Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 14 (3.4.1925)
- Date
- 1925-04-03
- Page
- Seite 231 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 14 Das Jüdische Echo 231 Quam ob rem Universitas nostra, ab imperatore Carolo IV anno MCCCXLVIII condita, Almam Matrem Hierosolymitanan ut novam sororem sincero corde salutat maximeque dolet, quod propter magnum itineris spatium legatos ad solemnia vestra celebranda mittere non potest. Sed quando ille dies festus UNIVERSITATIS HEBRAEORUM HIEROSOLYMITANAE sollemniter aperiendae et inaugurandae adveniet sunt Kalendae huius anni Apriles — Universitas nostra Almae Matriis Hierosolymitanae pio animo recordabitur et optimis omnibus eam prosequetur exoptans, ut per multa saecula floreat, crescat, augeatur ad studiorum humaniorum scientiarumque incrementum, ad salutem patriae suae atque ad totius gelier is humani uitilitatem. richtet hat, um der Überzeugung Ausdruck zu geben, daß erst durch ein systematisch aufgebautes Schulwerk und durch wissenschaftlich angelegte Anstalten die geistige Freiheit, diese süße Schwester der politischen Freiheit, voll und ganz verbürgt ist. Aus denr gleichen Beweggründen ist auch Euer Gedanke hervorgegangen, im eigenen Lande die hebräische Universität zu begründen und sie zum Brennpunkte aller wissenschaftlichen Bestrebungen und des Schulwerkes des Volkes zu machen, welches nun, belehrt durch die Geschichte und erzogen durch das Geschick, in das Land seiner Urväter zurückkehrt. Neben ihrer wissenschaftlichen Sendung hat Eure Universität eine national-kulturelle Aufgabe und hierin gleicht sie auch der Masaryk-Universität in Brünn. Da- V - # Hebräische Universität, Jerusalem (Eingangspforte) Datum Pragae Kalendis Martiis anni MCMXXV, qui est ab Universitate Carolina condita DLXXVII. Prof. KUKULA, rector magnificus. Der Festgruß der Brünner tschechischen Masaryk-Universität Die junge Brünner tschechische Universität hat an die hebräische Universität in Jerusalem folgenden Festgruß gesandt: Geehrte Herren! Die Masaryk-Universität in Brünn in der Tschechoslowakischen Republik sendet der neueröffneten Schwester-Universität in Jerusalem zum Festtage ihrer Eröffnung am 1. April herzlichste Grüße. Die hohe Schule in Brünn, die den Namen des Begründers und ersten Präsidenten der Tschechoslowakischen Republik, T. G. M^saryk, trägt, ist in dem jungen Volksstaate eine der Schulen, welche das Volk nach seiner politischen Befreiung errum sind unsere schwesterlichen Grüße und unsere Festwünsvhe zum heutigen Tage doppelt herzlich. Wlir begrüßen die neue Alma mater als Mitarbeiterin am allgemeinen Werk der Bildung und Humanität, welche durch das Volkstum hindurch zum Wohle der ganzen Menschheit strebt. Wir begrüßen sie als die Repräsentantin eines tätigen Idealismus, der den Bestrebungen unserer Wiedergeburt vor 100 Jahren verwandt ist. Wir begrüßen sie als Anregerin der Verbindung zwischen dem Vermächtnis Asiens und den Gütern Europas. Die hebräische Universität in Jerusalem blühe, wachse und gedeihe! Zur Zeit Eurer Feier wird sich unser Dr. V. Neumann, Professor unserer Universität und Dekan der medizinischen Fakultät, in Jerusalem einfinden und wird zu diesen schriftlichen Wünschen unsere mündlichen hinzufügen. Für die Masaryk-Universität in Brünn: Prof. Edw. Babäk, dzt. Rektor.