Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 14 (3.4.1925)
- Date
- 1925-04-03
- Page
- Seite 233 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/9072829-9103075-9153801--06605-9079318- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 14 Das Jüdische Echo 233 große Freude bedeutet, wenn ich persönlich hätte dabei sein können, allein die Verhältnisse ließen es nicht zu. Jedoch will ich Sie der großen Sympathie versichern, die ich gegenüber dem jüdischen Volke hege. Wir begrüßen das jüdische Volk zu seinem Bestreben, eine Institution höchster Bildung in Jerusalem zu errichten und werden mit größtem Interesse die Fortschritte dieses Unternehmens verfolgen. Das britische Kolonialamt zur Jerusalemer Universitätsfeier London (J.T.A.). Das britische Kolonialamt sandte an die Behörden der hebräischen Universität zu Jerusalem am 25. März ein längeres Schreiben, in welchem die beim Kolonialamt eingelangten Begrüßungen auswärtiger Mächte und Personen mitgeteilt werden. In der Einleitung wird u. a. gesagt, der Oberkommissar von Palästina, Sir Herbert Samuel, werde beim Eröffnungsakt die britische Regierung vertreten und auch in ihrem Namen sprechen. Deshalb erachtet es die Regierung nicht für notwendig, einen speziellen Vertreter zu entsenden. Der Kolonialminister A m e r y freut sich, Gelegenheit zu haben, die Grüße und guten Wünsche der britischen Regierung zur Eröffnung der Universität zum Ausdruck zu bringen. Er sehe in der Errichtung eines neuen Zentrums der Gelehrsamkeit in Jerusalem einen großen Fortschritt und hoffe, daß das Institut auf dem historischen Boden Palästinas Kultur und Aufklärung vorbereiten wird. >.. 'm kr. -sÄgS Steinbrucharbeiten für den Bau der Universität Lord Balfour in Palästina Ankunft Lord Balfour ist Mittwoch, den 25. März, in Begleitung des Präsidenten der Zionistischen Organisation Prof. W e i z m a n n und des Vorsitzenden der Zionistischen Exekutive Nahum Sokolow in Jerusalem eingetroffen. Er ist als Gast des High Commissioner im Regierungsgebäude abgestiegen. Die Araber, denen die Regierung erklärt hatte, daß sie keine Einwendungen gegen die Organisierung eines friedlichen Streiks erhebe, aber jede öffentliche Demonstration mit den strengsten Mitteln unterdrücken werde, begnügten sich mit der Schließung ihrer Geschäfte in Jerusalem. In den jüdischen Vierteln waren dagegen fast alle Geschäfte geöffnet. Schulen und Ämter haben, wie der „Vossischen Zeitung“ unter dem 26. aus Jerusalem telegraphiert wird, funktioniert. Ebenso war der Verkehr im Lande fast ganz normal. Die bäuerlichen und Arbeiterkreise haben den Streik nicht mitgemacht. Es ist nirgends zu irgendwelchen Zwischenfällen gekommen. T e 1 - A v i v, wohin sich Balfour am 26. begibt, um die jüdischen Siedlungen in Judäa zu besichtigen, bereitete Balfour für Donnerstag einen prunkvollen Empfang vor. (Ziko.) In Tel-Aviv Tel-Aviv (J.T.A.). Die jüdische Stadt Tel- Aviv bereitete Lord Balfour, als er am 26. März dort erschien, einen begeisterten Empfang. Alle Geschäfte waren ab 2 Uhr nachmittags geschlossen, sämtliche Häuser waren geflaggt. Die Mitglieder des Stadtrats von Tel-Aviv begrüßten Lord Balfour vor den Toren der Stadt und geleiteten ihn zum Hochschulhause, wo der Bürgermeister, Herr D i z e n g o f f, Lord Balfour das Ehrenbürgerdiplom der Stadt Tel-Aviv überreichte. Am