Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 19 (8.5.1925)
- Date
- 1925-05-08
- Page
- Seite 363 [361] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 19 Das Jüdische Echo 363 Gemeindliche Lehrkurse Samstag, den 9. Mai, abends 9 Uhr im Biblioteksaal der Gemeinde: 5. (vorletzter) Vortrag von Dr. Max Mayer über die n e u hebräische Poesie. Thema: Liebeslyrik und religiöse Romantik. Samstag, 16. Mai: 6. (letzter) Vortrag: Thema: Titan ismus in der neuhebräischen Poesie. Hebräische Kurse München Die Kurse sind wie folgt festgesetzt: Zeit So Mo Di Mi Do Fr Sa 6.30 — 7.30 früh — III Ilb Ila III Ilb 1 _! 10.30—12 früh jQr. -1- 5 — 6-30 nachmittags -1 Kl. 6 — 7 abends Ij! — — Ia — — 7—8 abends — lila A Ib — — — 8 — 9 abends — Ib A B - — — 9 — 10 abends — 1- — B — - — Ia =: Anfängerkurs für Erwachsene. Ilb — Anfängerkurs für Erwachsene. Ila — Bisheriger Anfängerkurs (Gruppe Beer). Ilb — Bisheriger Anfängerkurs (Gruppe Davidsohn) III Bisheriger fortgeschrittener Kurs. A leichter Bibelkurs (Richter, Ruth). B — Bibelkurs für Geübte (Hiob). Gr. — Kurs der historischen hebr. Grammatik. Kl. — Klub für Hebräischsprechende. Unterrichtslokal: Ottostraße 2. Anmeldung täglich von 9—12 Uhr und 3—6 Uhr im Unterrichtslokal. Gemeindenu. Vereins-Echo Zionistische Ortsgruppe München. Donnerstag, den 14. Mai W8 Uhr im Saal des Kunstgewerbehauses, Pfandhausstr. 7: Neue Eindrücke aus Palästina, berichtet von Robert Beer, Dr. M. J. G u t m a n n, Jakob Reich, sowie N. und I. Sturm mit Aussprache und Beantwortung von Anfragen. Jüdischer Kulturverein J. L. Perez, München. Am Samstag, den 9. Mai findet eine Mitgliederversammlung im kl. Sitzungssaal der Gemeinde, Herzog Maxstr. 5/1 Rckgbd., abends 9 Uhr statt. Es werden die Einzelheiten unserer Lag Beomer- Feier festgelegt. Am Lag-Beomer, Montag, 11. Mai 1925, abends 8 Uhr veranstalten wir einen Theaterabend mit künstlerischen Darbietungen und Tanz in den oberen Sälen des Kolosseum, Eingang Jahnstr. Es gelangen zur Darstellung, ein Drama von David Pinski, ein humoristischer Monolog von S c h 0 1 e m A 1 e j e h e m und Musik- Darbietungen. Ab V210 Uhr Tanz. Büfett. Siehe auch Annonce. Die Vorstandschaft. Schachklub Lasker. München. Wir machen unsere Mitglieder auf die am Montag, den 11. Mai abends 8 Uhr stattfindende Lag-Beomer-Feier (Theaterabend mit Tanz) d.es „Jüd. Kulturvereines J. L. Perez, im Kolosseum, Eingang Jahnstr. aufmerksam. Donnerstag, den 14. Mai sollen sämtl. Mitglieder erscheinen. An diesem Abend feiern wir das 5 jährige Bestehen unseres Klubs. Zugleich findet die Preisverteilung an die Sieger im Wintertournier statt. Gäste willkommen. Jüdischer Jugendverein München. Die im folgenden angekündigten Vorträge sollen die ersten Zeichen dafür sein, daß es gelungen ist, weitere Kreise der Münchner jüdischen Jugend für den J. J.-V. zu interessieren. Donnerstag, den 14. Mai 8 Uhr Bibliotheksaal: Referatabend Hermann Sali n g e r über Neutralität. Donnerstag, den 21. und 28. Mai: Robert Beer: Meine Eindrücke in Palästina; zwei Vorträge mit Lichtbildern, 8 Uhr Bibliotheksaal. Der bereits angekündigte Ausflug nach Grünwald wird auf Sonntag, den 17. Mai 2 Uhr Ostfriedhof verlegt. Der Vorstand. Berlin. In diesen Tagen wurde hier das 104. Semester am Rabbinerseminar eröffnet. Acht Hörer, sämtlich im Besitz des Abiturientenzeugnisses eines humanistischen Gymnasiums oder einer Oberrealschule, sind neueingetreten. Die Eröffnungsvorlesung hielt Herr Dozent Dr. S, G r ü n b e r g. Er sprach über die „Namensbe- £eichnungen, für das jüdische Volk“ und berichtete in höchst interessanten Ausführungen auf Grund von grammatisch-exegetischen Belegen und geschichtlichen Nachweisen über die Bedeutung der Namen „Hebräer“, „Israeliten“ und „Juden“ nach ihrer theologischen, kulturhistorischen und politischen Entwicklung. Ferner begannen die talrnudi'schen Vorlesungen, wie seit vielen Jahren üblich, mit einem großzügigen und weit angelegten halachischen Vortrag des Dozenten Rabb. Dr. Weinberg, übet eine Reihe von grundlegenden Begriffen über das Wesen des Aktes der ‘ Übergabe eines Scheidebriefes als Einleitung für den Traktat Gittin, der in diesem Sommer in beiden Talmudabteilungen behandelt werden soll. Berlin. In den Kreisen der jüdischen Wohlfahrtspflegerinnen und Sozialbeamtinnen besteht seit langer Zeit der Wunsch, sich zu einer Vereinigung analog dem Verband der evangelischen und katholischen Wohlfahrtspflegerinnen zusammenzuschließen. Um einen solchen Verband zu konstituieren, findet am 10. Mai 1925 eine Besprechung aller beruflich arbeitenden Sozialbeamtinnen, Fürsorgerinnen, Erzieherinnen usw. statt. Berlin. In einer der letzten Nummern wurde der Plan mitgeteilt für den Kursus für Heilpädagogik, den die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden mit dem Wohlfahrtsamt der Jüdischen Gemeinde und der jüdischen Hilfe für das jüdische Kind veranstaltet. Für die einzelnen Vorlesungen sind hervorragende Persönlichkeiten gewonnen worden. (Dr. med. et phil. Eliasb e r g, München, Facharzt für Sprach- und Nervenkrankheiten) Prof. Dr. med. F. Schneers 0 h n , Direktor Bein, Heim für geistig zurückgebliebene Kinder Beelitz, Rektor Ratz (Heilpädagogischer Kursus Brandenburg) Dr. K ü n k e 1 (Verein für Individualpsychologie) Oberstudienrat Franz H i 1 k e r). Besichtigt werden di«e Heime: Erziehungsheim Lindenhof, Taubstummenanstalt Weissensee, Oskar-Helene-Heim (für Heilung und Erziehung gebrechlicher Kinder), Erziehungsheim Struvenshof, Wilhelmshagen, Schloß Ketschendorf u. a. Der Kursus beginnt am 15. Mai und dauert