Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 19 (8.5.1925)
- Date
- 1925-05-08
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
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356 befaßt und sich der holländischen auf diese ganisation und Person dungsversammlung fanc dam statt. An ihr hi sehen Welthilfskonferei cutive Rechtsanwalt Di teilgenommen. Den Vc Onderwijzer, da.' Universitätsprofessor E Leyden) übernommen. 1 liehen um die Durchfü 1. methodische Hilfeleis jüdischer Gruppen, Ko -j - iiü 3ofef ©üb ObJjen&eimet, ©efjeimen ^inangmt unb föabinettgftöfol be£ £)etgog3 ftatl Qlle^anöet Don Württemberg, benfelben „3ub ©üft“, ben bor fcunbert 3af)ten Wilhelm §aujf in ben QMtetyunM einer feiner deinen @rgät)lungen geftellt f>at, t)Qt ßion Seuc&t« langer gum gelben eines* großen Vomans* gemacht. QHjo ein neuer t)iftorifd)er Vornan? 3a unb nein. Qttte:* ©efc6irf)ttirf)e ftimmt. unb atte^ ®efd)id)tUd)e toirb QInfd)auung bon ftärlftem Seben, bie geheimnisvolle Verfettung bes* ©d)i#üs* bon 3ub unb §ergog, fein Qlufftieg bijg in febtoinbetnbe §5t)e, fein ©turg unb ©nbe am ©atgen in einem befonbets* für ifyn gebauten föäfig. Xinb and) bag „^Romanhafte“ Sonnte ftimmen: bie Vad)e bes* 3uben am £>ergog, bem er bie ©eliebte in bie Olime treibt, ber mit plurtipei §anb bas* ßeben feiner Tochter gerftört. QUtes3 ^iftorifdje ift bom 3nnerften, QItenfd)tid)[ten burd)« lenktet, unb bas* Q2lenfd()U<te ergebt fid) gum ©t)mbotifd)en. @s* ift ber Vornan bes* 3uben überhaupt, unb toeber bem 3uben nod) bem ©Triften boirb ettoas* g e f d) e n f t; $$ ift eine ber großen ®id)tungen, bie ein erfd)ütternber ©bieget bejg Sebent finb. Qlte^etsS Konbetfationg=2e3dton, Sanb 19. ©eite 216: ©üjj Oppenheimer, 3ofef, toütttemb. Sinanärmnifter, ein 3ube, geb. 1698 in geibetberg, toibmete fid) bem §anbel#anb, teilte biet, arbeitete für ben eurpfäljiftpen unb Sarmftäbter §of unb trat 1732 burefc betriebene ©elbgefcpäfte mit bem Satpolifcpen gingen (feit Segembet 1733 §etgog) ßatt Qlte^anbet bon QBürttemberg in Qjetbinbung, bet ihm bie SiteUion bei QMngtoefeng übetttug unb ihn 1735 gum ©efjeimen Sinangrat unb 1736 gum Kabinetts^ s^al erhob. Dbtoohl niept Staate« beamtet, befafe ©. einen großen ©influjg auf ben §etgog unb tjatte ben Auftrag, bie ©taatäfinangen in Otbnung gu btingen. Sieg toar nut möglich untet ftarSer QQebtüdung bet ^Untertanen, unb beten ©toll nutete fr, obtoopl @. nut ben QBitlen feinet §ettn auäfühtte unb babei butep biete ©taatg» beamte untetfiü^t toutbe, gegen ben jübifdpen Sinangmann. Stad) bem fotö^Üdben Sobe bei gergogä (12. Qltätg 1737) toutbe et behaftet, bot ein ©eücpt geftellt unb alg ©taatäberbteeper in feinem ©taatögetoanb 4. Februar 1738 in einem befonbeten Käfig auf gelängt. §auff machte fein Geben gum ©egenftanb einet Qtobelle (,,3ub ©üjj") 33eftellfcf)ein Von ber ©trau&’fcfjen Q3ucf)f)an&fung un5 ^Antiquariat, granffurt a. OKI., 3eil 104 beftette id) unter ^reugbanb - ^oftyatet - Qlad)nat>me - ©infenbung bes* Vettages* SßojtfdtjedSonto Qtr. 724 ^hanffurt a. Qlt. geucf)ttoanger, 3uö <5ü$, ©angleinen Q^QIt. 7.50 Ort unb ©atum: Vame unb ©tanb: CXLYII. 317, 4, 85/130. nen; 2. Organisierung besonderer gelegentlicher Nothilfsaktionen; 3. Organisierung der Zusammenarbeit mit den interterritorialen jüdischen Organisationen, insbesondere der Jüdischen Welthilfskonferenz. Oberrabbiner Dr. Chajes über seine Eindrücke in Palästina Wien (J.T.A.). Der Oberrabbiner von Wien, Prof. Dr. Chajes, der soeben aus Palästina zurückgekehrt ist. wo er der Eröffnung der hebräschen Universität in Jerusalem beigewohnt hat, hielt am 20. April abends im großen Konzerthaussaal einen Vortrag über seine Eindrücke in Palästina. Er leitete seinen Vortrag mit den Worten ein: Wäre ich ein Nichtjude oder ein bisher für Palästina nicht interessierter Jude, der aber Augen hat, um zu sehen, und ein Herz, um zu fühlen, und heute über seinen ersten Besuch in Paläbräische Kultur für die ganze Welt ausgesendet werden. Es ist ein Plan für die nächste Zukunft. Der Redner gab dann einen Überblick über die bereits installierten und für die nächste Zukunft geplanten großindustriellen Unternehmungen in Palästina. Die Erfahrungen seien derart, daß man mit einer gewissen Beruhigung an die Fortführung dieser Versuche denken kann. Über die landwirtschaftliche Siedlung ist nur erfreuliches zu sagen. -7* Während der Festtage herrschte in Jerusalem eine mustergültige Ordnung, kein Zwischenfall passierte, man hörte keinen unfreundlichen Ruf. Das hat gezeigt, wie gesund die Verhältnisse im Lande sind. „Es hat mich überrascht, daß es so viel Respekt vor den Juden in der Welt noch gibt. Wir erlebten es in Palästina, daß die Vertreter der ganzen Welt zu uns kommen und nichts wie Liebenswürdigkeit für uns haben. Es war wie' ein Traum: kein Antisemitismus mehr, kein Ritual- Fortsetzung Seite 359)