Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 15 (8.4.1915)
- Date
- 1915-04-08
- Page
- Seite 255 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 15 Das Jüdische Echo 255 in Jerusalem übersenden, die andere Hälfte wird der hebräischen Universität testamentarisch vermacht. Herr Strauss behält für sich und die Familie nur wenige hundert Bände, die für ihn von persönlicher Bedeutung sind. Herr Strauss spendete auch 5000 Dollar für die hebräische Universität. * Die polnische Regierung hat beschlossen, der Bibliothek der hebräischen Universität zu Jerusalem 9000 Bücher judaistischen Inhalts zuzuwenden. Die Bücher samt den speziell angefertigten, künstlerisch ausgeführten Schränken werden demnächst durch einen speziellen Beamten nach Jerusalem transportiert werden. Die Schränke tragen die Aufschrift: Die Schränke der polnischen Regierung. * Die Bibliothek des berühmten Wiener Universitätsprofessors für griechische Philologie und Philosophie, Theodor Gomporz ist zusammen mit der Bibliothek des Sophokles-Forschers Meckler für die Universitätsbibliothek in Jerusalem erworben worden. Die Büchersammlung besteht aus mehr als 2500 Werken in etwa 3500 Bänden. Sie enthält grundlegende Werke und Einzelschriften aller führenden Forscher des 18. und 19. Jahrhunderts in deutscher, englischer, französischer und italienischer Sprache auf folgenden Gebieten: Papyrusforschung, Epigraphik, Paläographie, Archäologie, Numismatik, Altertumskunde, Privat- und Rechtsaltertümer, griechische Philosophie, Literaturgeschichte und Philosophie, vergleichende Sprachwisenschaft, Geschichte und Geographie des Altertums, Chronologie und Quellenkunde. Die Mittel zum Ankauf der Bibliothek sind von Dr. Magnes aus dem Fonds des Institutes für judaistische Forschung an der Universität Jerusalem zur Gänze zur Verfügung gestellt worden. Die Speditionsfirma Brüder Wetzler in Wien hat in dankenswerter Weise die Spedition der Bibliothek bis Jaffa unentgeltlich durchgeführt. * Die National- und Universitätsbibliothek in Jerusalem erhielt am Vorabend der Universitätseröffnung den folgenden Brief von der Universitätsbibliothek Cambridge: Cambridge, 13. März 1925 An den Direktor der Bibliothek dex Hebräischen Universität in Jerusalem. Geehrter Herr! Aus Anlaß der Eröffnung der Hebräischen Universität in Jerusalem möchte ich Ihnen als Bibliothekarskollege meine herzlichsten Glückwünsche darbringen. Die Tätigkeit dieses neuen Sitzes des gelehrten Unterrichts wird in der ganzen Welt mit regstem Interesse und mit Sympathie beobachtet werden und die Bibliothek ist für diesen Unterricht das wesentliche Zentrum. Ihre Aufgabe mag nicht leicht sein, aber Sie mögen der guten Wünsche Ihrer Fachgenossen in allen Ländern versichert sein. Sie alle hoffen, daß die Institution, die Sie leiten, wachsen und gedeihen möge und das Mittel für die Verbreitung von Wissenschaft und Kultur bilden möge unter den vielen, welche den Vorzug haben werden, solche in Jerusalem zu suchen. Möge der Einfluß Ihrer Anstalt sich ausbreiten überallhin, wo hebräische Studien gepflegt werden. Ich bin Ihr ergebener A. F. Scholfield Bibliotheksdirektor. Zur Erweiterung der Jewish Ägency ,,Der nächste Schritt“. — Ein Interview mit Dr. Weizmann. New York (J.T.A.) Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation Dr. Chaim Weizmann gewährte unmittelbar vor seiner Abreise nach Palästina, wo er der Feier der Eröffnung der hebräischen Universität beiwohnte, dem J.T.A.-Vertreter eine Unterredung, in deren Verlauf er die nächsten Ziele der zionistischen Bewegung skizzierte. Er sagte: Da nun die Verhandlungen mit den Vertretern der amerikanischen Judenheit über deren Eintritt in die Jewish Agency positiv beendet sind, wird es der nächste Schritt der Zionistischen Weltorganisation sein, mit den jüdischen Gemeinschaften in den verschiedenen europäischen Ländern, die auf die Entscheidung der amerikanischen Judenheit warteten, in Verbindung zu treten und konkrete Vorschläge bezüglich der Teilnahme an der Jewish Agency zu formulieren Ist dies beendet, dann wird das von der Zionistischen Executive eingesetzte Komitee gemeinsam mit dem Louis Marsliall- Komittee das Projekt einer Konstitution der Jewish Agency auf der von allen Beteiligten bereits gebilligten Basis rasch auszuarbeiten haben, wo dann die neue Jewish Agency ihre Funktionen wird beginnen können. Selbstverständlich, setzte Dr. Weizmann fort, wird die Verfassung der neuen Jewish Agency durch den Zionistischen Kongreß ratifiziert werden müs- POBZEL I.A 1V-M EDEBLAGE THEA TINERS TRASSE 23 gegenüber der Feldherrnhalle GRÖSSTE AUSWAHL« IN G E R R A U C H S P O R ZE LU A N