Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 22 (29.5.1925)
- Date
- 1925-05-29
- Page
- Seite 428 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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428 Das Jüdische Echo Nr. 22 rührte auch die Frage des Aufbauwerkes in P a - 1 ä s t i n a. „Unser traditionelles Interesse an dem Wiederaufbau Palästinas ist durch die neuerliche Entwicklung noch weiter gestärkt worden. Wir haben die Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem begrüßt und unser Palästina-Komitee, dessen Vorsitzender Dr. A. A. N e u m a n n ist, aufgefordert, Mittel und Wege zur Förderung des geistigen Lebens in Palästina zu studieren. Unser Exekutiv-Rat hat die Anregung, in Palästina ein religöses Zentrum der Weltjudenheit und eine Welt-Jeschiwah zu errichten, gebilligt.“ Die Delegierten erhoben sich zur Ehrung des Andenkens des Begründers der Vereinigten Synagogen Prof. Dr. Solomon Sch echter und der Begründerin der Frauenliga Mrs. Sch echter von ihren Sitzen. Aus dem Finanzbericht ging hervor, daß im vergangenen Jahre 88 000 Dollar dem Seminar zwecks Gründung eines Lehrstuhls für Theologie zum Andenken an Prof. Solomon Schechter, sowie 30 000 Dollar für ein Studentenhei m in New York gegeben wurden. Rabbi J. Weis -New York appellierte an die Konferenz, das amerikanische Pro-Falascha-Komitee zur Rettung der abessynischen Juden zu unterstützen. Es besteht der Plan, Lehrer und Führer der Falaschas in Palästina zu erziehen. Die Konvention stimmte dem Antrag zu. Rabbi Israel G o 1 d s t e i n referierte über die Tätigkeit der Jugendliga der Vereinigten Synagogen. Die Präsidentin der Frauenliga Mrs. Charles I. Hoffm a n n berichtete über die Tätigkeit der F rauen 1 i g a , die 25 000 Mitglieder zählt. Die Finanzen der Frauenliga sind so geordnet, daß an eine weitere vertieftere Tätigkeit geschritten werden kann. Die Liga ist dem Internationalen Frauenrat der Vereingten Staaten zwecks Förderung der Friedensarbeit beigetreten. Auch arbeitet die Liga mit der allgemeinen jüdischen Frauenorganisation zusammen. Es wurde hierauf in die allgemeine Diskussion eingetreten. * Atlantic City (J.T.A.). Die 13. Konvention der Vereinigten Synagogen Amerikas hat Rabbi Elias L. Solomon einstimmig zum Präsidenten der Vereinigten Synagogen wiedergewählt. Die Konvention forderte den Exekutiv-Rat auf, mit den anderen in der Friedensbewegung tätigen Körperschaften gemeinsam für die Sicherung des Völkerfriedens zu arbeiten. Eine sehr bewegte Debatte fand bei der Erörterung des E r - Ziehungsproblems statt. Der Präsident des jüdisch-theologischen .Seminars Dr. Cyrus Adler sprach gegen die von Ku Klux Klan ausgehende Bewegung, alle Kinder ausnahmslos in die staatliche Volksschule zu schicken; es müsse, sagte er, die Freiheit jeder Gemeinschaft, ihre eigenen Schulen zu .erhalten, verteidigt werden. Rabbi Elias M a r g o 1 i s klagte über die Verweltlichung des jüdischen Erziehungsweqen(s. Rabbi Alter Lande s m a n , Direktor des hebräischen Instituts in Brownsville-New York verteidigte die neue Richtung, indem er darauf hinwies, daß die heutige Jugend schon im frühen Alter mit den Sorgen des Lebens belastet ist. Man kann sie am besten bei der Religion erhalten, wenn man sie durch weltliche Mittel an 'die Schulen und Religionskurse fesselt. Von der Änglo- Jewish-Ässociation London (J.T.A.). Am 10. Mai trat die Anglo- Jewish Association unter dem Vorsitz ihres Präsidenten O. E. d’Avigdor Goldsmid zu einer Sitzung zusammen. Es entspann sich eine längere Debatte über den Antrag, Rabbiner Dr. Samuel D a i c h e s als Mitglied des Rates zu kooptieren. Herr Harry Cohen trat sehr schwach dem Antrag entgegen und führte aus, die Ansichten Rabbi Daiches’ wären denjenigen der Association scharf entgegengesetzt, er fuße nicht auf den Prinzipien und Traditionen der englischen Judenheit; man dürfe es nicht zulassen, daß die Association von einem ehrgeizigen, ausländischen jüdischen Element beherrscht werde. Eingedenk des langwierigen Emanzipationskampfes der Juden in England bitte er Dr. Daiches abzulehnen. Herr Prag führte aus, die Anglo-Jewish Association hätte nie geographische Unterschiede solcher Art gemacht. Männer und Frauen aller Schattierungen hätten in ihrer Mitte Platz. Herr J. Selig m a n n führte aus, gerade die Tatsache, daß Dr. Daiches sich mit solcher Energie der Untere drückten ausländischen Juden annimmt, empfehle ihn für die Würde eines Ratsmitglieds. Dr. Daiches wurde einstimmig gewählt. Herr O. E. d’Avigdor Goldsmid erstattete Bericht über den Verlauf der Feier der Universitätseröffnung in Jerusalem, bei welcher er die Association repräsentiert hat. Worte sind nicht imstande, sagte er, den hehren Verlauf der Zeremonie zu beschreiben. Keiner der achttausend Anwesenden werde jenen Nachmittag vergessen. Jeder fühlte, daß in Palästina eine neue Renaissance der hebräischen Kultur begonnen hat. Jeder wünscht dieser Bewegung vollen Erfolg. Es wurde sodann der Bericht des auswärtigen Komitees verlesen, aus welchem hervorgeht, daß gegen die Verfolgung des jüdischen Religionsunterrichts in Rußland bei der Die echt Phiflppopejg^TU | chuVV ^NCV^ Vor minderwertigen Nachahmungen wird gewarnt. enthalten nur feinste Mischungen der edelsten bulgarischen Qualittttstabake 858