheint als Organ der Universitätsbibliothek die bibliographische Vierteljahrsschrift „K i r j a t h S e - pher“, von der bereits ein Jahrgang vorliegt — das erste Heft des zweiten Jahrgangs ist eben im Druck —, die außer einer Bibliographie aller palästinensischen Drucke (auch der nicht-hebräischen) und der im Galuth erscheinenden Jüdaica und Hebraica Veröffentlichungen aus den Handschriften der Bibliothek bringt. Die Raumfrage ist im Augenblick noch eine der schwierigsten. Die Bibliothek ist gegenwärtig in drei Gebäuden untergebracht, dem Hauptgebäude, der medizinischen Abtei- 1 u n g und dem Goldziherhaus. Das Hauptgebäude, das im Bezirk Sichron Mosche neben der Tachkemoni-Knabenschule gelegen ist, gehört der Loge Bne-Brith, die es der Bibliothek zur Verfügung gestellt hat. Dort ist alles noch ein wenig primitiv eingerichtet, die Beamten sitzen zwischen hohen Bücherregalen eingekeilt und müssen, um die in den obersten Reihen befindlichen Bücher zu erreichen, sich meterhoher Leitern bedienen. Das Hauptgebäude besteht aus zwei Stockwerken. Im untern ist das Büchermagazin gelegen und zwei kleine Arbeitsräume, die auch dicht mit Bücherregalen angefüllt sind, im oberen Stock befindet sich der Lesesaal, in dem über 600 Zeitschriften aufliegen und der von morgens 10 Uhr bis abends 8 Uhr stets mit Lesern besetzt ist. Im Vorraum des Lesesaals ist die Ausleihstelle und der Zettelkatalog untergebracht. Weit moderner ist das zweite Haus eingerichtet, das im vorigen Sommer für die Bibliothek Goldziher hinzugemietet wurde und das sich gegenüber dem Hauptgebäude befindet und mit demselben durch eine Haustelephonleitung verbunden ist. Dort werden außer der Bibliothek Goldziher die neuen Erwerbungen der Bibliothek untergebracht. Dank der Hilfe einiger Freunde sind dort bereits niedere Stahlregale nach amerikanischem Muster angebracht. Die dritte Abteilung, die medizinische Bibliothek, ist inmitten der Stadt gelegen und mit Hilfe eines Komitees amerikanischer Ärzte, das unter Leitung von Dr. Julius Jarcho in New York arbeitet, wunderschön ausgestattet. Dort liegen eine Anzahl englischer und amerikanischer Zeitschriften auf, sowie durch die Arbeit des Berliner medizinischen Komitees auch eine große Zahl deutscher medizinischer Zeitschriften. All die Sorgen um die Unterbringung der neuerworbenen Bücher werden in kurzer Zeit behoben sein, da die Wolffsohn-Stiftung beschlossen hat, der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek auf dem Skopusberge gegenüber dem Universitätsgebäude ein Haus zu errichten, in dem alle Abteilungen gemeinsam untergebracht werden sollen. Mit dem Bau des Hauses wird schon in allernächster Zeit begonnen werden können. Mit der Eröffnung der Hebräischen Universität sind die Aufgaben der Jüdischen National- und Universitätsbibliothek in beträchtlichem Maße gestiegen. Die Bibliothek muß den zur Arbeit an der Universität notwendigen Aooarat zur Verfügung stellen, wenn wir das Versprechen einlösen wollen, das wir der Welt an jenem großen Tage der feierlichen Eröffnung der Universität Jerusalem gegeben haben. Der Stab der Mitarbeiter an dieser großen über allen Parteien stehenden Aufgabe muß vergrößert werden. Zum Schlüsse sei noch erwähnt, daß die Juden Bayerns bis heute sich kaum an der Arbeit für die Bibliothek der neugegründeten Universität in Jerusalem beteiligt haben und der Wunsch ausgesprochen, daß sich recht bald die Freunde der Bibliothek zu einem Komitee oder einer Arbeitsgemeinschaft Zusammenschlüßen und sich mit der Bibliothek über die notwendigsten Aufgaben beraten. .035' Die echt jfriSeg_ PhilippopeV^^rrT~^^J^n3fschuK/ Vor minderwertigen Nachahmungen wird gewarnt. enthalten nur feinste Mischungen der edelsten bulgaritchen Qualitätstabake 858

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