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Das jüdische Echo · 1925-02-13 · 7 (13.2.1925) · p. Seite 105

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
7 (13.2.1925)
Date
1925-02-13
Page
Seite 105 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 7 Das Jüdische Echo 105 aufzufassen war, klar hervor. Er sagte u. a.: Als Sozialist und Jude trete ich für eine jüdischsozialistische Partei ein. Ich möchte auf die den Juden in Deutschland drohenden Gefahren mit Nachdruck hinweisen. Nicht die antisemitische Welle ist das Gefährliche, der Radauantisemitismus der Hitler und Genossen läuft sich tot. Wir gehen aber einer anderen Periode des Antisemitismus entgegen, einer stillen Judenverfolgung: einem Antisemitismus der ungeschriebenen Gesetze. Diesem Antisemitismus ist mit dem Verleugnen des Judentums nicht beizukommen, sondern nur durch ein offenes Bekennen. Offen und entschieden müssen wir auch für die so viel geschmähten Ostjuden eintreten. Ostjudentum und Judentum überhaupt sind untrennbare Faktoren. Wenn man uns vorwirft, daß die sozialistische Bewegung eine jüdische Erfindung sei, so wollen wir dies mit Stolz quittieren. Walter Rathenau bezeichnete das Judentum als den Sauerteig der Menschheit. Jiddisch an der Hamburger Universität Hamburg. (J.T.A.) Wie das Israelitische Familienblatt mitteilt, hat die Hamburger Universität einen besonderen Lektor für Jiddisch berufen. Palästina Die neue palästinensische Währung Wie bekannt, soll binnen kurzem in Palästina ein neues Währungsystem eingeführt werden. Die palästinensische Regierung hat zwei Kommissionen ernannt, die die hebräischen und arabischen Bezeichnungen für die einzelnen Münzen feststellen sollen. Die Kommission für die hebräischen Bezeichnungen besteht aus den Herren Dr. Klausner, Prof. Klein und dem Leiter der Jerusalemer Abteilung der A.P.C. Gordon. Vorsitzender beider Kommissionen ist General Storrs. Da in palästinensischen Kaufmannskreisen Bedenken dagegen bestehen, daß als Einheit der neuen Währung wiederum eine Münze von demselben hohen Wert wie das Pfund festgesetzt werden soll, hat die Jaffaer jüdische Handelskammer den High Commissioner darauf aufmerksam gemacht, daß die Festsetzung einer niedrigeren Werteinheit erwünscht wäre. — Auf der gemeinsamen Sitzung der jüdischen und arabischen Kommission wurde beschlossen, daß die Währungseinheit im Wert von 1 £ Sterling sowohl hebräisch als auch arabisch „Dinar“ heißen soll. Ein Zehntel Dinar wird hebräisch „Schekel“ und arabisch „Miskal“ heißen. Ein Viertel Schekel wird im Hebräischen „Darkon“ genannt werden. Die kleinste Münze im Werte von ein Tausendstel Dinar (2 Pfennige) soll im Hebräischen „Pruta“ und im Arabischen „Sela“ genannt werden. (Ziko) Palästina Häusermangel in! T e 1 - A w i w Jerusalem. (P.G.) Der Zionistischen Exekutive liegt ein Antrag der Stadtverwaltung Tel- Awiws vor, in dem Vorschläge gemacht werden, um wenigstens eine teilweise Lösung der zur Zeit brennendsten Frage, des Häusermangels, herbeizXifiihren, denn eine beträchtliche Anzahl von Familien in verschiedenen Vierteln Tel-Awiws sieht sich gezwungen, in Zelten und Baracken zu wohnen. Die Stadtverwaltung von Tel-Awiw schlägt vor, diese Familien in ein anderes Viertel zu überführen, für welches Land von dem Gelde erworben werden soll, das die Stadt dem Keren Hajessod aus früheren Vorschüssen für dringende öffentliche Arbeiten schuldet. Der Boden wird unter die Wohnungssuchenden verteilt werden, die den Kaufpreis binnen vier Jahren zurückzuzahlen haben. Die erste Rate wurde hierauf schon entrichtet. Ein anderer Vorschlag zur Lösung der Wohnungsfrage durch Bau billiger Wohnungen, ausgehend von der Zionistischen Exekutive, wird von der Stadtverwaltung Tel-Awiw noch beraten und geprüft. Darnach will sich die Zionistische Exekutive bemühen, Privatkapital zur Errichtung einer Anzahl Häuser heranzuziehen, wobei sie für einige Jahre einen Reingewinn von 8 Prozent garantiert. Dieser Gewinn darf jedenfalls 12 Prozent nicht überschreiten. Nach diesem Vorschlag sollen vorläufig 300 Wohnungen erbaut werden. Die Angaben über Größe der Wohnungen, die Kosten des Baues, ebenso wie die Baupläne müssen der Exekutive zur Begutachtung vorgelegt werden. Der Keren Hajessod übernimmt gemeinsam mit der Stadtverwaltung Tel-Twiw dem Erbauer gegenüber die Garantie für die sichere Rückerstattung ihrer Gelder. Neue große jüdische Bodenkäufe bei Haifa. Im Aufträge der Meschek-Gesellschaft hat, wie aus Jerusalem telegraphiert wird, die PLDG soeben große Bodenkäufe getätigt. Es wurden erworben 60 000 Dunam zwischen Haifa und Akko, sowie weitere 18 000 Dunam westlich von Nahalal. Außerdem hat die Meschek-Gesellschaft 13 000 Dunam bei Schattahn, nördlich und östlich von Nuris, gekauft, so daß sich der jüdische Bodenbesitz von 3 km westlich Beth Schaan bis 2 km östlich von Haifa fast ununterbrochen erstreckt. Insgesamt hat die Meschek-Gesellschaft in den letzten vier Monaten gegen 150 000 Dunam neuer Böden in Palästina erworben. (Ziko) Neue Immigrations-Zertifikate. Jerusalem, 7. 1. (P.. C.) Die Zionistische Palästina-Exekutive hat bei der Regierung, wie im Vormonat, wiederum 900 Zertifikate im Rahmen der für das Halbjahr Oktober bis März grundsätzlich bewilligten Gesamtzahl für Arbeiter-Einwanderer von 3000 angesucht. Zugleich hat das der Regierung eine Liste vorgelegt, wie die neuen Zertifikate auf Ost- und Zentraleuropa aufgeteilt werden sollen. Auch von den in Rußland und Smyrna auf die Einreiseerlaubnis Wartenden wurde eine Azahl nominiert und der britische Geschäftsträger in Moskau sowie der britische Konsul zu Smyrna sind zur Visenerteilung beauftragt. Da jeder mit einem Zertifikat beteilten Person die Mitnahme von Frau und Kindern erlaubt ist, wird die Zahl der Einwanderer jene der Zertifikate bei weitem übersteigen. f Gedenket der hungernden Vögel f oerfudien sie »^Smyrna-Flamme“ zu lOPfq. mit StrobmunDftück in eleganter Bfechpackung 5igarettgnfabrik Dibolb, Tüundien VERSICHERN SIE LEBEN UND EIGENTUM Versicherungsgeschäft Dr. Ettinger, Agnesstr. 47, Telefon 31792

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