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Das jüdische Echo · 1925-06-05 · 23 (5.6.1925) · p. Seite 453

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
23 (5.6.1925)
Date
1925-06-05
Page
Seite 453 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 23 Das Jüdische Echo 455 Die New Yorker KH - Kampagne ist zu Ende. Aller Augen sind jetzt auf die führende KH-Stadt Amerikas gerichtet: Philadelphia, wo am 10. Mai der 350 000 Dollar-Drive eröffnet wurde. Am Eröffnungs-Diner sollten Louis M a r s h a 11 wie auch Dr. M a g n e s teilnehmen. An dieser größten KH-Kampagne Philadelphias beteiligen sich gegen: 1000 Mitarbeiter. In Los Angeles ist es Bernard Stone gelungen, die Mitarbeit der Filmindustrie für den Keren Hajessod zu gewinnen. Am 4. Mai hielt Dr. Wise in Los Angeles eine Massenversammlung ab, der über 2000 Personen beiwohnten. Für das am 24. Mai stattfindende Abschieds-Diner ist Maurice Samuel als Hauptredner vorgesehen. Als Minimum für Los Angeles werden Doll. 75 000 in bar erwartet, der größte KH-Beitrag den Los Angeles je geleistet hat. Texas verspricht» binnen kurzem außer den bereits überwiesenen Doll. 25 000 nochmalige Doll. 25 000 zu senden. Außerdem ist beschlossen worden, während der hohen Feiertage die noch nicht besuchten Städte dieses Staates zu bearbeiten, um weitere Dollar 25 000 aufzubringen. Erfolgreich arbeitet auch Minneapolis, das bisher Doll. 30 000 erzielte und auf Doll. 40 000 kommen dürfte. Die Kampagne in Atlantic City für Doll. 25 000 wurde mit einer Konferenz eingeleitet; auf der als Hauptredner ein bekannter Reformrabbiner, Rabbi Henry M. Fisher, sprach, der bis dahin nichts mit der Bewegung zu tun haben wollte, bis ihn seine kür'zliche Reise nach Erez Israel zu einem begeisterten Vorkämpfer der zionistischen Bewegung bekehrt hat. Das Eröffnungsdiner in Providence brachte an Ort und Stelle Doll. 21 500 ein, davon der größte Teil in bar. Auch in Baltimore wurde eine Kampagne- Woche eröffnet. (Ziko.) Die amerikanische Europa «Hilfe 15 Millionen Dollar N e w Y o r k (J.T.A.). Der .Präsident des Joint Distribution Committee Mr. Felix M. Warburg teilte dem J.T.A.-Vertreter am 20. Mai mit, daß seine Organisation im kommenden Herbst eine neue Kampagne zwecks Wiederaufnahme der Hilfstätigkeit für die Juden Osteuropas und zwecks Durchführung des jüdischen Kolonisationswerkes in Rußland einleiten wird. Das Ziel der Kampagne ist die Aufbringung von fünfzehn Millionen Dollar für die genannten Zwecke. Die Kampagne wird Mr. David A. Brown leiten, der schon die vierzehneinhalb Millionen Dollar-Kampagne für europäische Hilfe erfolgreich durchgeführt hat. Die neue Summe von fünfzehn Millionen Dollar soll binnen drei Jahren aufgebracht werden. Mr. David A. Brown, der gegenwärtig nach einer Tour durch die jüdischen Kolonien in der Ukraine und der Krim sich auf der Rückreise nach den Vereinigten Staaten befindet, sandte Herrn Warburg ein ausführliches Telegramm, in welchem er das Werk der jüdischen Landsiedlung in Rußland als sehr aussichtsreich bezeichnet. Berlin (J.T.A.). Wie schon mitgeteilt, hat sich vor kurzem in den Vereinigten Staaten ein Komitee für Hilfe an die Juden Osteuropas neu gebildet. Das Komitee hat beschlossen, angesichts der steigenden Not unter der Judenheit Osteuropas sofort eine neue großzügige Hilfsaktion einzuleiten. Jüdische Persönlichkeiten und Institutionen in Berlin haben nunmehr das folgende Telegramm nach New York abgesandt: „Hocherfreut über den Beschluß der amerikanischen Judenheit, die Hilfsaktion für den jüdischen Osten zu erneuern, senden wir unseren herzlichsten Glückwunsch und die Versicherung, daß auch die europäische Judenheit ihr Bestes tun wird.“ Unterschrieben sind: Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee; Eugen C a s p a r y, Vorsitzender der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden; Geheimer Justizrat Timendorfer; Professor Dr. Brutzkus; Staatsrat Teitel, Vorsitzender des Verbandes russischer Juden; Alfred Berger und Sch. Rudel vom Arbeiterfürsorgeamt der jüd. Organisationen. Jüdische Gemeinden in Zentral- Europa für den Äufbau Palästinas Anläßlich der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem hat eine große Anzahl jüdischer Gemeinden der ganzen Welt größere Beträge für den Palästina-Aufbau zur Verfügung gestellt. In Zentral-Europa haben im Jahre 1925 folgende Gemeindeverwaltungen Beiträge für den Keren Hajessod bewililgt: Berlin Mk. 10 000.— für die Unterstützung ausländischer Forschungsinstitute, unter besonderer Berücksichtigung des Judaistischen Instituts der hebräischen Universität; Beuthen Mk. 600.—; Brünn Kc. 10 000—■; Bukarest Lei 200 000.— für die Universität; Danzig Gld. 3000.—; Frankfurt/Main Mk. 300.— für die Universität; Hamburg Mk. 3000.— für allgemeine Palästinazwecke, davon einen erheblichen Teil für den Keren Hajessod; Hindenburg Mk. 200.—■; Königsberg Mk. 100.—; Köln Mk. 1000.—; Leipzig Mk. 500.—■; Magdeburg Mk. 200.—'; Mähr. Ostrau Kc. 20 000.—; Neutitschein Kc. 400.—; Olmütz Kc. 1600.—; Prag Kc. 10 000.—; Treplitz-Schönau Kc. 3000.—; Wien öst. Sh. 20 000.—. In der Bukowina haben fast alle Kultusgemeinden Beiträge für den Keren Hajessod bewilligt. Die neugewählte Münchener Israelit. Gemeindevertretung Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde München hatte am 4. Mai die Wahlen zur Gemeindevertretung für den bis Ende 1928 sich erstreckenden Wahlabschnitt auf den 7. Juni 1925 ausgeschrieben. Als spätester Termin für die Einreichung von Vorschlagslisten war der 20. Mai festgesetzt. Die einzelnen Parteien haben sich dahin geeinigt, daß die Zahl der Mandate im bisherigen Verhältnis aufrecht erhalten bleibt, sodaß die neue Vertretung sich wiederum aus 16 Liberalen, 5 Zionisten und 3 Orthodoxen zusammensetzt. In Anbetracht dieser Aufrechterhaltung des Status quo ante wurde nur eine Vorschlagsliste eingereicht, sodaß die auf dieser Liste vorgeschlagenen Personen als gewählt gelten. Mit ganz geringen Ausnahmen wurden die Ausscheidenden wiedergewählt. Die eingereichte Einheitsliste enthält folgende Personen: 1. Gruppe: Max Apfel, Isaak Bacharach, Sanitätsrat Dr. Baron, Justizrat Eugen Beer, Julius Bloch, Geh. Justizrat Dr. S. Dispecker, Frau Hermine Ellinger, Justizrat Dr. Julius Heilbronner, Dr. Karl Löwenthal, Dr. Karl Österreich, Isidor Popper, Frau Lucie Reinemann, Direktor Dr. Her-

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