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Das jüdische Echo · 1925-05-08 · 19 (8.5.1925) · p. Seite 353

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
19 (8.5.1925)
Date
1925-05-08
Page
Seite 353 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 19 Das Jüdische Echo 353 bieten. Auch der Fernstehende wird begreifen, daß derartige Vorarbeiten ihre Zeit brauchen. Immerhin dürfte es möglich sein, die Vorbereitungen so zu fördern, daß mit dem Zusammentritt des Verbandstages in der zweiten Hälfte des Juni gerechnet werden könnte. Als Tagungsort ist das Herrenhaus in Aussicht genommen. Da das Herrenhaus in der dritten Juniwoche für eine eventl. Tagung des Staatsrates frei gehalten werden muß, so wird der Preußische Landesverband voraussichtlich am Montag, den 22. Juni zusammentreten. lllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllH Zionistische Ortsgruppe München Donnerstag, den 14. Mai abends ±jS Uhr m Saal des Kunstgewerbehauses, Pfandhausstraße 7 NEUE EINDRÜCKE AUS PALÄSTINA berichtet von Robert BEER, Dr. M. J, GUT¬ MANN, Jakob REICH sowie N. und J. Sturm mit Aussprache und Beantwortung von Anfragen lIIllllHIIIIIIlllllllllllllIlllllllllllllllllllfl^ Vom Breslauer Zentralverein Generalversammlung der Ortsgruppe Breslau Die „Jüdische Rundschau“ bringt folgendes Telegramm ihres Breslauer Korrespondenten vom 22. April: Die am 21.April in Breslau ahgehaltene Generalversammlung der Ortsgruppe des Zentralvereins nahm einen sehr stürmischen Verlauf. In Anwesenheit des Direktors des Zentralvereins, Dr. Ludwig Holländer, wurde von der unter Führung des R.-A. Dr. F ö r d e r stehenden Opposition schärfster Protest eingelegt gegen die antizionistische Strömung im Zentralverein und gegen die Bündnispolitik des Zentralvereins mit Dr. Max Naumann. Die Opposition wurde unterstützt von den orthodoxen und der A c h d u t h angehörenden Mitgliedern des Zentralvereins. Schließlich gelangte mit großer Mehrheit nachstehende Resolution zur Annahme: „Die Generalversammlung des Zentralvereins, Ortsgruppe Breslau, spricht dem Hauptvorstande ihre Mißbilligung aus, daß er das Vereinsmitglied Dr. Max Naumann, der durch seine Agitation fortgesetzt die Ziele des Vereins schädigt, noch immer in den Reihen der Vereinsmitglieder duldet, anstatt das statutenmäßige Recht der Ausschließung gegen Dr. Naumann anzuwenden und dessen Bestrebungen in der Zentralvereins-Zeitung nachdrücklich zu bekämpfen.“ Weitere Resolutionen, die dem Hauptvorstande die Mißbilligung aussprechen, daß er bei den Wahlen in den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden durch seine radikale Wahlparole dem Ansehen des deutschen Judentums geschadet und den Antisemitismus gestärkt hat, und die sich im übrigen gegen Naumann richteten, wurden nur mit 20 Stimmen Mehrheit abgelehnt. Nach Mitternacht erhob sich ein scharfer Kampf um die Person Dr. F ö r d e r s , dem man Beziehungen zu den Zionisten vorwarf. Die Frage, ob die Opposition unter Führung Förders aus dem Zentralverein ausscheidet, wird in der nächsten Generalversammlung entschieden werden. Diese Vorgänge zeigen, daß es auch innerhalb des Zentralvereins weite Kreise — und nicht, wie das G.-V.-Blatt immer wieder betont, bloß Einzelne — gibt, die mit uns das parteiische Verhalten dieses Vereins nicht nur seinen Statuten zuwiderlaufend, sondern auch als dem Ansehen des deutschen Judentums in seinem Kampf gegen den Antisemitismus Abbruch tuend halten. Brief an die Redaktion An die Redaktion des „Jüdischen Echo“ München, Herzog Maxstr. 4. Indem wir zunächst unseren verbindlichsten Dank dafür aussprechen, daß Sie uns zu Händen des rechts Unterzeichneten Schriftführers in letzter Zeit regelmäßig Ihre Zeitung zusenden, kommen wir auf den in Nr. 16 erschienenen Artikel „Beruf sumschichtung der Juden“ von Dr. Felix A. Theilhaber zu sprechen. Dieser Artikel unseres Kameraden Theilhaber gibt uns Veranlassung, Ihnen mitzuteilen, daß der Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten nicht nur wahrscheinlich, sondern t atsächlich das Le h rgut in Buckow übernommen hat,, um dortselbst junge Juden, die sich zur Landwirtschaft geeignet fühlen, heranzubilden. Es werden in dieser landwirtschaftlichen Schule selbstverständlich junge Juden ohne Unterschied der Part e i richtung aufgenommen; es steht nach einem ßwöchentlichen Probekurs sowohl dein Zögling wie der Leitung frei, von der Durchführung des zwei Jahre dauernden Hauptkurses abzusehen, sofern die Annahme einer Eignung für den landwirtschaftlichen Beruf sich in dieser Probezeit als irrig erweist. Mit näheren Mitteilungen über die Einrichtung dieses Gutes stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Zweck unseres heutigen Schreibens ist jedoch, Sie darauf aufmerksam zu machen, daß zwar der Frontbund die finanzielle Last der Angelegenheit in der Hauptsache trägt, daß er aber, um auch weiten Kreisen, die diesen Gedanken unterstützen wollen, die Möglichkeit dazu zu geben, Werbemarken in Werten von Mk. 2.—, 3.— und 5.— herausgegeben hat. Diese Werbemarken sind auch bei der hiesigen Ortsgruppe zu erhalten. Wir dürfen Sie vielleicht bitten, in der nächsten Nummer Ihrer geschätzten Zeitschrift dieses Schreiben so zu verwenden, wie Sie es für geeignet halten. Wir schließen mit der Hoffnung, daß sich recht viele Leser Ihres Blattes zum Bezug der Werbemarken entschließen möchten. Mit vorzüglicher Hochachtung! Reichsbund jüd. Frontsoldaten. Ortsgruppe München E. V. gez. Dr. Werner, gez. W. Goldberg, 1. Vorsitzender. 1. Schriftführer. Briefadresse: Walter Goldberg, München Elisabethstraße 20/1. VERSICHERN SIE LEBEN UND EIGENTUM Vers icherungsg eschlft Dr. Etfinger, Agnesstr. 47, Telefon 31792

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