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Das jüdische Echo · 1925-02-06 · 6 (6.2.1925) · p. Seite 88

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
6 (6.2.1925)
Date
1925-02-06
Page
Seite 88 (sequence 8)
Language
German
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88 Das Jüdische Echo Nr. 6 Teil wurde zu Reservearbeiten gegriffen, sowohl in Jehudah, als auch in Schomron. Es handelte sich vor allem um Wegeanlagen. Ein Teil der Arbeiten ist noch jetzt im Gange. In Schomron fand ein Teil Arbeit hei der „Ica“, in den Sümpfen von Kabarah. Außer diesen Reservearbeiten gelang es, in den Kolonien selbst, Arbeiten zu übernehmen, sowohl in den Plantagen, als auch beim Bau, und — in geringem Maße — im Bauernbetriebe selbst. Obwohl die Überführung der Arbeiter von einer Arbeitsperiode in die andere nicht ganz glatt vonstatten ging, sodaß teilweise eine Anzahl von Arbeitern kurze Zeit arbeitslos waren, so ist es immerhin gelungen, den größten Teil auch außerhalb der Saisonmonate in der Kolonie zu halten und neue Arbeiten zu erschließen. So ist es möglich geworden, daß für das Packen des Tabaks bereits 500 neue Einwanderer beschäftigt werden können. In drei Monaten beginnt die neue Pflanzzeit des Tabaks. Es ist heute noch nicht abzusehen, wieviel im nächsten Jahre gebaut werden wird. Wenn man annimmt, daß sich die Anbaufläche dieses Jahr nicht vergrößert, also ungefähr 10 000 Dunarn bepflanzt werden, so wird damit Arbeit für 4000 Leute geschaffen. Ein Teil dieser Arbeit wird von den Bauern selbst und Arabern geleistet. Wenn man das in Betracht zieht, bleibt Raum für 2000 jüdische Arbeiter. Rechnet man die festen Arbeiten in den Kolonien dazu, die ebenfalls 2000 Arbeiter aufnehmen können, so kommt man zu dem Resultat, daß in drei Monaten weitere 1000 Arbeiter für die Kolonien notwendig sein werden. Dieses alles sind aber, wie gesagt, noch Voranschläge. Dr. A. G., Jerusalem. Aus der jüdischen Welt Palästina Baumwollpflanzungen in Palästina Wie der „Doar Hajom“ berichtet, verfolgt man in Palästina die Reise des bekannten Idustriellen Himburg nach Mesopotamien und Palästina mit großer Aufmerksamkeit. Herr Himburg steht an der Spitze der Gesellschaft für Baumwollpflanzungen in den Übersee-Territorien Englands; sein Einfluß auf Manchester und dessen Industrie ist ein sehr großer. Herr Himburg sollte gegen den 20. Januar in Bagdad eintreffen und gegen zwei Wochen später in Palästina, um, wie er sich Journalisten gegenüber ausgedrückt hat, die Lage an Ort und Stelle zu studieren. Er glaubt, daß die Euphrat-Niederung in Mesopotamien und die Jordan-Niederung in Palästina in der Lage wären, England mehr als die Hälfte seines Bedarfs an Baumwolle zu liefern. Besondere große Hoffnungen setzt er dabei auf Palästina. Der Gesellschaft des Herrn Himburg stehen überaus große Mittel zur Verfügung, und wäre sie in der Lage, mit Leichtigkeit Millionen von Pfund in Pflanzungen anzulegen. (Ziko.) Eine Chaussee von Tel Awiw nach Petach Tikwah Der Plan der Errichtung einer Chaussee von Petach Tikwah nach Tel Awiw steht vor seiner Verwirklichung. Wie gemeldet wird, werden, im Einverständnis mit der Regierung, Tel Awiw und Petach Tikwah 25 000 ägpy. Pfund für die Errichtung dieses Weges zur Verfügung stellen, der von Tel Awiw über Ir Ganim und Bne Brak nach Petach Tikwah führen wird. Die