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Das jüdische Echo · 1925-03-20 · 12 (20.3.1925) · p. Seite 214

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
12 (20.3.1925)
Date
1925-03-20
Page
Seite 214 (sequence 12)
Language
German
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196 Das Jüdische Echo Nr. 12 richte eingeholt werden, und so nicht nur reines Zahlenmaterial, sondern vor allem ein einwandfreies Beobachtungsmaterial vorliegt. Durch Erfüllung dieser Aufgaben hat die Zentralwohlfahrtsstelle eine große praktische Bedeutung im jüdischen Wohlfahrtswesen erlangt, weil es ja bis zur Schaffung der Zentralwohlfahrtsstelle an einer Stelle gefehlt hat, die in der Lage war, unbeeinflußt von irgend welchen politischen und religiösen Richtungen objektiv Auskünfte zu erteilen. Die großen Erfahrungen, die die Zentralwohlfahrtsstelle auf diesem Gebiete gesammelt hat, setzen sie natürlich in den Stand, beratend bei der Schaffung von neuen Einrichtungen, bei der Ausfüllung von Lükken einzugreifen. Insbesondere kennt sie die Mängel in den einzelnen Einrichtungen auf den verschiedensten Gebieten, sei es Wirtschaftsführung, sei es Anstaltsleitung, auf erzieherischem Gebiete, und dies hat mit logischer Folgerung dazu geführt, daß aus der bloßen Sammlung des Materials, der Auskunfts- und Beratungsabteilung, das Gebiet der Sozialreform sich herauskristallisiert hat. Die Z.W.St. mußte dazu kommen, auf der Grundläge der Berichte über das Anstaltswesen, auf Grund ihrer genauen Kenntnisse der Bedürfnisse einerseits, der Anstaltssatzungen und des Anstaltsbetriebes andererseits Richtlinien für eine Reform im Anstaltswesen aufzustellen. Sie hat einen besonderen Fachausschuß für Sozialreform gebildet, der zunächst das gesamte Satzungswesen der jüdischen Wohlfahrtseinrichtungen einer sorgfältigen Durchsicht unterzogen hat, und dem es zu verdanken ist, daß jetzt schon in einer großen Anzahl von Anstalten die von der Z.W.St. geplante Reform der Satzungsbestimmungen zur Durchführung gelangte. Des weiteren mußte es die Aufgabe der Z.W.St. nach dieser Richtung hin sein, Einrichtungen, die praktischen Erfordernissen, namentlich hinsichtlich der Ausbildung von Erziehungspersonal entsprechen, auszugestalten. . Sie hat dafür gesorgt, daß diejenigen Einrichtungen, die für diesen Ausbau in Frage kamen, so die Haushaltungsschule in Frankfurt a. M. u. a. ihr Aufgabengebiet erweiterten und daß die Anstalten und Einrichtungen, die für die Ausbildung in Frage kamen, sich in den Dienst dieser Idee gestellt haben. Wir werden um Veröffentlichung des Nachstehenden gebeten: Nach mehrjähriger, durch die kritischen Verhältnisse der letzten Jahre bedingter Pause, trat der Vorstand der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden wieder zu einer Sitzung zusammen. Gegenstand der Besprechung waren: ein neuer Satzungsentwurf, Stellungnahme zum P r e ußischen Landesverband, Einberufung einer Mitgliederversammlung und andere organisatorische Fragen. — Die Vorstandssitzung wählte zur Fortführung der Geschäfte der Zentralwohlfahrtsstelle bis zur nächsten Mitgliederversammlung, in der Neuwahl erfolgen wird, einen engeren geschäftsführenden Ausschuß, bestehend aus den Herren C a s p a r y, Rabbiner Dr. B a e c k, Dr. H a n t k e , Rabbiner Dr. Hildesheimer, Frau W r o n s k y, Frau Ollendorf, Eskeles, Dr. Ollendorf und Dr. S e g a 11. Herr Rabbiner Dr. Eschelbacher -Düsseldorf machte sehr wichtige Mitteilungen über die geplante jüdische Abteilung der Ausstellung für Gesundheits-Fürsorge, soziale Fürsorge und Leibesübungen, die im Mai 1926 in Düsseldorf eröffnet wird. Es sind Vorarbeiten im Gange, gelegentlich dieser Ausstellung ein wirklich umfassendes Gebiet der jüdischen Leistungen der Hygiene, der sozialen Fürsorge und der körperlichen Regeneration zu geben. — Ein Sonder- Komitee, das die Organisation der Ausstellung übernehmen will, wird in der nächsten Zeit an alle in Frage kommenden Verbände und Persönlichkeiten mit der Bitte um geeignetes Material herantreten. Aus der jüdischen Welt Deutschland Großpräsident Dr. Baeck reist nach Amerika Berlin (J.T.A.). Der Präsident des Rabbinerverbandes in Deutschland, Großpräsident des deutschen Ordens Bne Brith, Dr. Baeck, begibt sich Ende dieses Monats auf die Reise nach Ame r i k a. Hauptzweck der Reise Dr. Baecks ist die Teilnahme an der Konvention der Großloge, die in Atlantic City stattfinden wird. Es handelt sich darum, die Beziehungen zwischen dem deutschen Orden und der Zentrale fester zu knüpfen und dafür zu sorgen, daß die Grundlagen des Ordens, die sich durch 80 Jahre bewährt haben, unverändert aufrecht erhalten bleiben. Die Eröffnung der Konvention findet, wie schon mitgeteilt, am 20. April statt. Es wird mit der Teilnahme von mehr als 120 Delegierten gerechnet. Eine neue Loge des Ordens Bne Brith in Deutschland In Aschaffenburg wurde eine neue Loge des Ordens Bne Brith installiert. Sie wird den Namen Philo -Loge führen. Bei der Akademischen Feier sprach der Großpräsident Rabbiner Dr. Baeck über die Bedeutung Philos für das Judentum. (J.T.A.). Presse-Tee des Keren Hajessod in Berlin. — Vorführung des neuen Palästina-Films Berlin (J.T.A.). Für den 26. Februar nachm, hatte das Keren Hajessod-Komitee für Deutschland die Vertreter der deutschen Presse zu einem Presse-Tee, verbunden mit der Vorführung des neuesten Palästina-Films, in das Hotel DAS HAUS KRELL-UCKO THEATINERSTR.16 TELEFON 27831-32 BIETET BESONDERE PREISVORTEILE IN: KLEIDERSTOFFEN-SAMT UND SEIDE DAMEN- UND JUNGMÄDCHEN-KONFEKTION TEPPICHEN — GARDINEN - DECKEN

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