Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 17 (24.4.1925)
- Date
- 1925-04-24
- Page
- Seite 314 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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314 Das Jüdische Echo Nr. 17 Das Kongreßprolokoll darf in der Bücherei keines modernen Juden und keines jüdischen Vereins fehlen. In allen Kreisen, die sich am jüdischen öffentlichen Lehen und an der zionistischen und Palästina-Arbeit beteiligen, wird der Inhalt des Protokolls wohl für Monate hinaus Gegenstand von Diskussionen und Besprechungen bilden. Das Protokoll enthält, außer der stenographischen Wiedergabe der Verhandlungen, eine systematische Zusammenfassung der Kongreßbeschlüsse, den Text der Geschäftsordnung des Kongresses und des Organisations-Statuts und die üblichen Begister, die das Nachschlagen des Buches erleichtern. In der äußeren Ausführung schließt sich das Buch dem Protokoll des 12. Kongresses an. Der Preis des Buches beträgt per Exemplar der einfachen Ausgabe (Halbleinen) 6 Goldmark, der Vorzugsausgabe (Ganzleinen) 10 Goldmark. Es ist durch jede Buchhandlung, sowie direkt vom Zentralbüro der Zionistischen Organisation, London W. C. 1., 77, Great Russell Street, gegen Voreinsendung des Betrages zu beziehen. Die Gesellschaft für jüdische Familienforschung fügt dem ersten Heft ihrer Mitteilungen folgende Informationen hinzu: Im Laufe des letzten Sommers hat sich die Gesellschaft gebildet, um jüdische Familienpapiere aller Art, Memoiren, Stammtafeln und Chroniken durch Sammlung in einem jüdischen Familienarchiv vor dem Zugrundegehen zu bewahren und in gemeinsamer Arbeit durch Pflege der Familiengeschichte —■ auch in ihren Ausstrahlungen auf die Nachbargebiete der Geschichte, der Vererbungswissenschaft, der Soziologie und der Kulturgeschichte — den Familiensinn unter den Juden zu pflegen und so einerseits die allgemeinen Interessen des Judentums zu fördern, andererseits dem Einzelnen durch Erweckung eines gesunden und berechtigten Selbstgefühls und das Bewußtwerden der Verantwortung gegenüber den nachfolgenden Geschlechtern den heute mehr als je notwendigen inneren Rückhalt zu gewähren. Den Anfänger wollen wir durch Rat und Anleitung zur Erforschung der eigenen Familie hinführen, dem Kenner ein zuverlässiger Führer sein durch die Literatur, eine Fundstätte für das gesamte Material und durch das angehängte Suchblatt ein Briefkasten, der den Einzelnen mit der Gesamtheit der Leser in unmittelbaren Verkehr bringt. Wenn die Anfragen, die jedes Mitglied hier vorlegen kann, recht fleißig aus dem Leserkreise heraus beantwortet werden, wird sich häufig eine Lücke in einer bestimmten Familiengeschichte schließen, es werden aber — darüber hinaus — auch häufig sich Beziehungen zwischen Anfrager und Beantworter heraussteilen, von denen beide Teile nichts ahnten und die beiden wertvoll werden. Die Soncino-Gesellschaft der Freunde des Jüdischen Buches E. V., Berlin, bittet uns um Aufnahme des Folgenden: Die Gesellschaft will durch Vorbild und Kritik dahin wirken, daß das jüdische Buch auch in seiner äußeren Gestaltung als repräsentativ für das Niveau des jüdischen Geisteslebens gelten kann. Sie erstrebt die Veredlung des jüdischen und insbesondere des hebräischen Buchdruckes sowie die Anwendung technisch vollendeter Reproduktionsverfahren bei der Neuherausgabe seltener alter Werke. Als Privatdrucke für ihre Mitglieder publiziert sie charakteristische Werke zeitgenössischer Wissenschaft und Literatur sowie typographisch oder inhaltlich bemerkenswerte, schwer zugängliche, alte Drucke. Für das Jahr 1924 erschien als erste Veröffentlichung der Faksimiledruck des Sefer Mesch a 1 i m , eines mit interessanten Holzschnitten geschmückten Fabelbuches nach dem jüdischdeutschen Original von 1687. Als nächste Publikation erscheint Arnold Zweigs Drama: „Der Abtrünnige“ als Druck der Ernst Ludwig-Presse, Darmstadt. Weitere Veröffentlichungen sind in Vorbereitung. Die Gesellschaft versendet soeben einen ausführlichen Bericht über ihre Ziele und Pläne. Das von Poeschel & Trepte, in der Goeschen-Antiqua bibliophil einwandfrei gedruckte Heft bietet Text- und Illustrationsproben aus dem Arbeitsprogramm der Gesellschaft und enthält Angaben über den Erwerb der Mitgliedschaft. Die Mitgliederzahl ist begrenzt, der Jahresbeitrag beträgt 20 Mark, wofür Publikationen und Zeitschrift der Gesellschaft unentgeltich geliefert werden. Interessenten können das Heft von der Geschäftsstelle Berlin C. 2, Kaiser Wilhelmstraße 12, auf Verlangen unentgeltlich erhalten. Sämtliche im Literarischen Echo besprochenen und in der Liste der eingelaufenen Bücher aufgeführten Druckwerke sind in der Ewer-Buchhandlung, München, Ottostr. 2, erhältlich. Gemeindliche Lehrkurse Samstag, 25. April, abends 9 Uhr im Bibliotheksaal der Gemeinde: 3. Vortrag von Dr. Max Mayer über die neuhebräische Poesie. Thema: Der Realismus in der neuhebräischen Poesie (2. Teil). Samstag, 2. Mai: 4. Vortrag. Thema: Das Naturerlebnis in der neuhebr. Poesie. Hebräische Kurse München Die Kurse sind wie folgt festgesetzt: Zeit | So Mo Di Mi Do Fr Sa 6.30 — 7.30 früh — III Ilb Ila III Ilb — 10.30 — 12 früh Gr. — — — — — — 5 — 6.30 nachmittags — 1 Kl. 6 — 7 abends 1- Ia — — Ia! 1- 7 — 8 abends — Ila A Ib — — 1 — 8 — 9 abends — Ib A B — — ' — 9 — 10 abends — — — B — —; — Ia — Anfängerkurs für Schulpflichtige. Ib Anfängerkurs für Erwachsene. Ha — Bisheriger Anfängerkurs (Gruppe Beer). Ilb Bisheriger Anfängerkurs (Gruppe Davidsohn) HI —Bisheriger fortgeschrittener Kurs. A leichter Bibelkurs (Richter, Ruth). B Bibelkurs für Geübte (Hiob). Gr. — Kurs der historischen hehr. Grammatik. Kl. — Klub für Hebräischsprechende. Unterrichtslokal: Otlostraße 2. Anmeldung täglich von 9—12 Uhr und 3—0 Uhr im Unterrichtslokal.