Mannheim
Compact Memory

Das jüdische Echo · 1925-04-03 · 14 (3.4.1925) · p. Seite 230

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
14 (3.4.1925)
Date
1925-04-03
Page
Seite 230 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/9072829-9103075-9153801--06602-9079315
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

230 Das Jüdische Echo Nr 14 sitätskomitee nach London ein Begrüßungsschreiben. Zusammenarbeit mit der Akademie der Wissenschaft des Judentums in Berlin. Berlin. (J.T.A.) Die Akademie für die Wissenschaft des Judentums in Berlin hat das Mitglied des Vorstandes ihres Forschungsinstituts, Prof. Dr. Josef Horowitz, Frankfurt a. M., beauftragt, sie bei der Feier der Eröffnung der Jerusalemer Universität zu vertreten. Herr Prof. Horowitz wird die Gelegenheit wahrnehmen, um namens der Akademie mit der Leitung des Judaistischen Instituts der Universität Verhandlungen über die Möglichkeiten wissenschaftlicher Zusammenarbeit der beiden Institute anzuknüpfen. Die Akademie wird außerdem durch Prof. Dr. Otto W a r b u r g , Mitglied ihres Verwaltungs- Vorstandes, bei der Feier vertreten sein. Das Deutsche Reich in Jerusalem vertreten. Berlin. (J.T.A.) Wie die Jüd. Telegraphen- Agentur erfährt, wird das Deutsche Reich bei. der Feier der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem am 1. April durch den Gerenten des deutschen Generalkonsulats in Palästina, Herrn Konsul Kapp, vertreten , sein. Jerusalem. (J.T.A.) Reichsarbeitsminister Dr. Brauns ist am 24. März in Jerusalem eingetroffen. Dr. Brauns ist bekanntlich der Vertrauensmann der deutschen Zentrumspartei im Reichskabinett Luther. Der Gruß des Deutschen Auswärtigen Amtes. Der Außenminister des Deutschen Reiches schrieb: Die Errichtung einer allgemeinen Lehr- und Forschungsanstalt im nahen Osten erweckt in Deutschland tiefstes Interesse. Ich bemerke, daß die Vorbereitungen für die Eröffnung der Universität erfolgreich fortgeschritten sind und daß diese allen Studierenden ohne Unterschied offen stehen wird. Der Vorstand der Berliner jüdischen Gemeinde lehnt eine Begrüßung ab. Berlin. (J.T.A.) Der Vorstand der Berliner jüdischen Gemeinde beschäftigte sich in seiner Sitzung am 24. März mit einem Antrag, zur Feier der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem am 1. April eine Begrüßungskundgebung zu senden. Von den sieben Vorstandsmitgliedern waren fünf anwesend. Der Antrag wurde mit drei gegen zwei Stimmen abgelehnt. Vereinigung für das liberale Judentum Im Gegensatz zum Berliner Gemeindevorstand hat das Organ der Vereinigung für das liberale Judentum die Eröffnung der Universität in durchaus freundlichem Sinne besprochen. Rabbiner Dr. Bergmann, Berlin, veröffentlicht in dieser Zeitschrift einen äußerst interessanten und bedeutsamen Artikel, aus dem wir den folgenden Passus wörtlich wiedergeben: „Am kommenden Mittwoch, dem 7. Nissan, wird in Jerusalem die jüdische Universität feierlich eröffnet. Als einst die kleine Schar der Verbannten aus Babylon nach Jerusalem zurückkehrten, war ihre erste Tat, daß sie den Grundstein für das Heiligtum legten. Auch die neue Universität ist ein jüdisches Heiligtum. Sie soll eine Pflegestätte jüdischer Wissenschaft werden. An ihr sollen die Erzieher der jüdischen Jugend in Palästina ausgebildet werden und die Pioniere, die als Helden stiller und entsagungsvoller Arbeit das Land wieder aufbauen werden. An ihr werden die jüdischen Studenten, die der numerus clausus in ihrer Heimat hart getroffen hat, frei ihrem Studium obliegen können. Vielleicht werden auch jüdische Theologen aus Europa und Amerika zu dieser Universität später wallfahrten, um im Lande der Bibel die Bibel und den Ursprung und Werdegang des Judentums verstehen zu lernen. Die Geburtsstunde dieser neuen jüdischen Lehrstätte kann in unserer Geschichte eine Stunde der Gnade werden gleich jener, in der das Lehrhaus zu Jabne entstand. Die Universität in Jerusalem kann ein Markstein in der Geschichte des jüdischen Geisteslebens werden und zur religiösen und geistigen Erneuerung des Judentums beitragen. Es ist begreiflich, daß am Tage ihrer Eröffnung im Herzen vieler Juden historische Erinnerungen wach werden. An dieser Freude nehmen auch viele liberale Juden teil.“ Hebräischer Gruß der Utrechter Universität Jerusalem. Die Antwort des Senates der Universität Utrecht auf die Einladung zur Teilnahme an der Eröffnungsfeier der Hebräischen Universität Jerusalem ist in modernem Hebräisch ab gefaßt. Nach dem. Ausdruck des Dankes für die Einladung heißt es: „Holland, das immer diejenigen beschützt hat,, die um ihrer Religion oder Überzeugung willen verfolgt wurden, begrüßt herzlich das Unternehmen der hebräischen Nation, eine eigene Heimstätte zu errichten. Der Senat ist davon überzeugt, daß die Gründung der Hebräischen Universität an der klassischen Stätte von Jerusalem die Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft im besonderen und der Wissenschaft im allgemeinen sehr fördern wird. So wie die holländischen Universitäten zusammen mit anderen Faktoren die Grundlage zur Unabhängigkeit der Niederlande schufen, so hofft der Senat, wird Eure Universität eine der Keimzellen der jüdischen Freiheit sein.“ Der Glückwunsch der Prager tschechischen Karls-Universität RECTOR ET SENATUS UNIVERSITATIS CAROLINAE PRAGENSIS ALMAE UNIVERSITATI HEBRAEORUM HIEROSOLYMITANAE S.P.D. Quod ante aliquot annos nemo speraverat, factum est: magna pars Judaeorum populi, per totum mundum antea dispersi, in Palaestinam, pristinam patriam suam, revertit et quamquam multis gravibusque curis in novis sedibus occupata est, Hierosolymis Universitäten! condidit. Licet his primis annis novae Universitati multa variaque exoriri possint obstacula, dubium non est, quin, cum professores habeat insignes, omnes difficultates brevi tempore sit superatura. Novi profecto aperti sunt scientiiae fontes, qui non solum Palestinae incolis, sed etiam universo generi humano multum prodesse possunt. ....um...um...mini.... Heute Samstag 8 Uhr abends SYNAGOGEN-KONZERT Synagoge geheizt ....mm...iiiiiiiiiiii.mim.....immmmm.iimmmmmmmmmmi...mmmmim..

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.