Regierung gestattet, daß besondere Gebühren den einzelnen Wagen und Automobilen für die Benutzung dieses Weges auferlegt werden, aus denen die Anleihe verzinst und amortisiert werden soll. Man glaubt mit jährlichen Einnahmen von gegen 4000 Pfund rechnen zu können. Die Regierung ist bereit, die jährlichen Erhaltungskosten des Weges zu übernehmen. Diese mit der Kreisregierung getroffenen Abmachungen bedürfen noch der Bestätigung durch die Zentralregierung. — Der bis jetzt bestehende Weg ließ sehr viel zu wünschen übrig, er bereitete allen Reisenden sehr große Unzukömmlichkeiten und erschwerte ungemein den Warenverkehr. (Ziko.) Trockenelement-Fabrik in Haifa Die Firma J. & T. Salzman hat eine Trockenelement- und Batterielampen-Fabrik in Haifa gegründet mit einem Grundkapital von 1200 ägypt. Pfund. Beschäftigt werden 18 Leute, davon 4 gelernte und 14 ungelernte. Die Löhne betragen zwischen PT. 15—35 pro Tag. Das Rohmaterial wird aus Europa eingeführt. Die Batterien bestehen aus einer Oxydpulvermischung von Magnesium und Graphit. Die Produktion beträgt pro Tag 300 Batterien, die in Palästina im Großhandel zu PT. 2 pro Stück verkauft werden. (Ziko.) Prof. Einstein und Prof. Chajes bei der Eröffnung der Jerusalemer Universität London (J.T.A.). Seitens des Vollzugskomitees des Weltverbandes jüdischer Studenten, dessen Ehrenpräsident bekanntlich Prof. Albert Einstein ist, wird der J.T.A. mitgeteilt, daß Prof. Einstein der Eröffnung der Hebräischen Universität zu Jerusalem, die am 1. April stattfindet, beiwohnen wird. Vom Weltverband der jüdischen Studenten werden sich zwei Gruppen zur Eröffnung der Universität nach Jerusalem begeben. Die eine reist am 23. März über Marsaille, die andere am 25. März über Triest ab. Wien (J.T.A.). Oberrabbiner Prof. Dr. Chajes wird sich nach Palästina begeben, um der Eröffnung der Hebräischen Universität beizuwohnen. Er wird von einer Gruppe jüdischer Studenten aus Warschau begleitet sein. Warschau (J.T.A.). Die Exekutive der Zionistischen Organisation in Warschau trifft Vorbereitungen, um zahlreiche Zionisten aus Polen, die der Eröffnung der Hebräischen Universität beiwohnen wollen, nach Palästina zu befördern. Der „B 1 a u - W e i ß“ in Erez Jisrael Jerusalem, 7.1. (P. C.) Die Palästina-Arbeit der in Zentraleuropa verbreiteten Jugend-Organisation ,,Blau-Weiß“ spiegelt sich in der Niederlassung einer Handwerkergruppe aus diesem Kreis in Tel-Awiw wieder. Die Gruppe, die hierlands schon größere Aufträge übernommen und befriedigend ausgeführt hat, besteht aus etwa 25 Mitgliedern, von denen die meisten als Schmiede, Tischler oder Elektrotechniker geschult sind. Der Keren Kajemeth hat nunmehr 8000 Pik, anstoßend an seinen Boden von Nordia, erworben und der Gruppe verpachtet, damit sie ihre eigenen Werkstätten errichten kann. Die Zionistische Vereinigung für Deutschland und die Genossenschaftlichen Werkstätten ,,Blau-Weiß“ haben die Verpflichtung übernommen, einen großen Teil des Kaufpreises für den Boden dem KKL in kurzen Raten rückzuerstatten. Deutschland Das Judentum auf der Jahrtausend- Ausstellung in Köln Im allgemeinen ist es wenig bekannt, wie lange das Judentum im Rheinlande seßhaft ist. Nach urkundlichen Feststellungen gab es bereits im Anfang des 4. Jahrhunderts jüdische Gemeinden u. a.

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