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Das jüdische Echo · 1925-02-27 · 9 (27.2.1925) · p. Seite 134

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
9 (27.2.1925)
Date
1925-02-27
Page
Seite 134 (sequence 9)
Language
German
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134 Das Jüdische Echo Nr. 9 Keinen Boden? Nein, und wieder nein! Boden genug ist da, der nach Erlösung schreit- Und ein Leichtes ist es, heute große Flächen besten Bodens für die Heimkehrenden zu erlösen und damit, ohne andere zu verdrängen, den Wohlstand des ganzen Landes mächtig zu heben. Das Lösegeld aber fehlt noch! Und wenn wir damit zu lange zögern, werden wir dann nicht die richtige Stunde versäumen und dann vor den Toren unseres Landes dastehen wie Bettler? Brüder, vor uns das Schauspiel der Auferstehung in ungeahnter Größe und in uns die bange Furcht vor der erdrückenden Verantwortung dieser Stunde. Da können auch wir, die geistigen Arbeiter unseres Volkes, nicht abseits stehen. Die Heimkehrenden sind unsere Brüder, die Erde ist unsere Erde, und der Baum, der — von Chaluzim gepflanzt — seine Wurzeln tief ins Erdreich schlägt, ist Denkmal der großen, vielfältigen Schaffenskraft unseres Volkes. Keine Dichtung herrlicher als die Heimat und kein Bild schöner als die Väterscholle. Fort denn mit der letzten Scheidewand zwischen dem Heimatboden und der schaffenden jüdischen Künstlerseele! Erkennet alle, daß heute, da die Tore der meisten Länder dem Ewigen Juden verschlossen sind, nur Erez-lsrael ihm offen steht- Kommt und seht, was hier geschaffen wird. Wachet auf, Brüder, und erwecket andere! Lehret das Volk Liebe zur Heimat. Lehret es die Erlösungspflicht und gebt selbst das Beispiel! Der Keren Kajemeth hat dieses Jahr die Verdoppelung seines Bodenbesitzes proklamiert. Und wir, zur Mithilfe am Erlösungswerk bereit, proklamieren denn einhellig den zweiten Tag Chol-Hamoed Peßach als den „Tag der jüdischen Schriftsteller und Künstler für das jüdische Lan d“. Da soll über jeder jüdischen Redaktion, über jedem Theater und Museum der ganzen Welt e i n Panier wehen: „Die Heimaterde für das jüdische Volk!“ Jener Tag sei uns der Tag der Sammlung und Einigung, der da einet Dichter und Schriftsteller, Künstler und Forscher, Maler und Bildhauer, Musiker und Mimen- E i n Gefühl, e i n Wille! Groß wird der sittliche Wert unseres Werkes, die erzieherische Wirkung unseres Vorbildes sein. So wollen wir den Weg zum Herzen des Volkes suchen und finden. Von uns selbst aber fordern wir, daß ein jeder nach seiner Begabung gebe: Poesie und Prosa, Artikel oder Skizze, Gemälde oder Zeichnung, Musik oder künstlerischen Vortrag — jeder das seine! Freunde, sechzig Exilgeschlechter harren des Tages der Erlösung, warten auf Geulath Haarez. Da wollen auch wir ein Stück Heimaterde frei machen dem jüdischen Pflug. Mit brüderlichem Gruß! Achad Haam; Agnon Sch.; Agronsky G.; Almaliach A-; Anochi S.; Asaf S. Raw; Barasch O.; Brachiahu A.; Bar-Droiro; Beilinsohn M.; Ben- Abi J.; Ben-Ischai A.; Benjamin Rabbi; Ben Towim S.; Ben Zion S.; Bermann Hugo; Bialik Ch. N.; Blowstein Dr.; Brawer Dr.; Burlah I.; Cohen Mordechai ben Hillel; Cutler S.; Dinaburg B.; Drujanow A-; Engel I.; Epstein E.; Epstein I.; Fischmann S.; Fodor A. Professor; Ginsburg P.; Glicksohn M. Dr.; Golinkin M- (Direktor der Hebräischen Oper in Erez-lsrael); Gordon S. L.; Grasowsky I.; Grinberg Uri Zwi; Gutmann I. M. Professor; Hameiri A. (Feierstein); Hanoch G.; Herberg S.; Hurwitz I.; Jedidia B.; Jellin I-; Jewin H.; Juris S. Dr.; Kabak A. Dr.; Kamchi D.; Karmon S.; Kami I.; Klausner J. Dr.; Klein Prof.; Kohano Abr. Kossowsky Ch..; Lewin D.; Lifschitz A.; Lufban I.; Lurje Z. Dr.; Margolies M. Professor; Mejuchas I-; Mibaschan M.; Michlin H.; Puchatschwsky N.; Raban S.; Rabinowitz A. S.; Rabinowitz I.; Rawnizky I.; Rubaschow S-; Sakai D.; Sagorodsky M. D.; Sampter J-; Schatz Boris Professor; Schimanowitz D.; Schwarz Schalom; Silman K-; Slousch N. Dr.; Smilansky M.; Soto Ch.; Steinmann M.; Streit S-; Struck Hermann; Temkin M.; Tschernowitz Schmuei; Weinberg I.: Professor; Zifroni A-; Zuri I. Für nationalen Bodenerwerb Die Leitung des Keren Kajemeth in Deutschland erläßt folgenden Aufruf: Dr. W e i z m a n n hat während seines Aufenthalts in Berlin in besonders eindringlicher Weise auf die unbedingte Notwendigkeit, den jüdischen Bodenbesitz schnellstens zu vermehren, hingewiesen. Ussischkin ist überall in den Ländern, die er besuchte, mit größter Energie für die Geulath Haarez eingetreten und hat das Ziel proklamiert, 100000 Dunam bis Ende 5685 für den Keren Kajemeth zu erwerben. Alle, die sich für den Aufbau verantwortlich fühlen, erkennen die großen Gefahren, die sich aus dem Mangel an nationalem Bodenbesitz ergeben und bei der ständig wachsenden Einwanderung in noch verstärktem Maße ergeben werden. Trotzdem hat die Bodenspekulation in Palästina erschreckende Formen angenommen. Schon jetzt wird durch die Ausbreitung der Bodenspekulation in Palästina der Boden für unsere nationale Kolo- POBZELIi 4N-TC1RDEBL4GB THEATIMERSTRASSE 23 gegenüber der Feldherrnhalle GRÖSSTE AUSWAHL IN G E B R A U C H S P O R ZE IL AN

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