Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 17 (24.4.1925)
- Date
- 1925-04-24
- Page
- Seite 315 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 17 Das Jüdische Echo 315 Personalia Seit 1. April dieses Jahres funktioniert bei der Gemeinde München als Rabbinalssubstitut und Lehrer an den Mittelschulen Herr Dr. Max Elk aus Frankfurt a. M. Derselbe hat seine Studien am Rabbinerseminar in Breslau absolviert. Gemeindenu. Vereins-Echo nnayn nst^n min?:> nx dwöiö u:n rpjpsn 'onn Tie^an 5 nym nnm "pynty nrw^ (Ottostr. 2) J ü d i s c her K ultu r v erei n J. L. Percz München. Am Samstag, den 25. April 1925 findet abends 9 Uhr im kleinen Sitzungssaal der Gemeinde, Herzog Maxstr. 5/1 Rgb., ein Vereinsabend mit Vorlesungen über die jüdische Schule mit Diskussion statt. Am Montag, den 27. April 1925, abends 8 Uhr, liest Manfred Stur m a n n im Bibliotheksaal der Gemeinde, Herzog Maxstraße, aus eigenen Werken. Zur Vorlesung gelangen Werke biblischen Inhaltes. Gäste herzlich willkommen. Voranzeigen. Am Samstag, den 2. Mai 1925, abends 9 Uhr, findet der erste Abend des Vortragszyklus Jos. Löwy: Die Entstehung des jüdischen Theaters, stall. Am Lag-Beomer, Montag, den 11. Mai 1925 abends veranstalten wir einen Theatera b e n d mit künstlerischen Darbietungen und Tanz. Näheres in den folgenden Echo-Nummern. Die israelitische Religio nsgesellschafl O h e 1 Jakob lädt zu der am Sonntag, den 26. April 1925 (2. Jjar) abends halb 7 Uhr in der Synagoge, Herzog Rudolfstr. stattfindenden Trauerfeier für ihren verstorbenen ersten Kantor Herrn Leopold Roller s. A. ein. Die jüdische Volksschule München teilt mit, daß Herr Max Adler, früher in Altenmuhr, als Lehrer an die Schule berufen wurde. Herrn Adler, einem Bruder des noch in bestem Angedenken stehenden zu früh uns entrissenen Herrn Raphael Adler s. A., geht der Ruf eines besonders befähigten Lehrers voraus. Die Freunde der Schule werden auch gerne hören, daß sämtliche 7 Kinder der 4. Klasse, welche in Mittelschulen übertreten wollen, die Aufnahmeprüfung in letztere bestanden haben. N ii rnberg-Fürt h. Wir werden um Aufnahme des Folgenden gebeten: Die Misrachi- Ortsgruppe Nürnberg-Fürth kann als Beweis angesehen werden für die Kraft des Misrachi- Gedankens. Schon oft war die Ortsgruppe dem Untergang nahe zum Leidwesen der Freunde, zur Freude der Gegner. Ihre Geschichte zeigt den Kampf, das Ringen der besonders in Nürnberg- Fürth stark interessierten zionistischen Kräfte. Aber stets, wenn selbst die besten Misrachi-Anhänger die Ortsgruppe für verloren ansahen, konnte sie sich wieder zu neuem Leben, zu neuem Wirken emporraffen. Der ringende Geist kennt keinen Untergang, nur eine Umwertung der Form und der Misrachi ist, ganz im Sinne des Begründers, vorzugsweise eine geistige Bewegung. Vielleicht ist es richtig zu sagen, daß jetzt mehr wie früher die Entfaltung des Misrachi notwendig ist und wenn er noch nicht gegründet wäre, müßte er jetzt geschaffen werden. Hierüber wird noch mehr an anderer Stelle zu sagen sein. Die Misrachi-Ortsgruppe Nürnberg-Fürth hat in der Hauptsache Aufklärungsarbeit geleistet, ihr Wirken ging mehr in die Tiefe als in die Breite. Es kam ihr besonders darauf an, eine Anzahl unter allen Umständen verläßlicher Mitarbeiter zu schaffen. Dieses Ziel darf als erreicht betrachtet werden und die nächste Zeit wird der Ausbreitung gewidmet sein. Hierbei wird von dem Gedanken ausgegangen, daß der „Misrachi“ keine Vereinigung von Juden bezw. Zionisten ist, die im gewöhnlichen Sprachgebrauch als „orthodox“ bezeichnet werden, sondern als Zionisten, die eine bestimmte Gestaltung des sich bildenden jüdischen Gemeinwesens in Palästina anstreben, ganz im Sinne des Misrachi-Programms. Rein politische Betätigung liegt der Misrachi-Ortsgruppe Nürnberg- Fürth fern. Sie will lediglich geistig und kulturell wirken und werben und wendet sich an alle Juden ohne Rücksicht auf ihre persönliche Einstellung, sofern diese nur gewillt sind, die Durchführung des Misrachi-Programms zu fördern. Max G o r s k i, Vorsitzender. B a m b e r g. Am 6. April sprach an einem Elternabend des „Jüdischen Wanderbundes Blau- W e i ß“, Ortsgruppe Bamberg, Herr Dr. B a m - h e r g e r-Nürnberg über das Thema: „Die Aufgaben der jüdischen Jugend.“ Der Referent bewies, daß ein großer Teil der jüdischen Jugend die historischen Zusammenhänge im Judentum nicht begreift und dadurch den Weg zum neuen jüdischen Leben nicht findet. Weiterhin führte Herr Dr. Bamberger auf Grund seiner reichen pädagogischen Erfahrung aus, daß ein Zusammenarbeiten der Jugend mit den Eltern wohl möglich und fruchtbar sein kann. Leider zeigte der schlechte Besuch der Versammlung von seiten der Eltern, daß diese den großen Problemen der Gegenwart interesselos gegenüberstehen. GASTSTATTEN PRBYSIJfG. PALAIS Der vornehme Aufenthalt bei massigsten Preisen Menu Mk.3.— u. 4.— Tischbestellung; Telefon 25 8 97