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Das jüdische Echo · 1925-05-22 · 21 (22.5.1925) · p. Seite 404

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
21 (22.5.1925)
Date
1925-05-22
Page
Seite 404 (sequence 12)
Language
German
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404 Das Jüdische Echo Nr. 21 nennen will, darf vor Not und Entbehrung nicht zurückschrecken. Und weiter beklagen unsere Weisen die Folgen der Treulosigkeit, welche sich so oft in unserem Volke zeigen und mahnen an die Worte, welche Boas an Ruth richtet, „gehe nicht auf ein fremdes Feld, um Ähren aufzulesen“, dem eigenen Felde die Treue zu bewahren. Wir sehen mit Freude, wie so viele wertvolle Kräfte unserer Jugend am Werke sind, in mühevoller Weise sich der Verwirklichung unserer nationalen Ideale zu widmen und wünschen nur, daß sie nicht vergessen mögen, auch die Ideale hochzuhalten, welche unseren Vorfahren in Zeiten der Not und Bedrängnis den Halt und die Stütze gewährten, ihrem Volke die Treue halten zu können. I v r i. Konstitution des Kuratoriums der Hebräischen Universität Am 12. April fand in Tel Aviv im Hause von A c h a d H a a m die konstituierende Sitzung des Kuratori u m s der Hebräischen Universität statt. Außer Aclmd Haam waren anwesend Dr. Weizmann, S o k o 1 o w , B i a 1 i k und Dr. Ma g n e s , die zusammen mit den Herren Felix Warhurg, Sir Alfred M ond, James de Rothschild und Professor Einstein das gegenwärtige Kuratorium der Universität bilden. Namens der Zionistischen Organisation teilte der Vorsitzende Dr. Weizmann mit, daß die Zionistische Exekutive beschlossen habe, die Verwaltung aller Universitätsangelegenheiten einem unabhängigen Kuratorium zu überantworten, dein sie auch das gesamte Eigentum sowie alle Rechte und Verpflichtungen wegen der Universität überträgt. Das Eigentum der Zionistischen Organisation, das dem neuen Kuratorium übertragen wird, schließt den auf den Namen des Keren Kajeineth eingetragenen Boden und die auf den Namen des Keren Hajessod eingetragenen Gebäude auf dem Scopus ein; ferner die Einrichtung des Chemischen Institutes, Werkstätten, Kraftstation, die Bibliothek des Chemischen Instituts und das Eigentum des Mikro-biologischen Instituts. Auf Vorschlag des Dr. Weizmann beschloß das Kuratorium, mit dem Komitee amerikanisch-jüdischer Ärzte eine Abmachung zu treffen, wonach auch das Mikro-biologische Institut der allgemeinen Verwaltung des Kuratoriums unterstellt wird. Die Zionistische Organisation überträgt dem Kuratorium ferner die Universitätsbibliothek, die sie mehrere Jahre unterhalten hat, desgleichen verschiedene Fonds, Schenkungen, Stiftungen, daunter die regelmäßigen Beiträge des Keren Hajessod, des Komitees der amerikanischjüdischen Ärzte usw. Auf -Vorschlag von Dr. Weizmann wurde Dr. M a g n e s für die Dauer eines Jahres zum Vorsitzenden des Kuratoriums ernannt. Es wurde beschlossen, sobald als möglich an die Errichtung des Palästinensischen Nalurgeschichtliclien Institutes, als der vierten naturwissenschaftlichen Abteilung zu schreiten; die anderen drei sind das Chemische, das Mikro biologische und das vorgeschlagene Einstein- Institut für Mathematik und Physik. Es ist geplant, daß die landwirtschaftliche Versuchsstation der Zionistischen Organisation einen Teil des für das neue Institut benötigten Lehrkörpers stellen soll. Es wurde angekündigt, daß das Kuratorium die weitere Entwicklung der Universität nach der humanistischen Seite durch Ausbau der Einrichtungen für jüdische und orientalische Wissenschaften plant. Die Wolfsohn-Stiftung bereitet einen Wettbewerb für den Bau der Universitätsbibliothek vor. Ein Komitee wurde ernannt, das die Publikationen der Hebräischen Universität vorbereiten soll. Soweit möglich, soll nach Maßgabe der verfügbaren Mittel für den Universitätsbau der von Professor G e d d e s entworfene Plan maßgebend sein, auch soll Geddes eingeladen werden, als beratender Architekt zu fungieren. Weizmann erklärte, daß er sich bemühen werde, in Europa 50 000 Pfund Sterling für die ersten Ausgaben aufzubringen, um damit die ungehemmte Entwicklung der Anstalt zu gewährleisten. Die Joseph Fels-Stiftung New York. (J.T.A.) Der Gouverneur von New York hat laut amtlicher Bekanntgabe der Joseph Fels-Stiftung die Legalisation erteilt. Die Stiftung bezweckt: Aufklärung der jüdischen und der nichtjüdischen Welt über die Geschichte und die Mission Israels; physische Ansiedlung von Juden in Palästina auf unpolitischer Grundlage; Wiederaufbau und Förderung des jüdischen Lebens in Palästina, sodaß dort ein Zufluchtsort für unterdrückte Juden, sowie ein Erziehungs- und Kulturzentrum für die Juden der ganzen Welt entstehen solle; Förderung der religiösen und ethischen Gedanken in der Welt, zugleich auch Besserung der wirtschaftlichen Bedingungen; Förderung der menschlichen Höherentwickelung. Präsidentin der Stiftung ist die Gattin des verstorbenen Joseph Fels, Vizepräsident ist Mr. Alex Aaronsohn, Schatzmeister Mr. Maurice Fels, Sekretär Professor Louis Wallis. In einem Interview mit dem J.T.A.-Vertreter sagte Mrs. Fels: Vor dem Krieg waren mein iDenken und meine Arbeit mehr kosmopolisch als national eingestellt. Die neue internationale Lage hat mich eines anderen belehrt. Ich glaube an die ffiomrien^ffiirwidetsei JfßBconjßhiveudleEei t /

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