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Das jüdische Echo · 1925-05-08 · 19 (8.5.1925) · p. Seite 360 [358]

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
19 (8.5.1925)
Date
1925-05-08
Page
Seite 360 [358] (sequence 21)
Language
German
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360 Das Jüdische Echo Nr. 19 Am 6. Mai Beginn der agudistisch-zionistischen Konferenz Berlin. (J.T.A.) Am Sonntag, den 3. Mai, begeben sich die Delegierten der Weltorganisation Agudas Jisroel nach London, wo sie mit Vertretern der zionistischen Organisation, geführt von Dr. W e i z m a n n, über die Frage des Eintritts der Agudas Jisroel in die Jewish Agency verhandeln werden. Die Agudah-Abordnung wird am 4. Mai in London eintreffen. Die Vertreter der Agudah sind: der Präsident der Weltorganisation Agudas Jisroel Dr. Pinchas K o h n, der Vorsitzende der politischen Exekutive Herr Jacob Rosenheim, Rabbi H o r o w i t z aus Jerusalem, Herr S. Guggenheim aus Basel, Herr J. Holländer aus Frankfurt a. M., der neulich als Führer der Agudah-Abordnung in Palästina An den Beratungen wird dann auch der Se..,ctär der politischen Exekutive der Agudah, Mr. H. A. Goodmann, London, teilnehmen. Die sephardischen Juden Laut „Haaretz“ gibt das sephardische Komitee in Palästina die Zahl sämtlicher Sephardim in der Welt mit 1 410 000 an. Auf 110 000 Juden Palästinas kommen 37 700, also ungefähr ein Drittel Juden orientalischen Ursprungs; davon wohnen in Jerusalem gegen 20 000, in Tel Awiw 6000, Tiberias 4500. Haifa 3800, Hebron- 270, Safed 125 und in den Kolonien gegen 3000. (Ziko.) Rücktritt Ben Awis von der Leitung des „Doar Hajom“ Der ,,D o ar Hajo m“ veröffentlicht ein Schreiben seines Chefredakteurs Ben A w i, worin dieser 'mitteilt, daß er infolge von Unstimmigkeiten mit den anderen Redaktionsmitgliedern bezüglich des weiteren Verhaltens in Angelegenheit der Artikel „Wir klagen an!“ als Chefredakteur des „Doar Hajom“ zurücktritt. Ben Awi soll, wie der „Haaretz“ meldet, verlangt haben, daß der „Doar Hajom“ sich bei Dr. Rupp i n entschuldigt und die in der erwähnten Artikelserie gegen Dr. Ruppin erhobenen Vorwürfe widerruft. Ben Awi soll sich in den nächsten Nestor Gianadis Cigaretten Tagen nach London begeben. Als Chefredakteur des „Doar Hajom“ zeichnet nunmehr A 1 m a 1 i a h* (Ziko.) Weihe der britischen Kriegsgefallenen-Friedhöfe in Palästina Jerusalem. (J.T.A.) Am 28. April wurden die Friedhöfe der britischen Kriegsgefallenen in Gaza und Deir-al-Belah, wo etwa 19 000 Kriegstote begraben sind, durch den englischen Bischof in Jerusalem Dr. Rennie Mac Innes eingeweiht. Der Zeremonie wohnten Oberkommissar Sir Herbert Samuel und Feldmarschall Lord Allenby, der Eroberer Palästinas und etziger britischer Oberkommissar für Ägypten, bei. Lord Allenby, der in Feldmarschalluniform erschienen war, sagte in seiner Ansprache, die christlichen, inohamedanischen und jüdischen Soldaten haben alle ihre Pflicht bis zum letzten erfüllt. Nach Schluß der Feier kehrten die beiden Oberkommissare nach Jerusalem zurück. Lord Allenby ist in Jerusalem Gast Sir Herbert Samuels. Die Friedhöfe in Gaza und Deir-al-Belah trragen an ihren Eingängen auf Grund eines Beschlusses der Beratenden Körperschaft die folgende Inschrift: „Der Boden, auf welchem dieser Friedhof sich befindet, ist ein freies Geschenk des Volkes von Palästina als ewiger Ruheort der Truppen der Alliierten, die im Kriege 1914/1918 gefallen sind und hier ruhen. Mr. S. E. Lamport über die Fortschritte in Palästina Wien. (J.T.A.) Seit einigen Tagen weilt in Wien auf der Rückreise aus Palästina Mr. S. E. Lamport, einer der führenden Industriellen Amerikas und früherer Vizepräsident des Joint Distribution Committee. Mr. Lamport, der dem engeren Freundeskreise des Präsidenten Coolidge angehört, äußerte sich gegenüber einem Mitarbeiter der „Wiener Morgenzeitung“ in enthusiastischer Weise über seine Eindrücke in Palästina. Dann setzte er fort: Was die Möglichkeiten für die künftige Entwicklung1 Erez Israels betrifft, so lege ich als konservativer Handelspolitiker auch hier einen konservativen Maßstab an. Ich bin für die nächsten Jahre gegen eine überstürzte Masseneinwanderung. Ich wünsche eine jährliche Einwandererzahl von 10 000 bis 15 000. Das Wichtigste an Palästina ist sein Boden und die Naturschätze, die er trägt. Diesen Boden zu erwerben und die Kräfte aus ihm hervorzuholen, muß als die erste und wichtigste Aufgabe angesehen werden. Dem müßte sich auch die Industrieaktion anpassen. Es ist die Pflicht eines jeden Juden, den Nationalfonds und1 den Keren Hajessod unausgesetzt zu stärken. Als Delegierter des amerikanisch-jüdischen Studentenverbandes Menorah überbrachte Mr. Lamport der hebräischen Universität die Balfourbüste des berühmten Bildhauers Glicenstein und spendete 30 000 Dollar für die Universität. Die Austrocknung der Kischon-Sümpfe Die soeben zum Abschluß gelangte Untersuchung der Möglichkeit der Austrocknung der Kischon- Sümpfe hat ein günstiges Ergebnis gezeitigt. Die inzwischen erfolgten neuen Landkäufe im westlichen Teil des Emek haben das Problem wesentlich vereinfacht und die Rentabilität der Trockenlegung der Kischon-Sümpfe günstiger gestaltet. Ein Plan für die Trockenlegung und die Verwendung des freiwerdenden Wassers für Bewässerungszwecke wird derzeit ausgearbeitet. Mit der Entsumpfung des ganzen Terrains dürfte in absehbarer Zeit begonnen werden. (Ziko.)

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