Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- 8 (20.2.1925)
- Date
- 1925-02-20
- Page
- Seite 122 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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122 Das Jüdische Echo Nr. 8 teil wird furchtbar schleppend geführt und täglich widerhallt ganz Polen von neuen Sensationsmeldungen im Zusammenhang mit der „Sprawa“. Die besten Verteidiger des Landes haben sich in den Dienst der Angeklagten gestellt. Der jüdische Sejmklub interveniert ununterbrochen bei allen möglichen Zentralstellen; bald heißt es, daß der Prozeß in Lemberg, bald wieder, daß er in Warschau zur Verhandlung gelangen wird. In der gesamten Öffentlichkeit, in Schule und Amt wirkt sich die Affäre Steiger aus. Jüdische Schulkinder werden von der Beteiligung an Schüleraufzügen ausgeschlossen. Überall werden die jüdischen „Bombenwerfer und Attentäter“ zurückgesetzt. Die gesamte Judenheit Polens wird als eine große Organisation von Staatsfeinden und Mördern behandelt. Die Warschauer Zentralregierung lehnt es ab, in „dieses schwebende Verfahren“ einzugreifen und die gesamte polnische Politik im Innern wird in starkem Maße von der ..Sprawa Steiger“ beeinflußt. Gemeinden-u. Vereins-Echo rrayn nstyn nx dwöiö mn rpjrsn 'Dnn Titpön 5 nytrn -pyrity nrw? (Ottostr. 2) München. Von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden wird uns mitgeteilt: Die Zentralwohlfahrtsstelle der* deutschen Juden war in der vergangenen Woche zusammen mit den Vertretern der anderen Verbände der freien Jugendwohlfahrt vom Reichsministerium des Innern zu einer Aussprache eingeladen. Der Zweck der Aussprache war, Klarheit darüber zu schaffen, oh nach den Erfahrungen der freien Verbände der Grundgedanke des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes, nämlich das Zusammenwirken von privaten und öffentlichen Organen in fruchtbringender Weise zur Geltung gekommen ist. Die freien Verbände der Jugendwohlfahrt, darunter auch die Zentralwohlfahrtsstelle, haben dem Ministerium ihre Wünsche zur Kenntnis gebracht. Es hat sich nämlich gezeigt, daß sowohl bei Landesjugendämtern als auch bei den Jugendämtern die Mitarbeit der freien Verbände noch nicht in einer befriedigenden Weise gesichert ist. Aus diesem Grunde werden die Jugendämter seitens des Ministeriums darauf hingewiesen, daß in Zukunft möglichst dem Sinne des Gesetzes entsprechend die freie Wohlfahrtspflege zu einer tatsächlichen Mitarbeit in der von ihr gewünschten Form herangezogen wird. Die Zentrale der freien Jugendwohlfahrt wurde mit der Aufgabe betraut, eine Prüfung des jetzigen Standes der Zusammenarbeit von dem Gesichtspunkte der freien Wohlfahrtspflege aus vorzunehmen. Die jüdischen Wohlfahrtsämter bezw. die Vereinigung der Jugend Wohlfahrt seien nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß ihre Mitarbeit hei dem für sie zuständigen Jugendamt von größter Bedeutung für die zukünftige Gestaltung der jüdischen Jugendwohlfahrt ist. Ein Fachausschuß für Jugendwohlfahrt ist als Beirat zur Zentralwohlfahrtsstelle gebildet worden. Hebräische Kurse, München. Mit Monat Februar schließt das Wintersemester. Ab 1. März werden neue Kurse eröffnet, die bis Mitte Juli fortgeführt werden sollen. Die bisher bestehenden IfUSMI-TEE Feinste echt russische Teemarke Gen.