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Das jüdische Echo · 1925-06-05 · 23 (5.6.1925) · p. Seite 457

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
23 (5.6.1925)
Date
1925-06-05
Page
Seite 457 (sequence 17)
Language
German
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Nr. 23 457 Das Jüdische Echo gramms und der Militärstatuten der Roten Armee. Larin warnte davor, die Sprachen der Minderheitsparteien, sei es auch jiddisch, in den Schulen zu unterdrücken und den Kindern der Minderheiten die Staatssprache aufzuzwingen, wie es in der Ukraine geschah. Die Ausführungen Larins wurden von dem Vorsitzenden des Zentralexekutivkomitees K a 1 i n i n sehr warm unterstützt. Der jüdisch-kommunistische Verband verbietet seinen Mitgliedern die kirchliche Taufe. Riga (J.T.A.). Angesichts der zahlreichen Fälle kirchlicher Taufe jüdischer Kommunisten, die Christinnen heiraten, erließ der jüdisch-kommunistische Verband einen Aufruf an seine Mitglieder, in welchem unter Ausschlußandrohung verboten wird, die Taufe zu nehmen und sich kirchlich trauen zu lassen, weil dies den Kommunismus mehr komprittiert, als wenn man bei seinem alten Glauben verbleibt. bildet ist. Aristoteles und Plinius haben die Gestalt des palästinensischen Löwen beschrieben. Vor kurzem wurde unter den Ruinen von Aarban das Bild eines Löwen gefunden, auf den die obige Beschreibung paßt. Mit dem Löwen von Wembley hat dies nichts gemein. Commander K enworthy erklärte unter allgemeiner Heiterkeit, er müsse darauf bestehen, daß der britische Löwe nichts anderes sei als der Löwe von Juda, das stehe historisch fest und es sei nichts daran. Der konservative Fragesteller mußte sich verschiedentliche witzige Bemerkungen über das von ihm aufgerollte „welterschütternde“ Problem gefallen lassen. Mr. Samuel griff in die Debatte nicht mehr ein. Baron Edmond Rothschild in Palästina Der seit Jahren so oft angekündigte Besuch des altehrwürdigen Barons Edmond Rothschild in Palästina ist nunmehr zur Tatsache geworden. Rothschild, der auf seiner eigenen ' Mir iSgS WKli;' M W ' m Im Hafen in Jaffa Ist der Löwe zu Wembley der jüdische oder der britische? London (J.T.A.). In der Sitzung des Unterhauses vom 11. Mai fragte Colonel R. Y. K. App- 1 i n (konservativ) den Minister für überseeischen Handel Mr. A. M. Samuel, ob auf dem Emblem der britischen Reichsausstellung zu Wembley der Löwe Judas die Stelle des britischen Löwen eingenommen hat und warum diese Änderung in der traditionellen Form des britischen Löwen gemacht worden ist. Mr. Samuel erwiderte, er müsse beide Teile der Anfrage mit einem Nein beantworten. Darauf bemerkte Lieut. Commander Kenworthy (liberal): Weiß denn nicht der geehrte Gentleman, daß -der Löwe im Wappen Englands der Löwe von Juda ist und daß die Könige von Schottland sich stets ihrer direkten Abstammung von den Königen Judas rühmten? Mr. Samuel erwiderte, dies stimme nicht, der Löwe von Wembley ist keineswegs dem Löwen von Juda ähnlich. Der Löwe von Juda hat den asiatischen Löwen zum Vorbild, dessen Körper gedrungener ist, und der eine krausere Mähne hat als der Löwe, der im Emblem von Wembley abge- Yacht reist, landete in Tanturah, einem kleinen Hafenort neben Sichron Jacob, einer der von Rothschild gegründeten palästinensischen Kolonien. In Sichron Jucob wurde Baron Rothschild ein begeisterter Empfang bereitet, an dem auch Herbert Samuel und Nahum S o k o 1 o w teilnahmen.. Baron Rothschild hat bisher die Kolonien Sichron Jacob, Rischon-le-Zion und Petach Tikwah besucht. Für den 17. Mai wurde er in Tel-Awiw erwartet, danach soll er den Galil besuchen. Baron Rothschild dürfte gegen drei Wochen in Palästina verbleiben. Juden und Araber vereinigt am Grabe des Rabbi Meir Baal haness Jerusalem (J.T.A.). Mehr als 5000 Juden und etwa 2000 Araber versammelten sich am 7. Mai, am Sterbetage des berühmten Rabbi Meir Baalhaness (Meir der Wundertäter), an dessen Grabmal. In malerischer Prozession schritten die Pilger zum Grabmal des großen Rabbi. An der Prozession nahmen der Vizegouverneur des palästinensischen Norddistrikts, der moslemitische Mufti, zahlreiche arabische und jüdische Notabein, sowie Touristen aus Euro-

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