-Vertret.: Dr, ETTINGER, MÜNCHEN Aqnoss^rass«» 47. T31 79g Kurse des Herrn Argasi bleiben auch für das Sommersemester. Die Teilnehmer werden gebeten, bis spätestens 8. März sich im Büro der hebräischen Kurse, Ottostraße 2, für das neue Semester einzuschreiben und sich dort in den Besitz einer Teilnehmerkarte zu setzen. Für einen beabsichtigten neuen Anfängerkurs des Herrn Argasi werden Meldungen ebenfalls dort entgegengenommen. Das Unterrichtsgeld ist wie im Wintersemester auf 20 Mark pro Person und Semester angesetzt. Als erste Rate werden 10 Mark bei der Anmeldung erhoben. M ü n c h e n. Die Vorträge des Herrn Argasi allsonnabendlich abends 8 Uhr im Bibliotheksaal der Gemeinde über Palästina, das Land und seine Geschichte bringen ein Bildermaterial von der Kultur des palästinensischen Altertums (aus der Prähistorie und der Zeit des babylonisch-hetitisch-ägyptischen Einflusses), das geradezu als hervorragend bezeichnet werden muß. Selten wird man in München Gelegenheit haben, eine derartige Fülle charakteristischster Beispiele aus diesen interessanten palästinensischen Kulturepochen zu sehen. Der letzte Vortragsabend behandelte das Problem des philistäischen (kretischen) Kultureinflusses in Palästina. Die nächste Vorführung, 21. Februar, wird einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Kultureinflüsse der klassisch-biblischen und nachbiblischen Zeit geben. Bar Kochba München. Wir haben bereits wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß die Vorbereitungen für das anfangs April stattfindende Schauturnen es unbedingt erfordern, daß sämtliche Mitglieder regelmäßig zum Turnen kommen. Nunmehr richten wir diese dringende Aufforderung besonders an diejenigen, die bereits eingeteilt, also eine zusammengehörige Gruppe bilden. Sämtliche Abteilungen werden an diesem Schauturnen teilnehmen. Die Übungszeiten sind für die Damen Dienstag von 7—9 Uhr, für die Herren Mittwoch von 7—9 Uhr, für die Mädchen Mittwoch von 5 bis 7 Uhr, für die Knaben Dienstag von 6 bis halb 8 Uhr und für die Alte Herren-Riege Mittwoch von 7—9 Uhr jeweils in der Herrnschule. Neuanmeldungen nehmen die Abteilungsleiter dortselbst entgegen. Bar Kochba München. Leichathletik- Abteilung. Außer den bereits bekannten Veranstaltungen wie Schauturnen, Erstlingsneunkampf und Grünwald-München beabsichtigen wir, uns mit einer 10X400 m Staffel bei den großen Hallenwettkämpfen in Nürnberg anfangs März zu beteiligen. Alle hiefür in Frage Kommenden werden dringend aufgefordert zum Training zu kommen, damit eine Ausscheidung der wirklich Besten erfolgen kann. Das Training findet statt jeden Mittwoch von 7 bis 9 Uhr in der Herrnschule. Neuanmeldungen werden dortselbst entgegengenommen. Die Leitung. Dem Bar Kochba sind nachfolgende Spenden zugegangen, für die der Verein herzlichst dankt. M. Diamand anläßlich der Silberhochzeit Mk. 40.—, Pories anläßlich der Verlobung Laura Pories— Norbert Bendel Mk. 25.—, Dr. S. Lichtenstaedter Mk. 10.—, Gustav Schmitt-Pfarrkirchen Mk. 10.—. Palästina - Amt München. Tägliche Sprechzeit 1 bis halb 3 Uhr nur Rothmundstr. 6/1, welche ich genau einzuhalten bitte. Paul G r ii n b a u m. J ü d. Kulturverein München. Samstag, den 21. Februar 9 Uhr abends Vorlesung aus P e r e z : „Bonze Schweig!“ mit Erläuterungen und „Schwester“ im Sitzungssaal des Zentralvereins, Herzog Maxslraße 5, Rückgebäude I. Stock.