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Das jüdische Echo · 1925-02-06 · 6 (6.2.1925) · p. Seite 87

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
12 (1925)
Issue
6 (6.2.1925)
Date
1925-02-06
Page
Seite 87 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 6 Das Jüdische Echo 87 che 16 Abgeordnete entfallen; für die Liste der Poale Zion (Dr. Oscar Cohn) wurden 1700 Stimmen abgegeben; auf diese Liste kommt wahrscheinlich tür Berlin nur ein Mandat, das zweite ist noch zweifelhaft; für die Liste der Liberalen Vereinigung wurden 24 600 Stimmen abgegeben, es entfallen auf dieselbe etwa 27 Mandate; für die Liste der Religiösen Mittelpartei (Dr. Weisse) wurden 4900 Stimmen abgegeben, auf diese Liste entfallen wahrscheinlich 6 Mandate; für die Liste der Konservativen (Galewski) wurden 2700 Stimmen abgegeben, diese Liste hat wahrscheinlich mit 3 Mandaten zu rechnen. Dieses Ergebnis ist ein vorläufiges; das offizielle Resultat wird wahrscheinlich erst zu Ende dieser Woche bekannt gegeben werden. Nach vorläufiger Schätzung dürfte das Gesamtresultat sich so stellen, daß die Volkspartei 31 Mandate in der Landesversammlung haben wird. In Berlin wurden gewählt: Auf der Liste der Jüdischen Volkspartei Dr. Alfred Klee, Ministerialrat Abg. Dr. Hermann Badt, Kurt Blumenfeld, früherer jüdischer Minister für Litauen Dr. Max Soloweitschik, Gemeinderabbiner Dr. Emil Levy, Frau S. Wronsky, Prof. Dr. Heinrich Löwe, Dr. Max Kollenscher, Benzion Fett, Dr. Max Rosenberg, Samuel Haarpuder, Oberregierungsrat Hans Goslar, der frühere jüdische Minister für die Ukraine J. W. Latzki-Bertholdi, Dr. Alfred Landsberg, Dr. Jacob Tugendreich, Dr. Aron Sandler. — Auf der Liste der Poale Zion ist Dr. Oscar Cohn als sicher gewählt, das zweite Mandat ist zweifelhaft. Die Poale Zion haben aber noch auf mindestens ein Mandat der Landesliste (Alfred Berger, Berlin) zu rechnen. Auf der Liste der Liberalen Vereinigung wurden gewählt: Kammergerichtsrat Leo Wolff, Vorsitzender des Vorstands der Berliner Jüdischen Gemeinde Berlin; der Vorsitzende der Repräsentantenversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde Heinrich Stern, der Vorsitzende des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Dr. Julius Brodnitz, Gemeinderabbiner Dr. Max Weyl, Frau Helene Meyer-Stargard, Dr. Julius L. Seligsohn, Komm.-Rat Naphtali Hamburger, Justizrat Hugo Sonnenfeld, Louis Wolff, Dr. J. Gutmann, Frau Minna Schwarz, Dr. Moritz Garbaty, Dr. Ludwig Holländer, Justizrat Leo Lilienthal, Prof. Dr. Moritz Türk, Georg Cohn, Frau Gertrud Seligsohn, Dr. John Wertheim, Hermann Falkenberg, Arnold Stein, Dr. Walter Breslauer, Emil Plotke, Paul Pincus, Michael Abraham, Dr. Arthur Lilienthal, Sanitätsrat Dr. A. Peyser (Vizepräsident des Verbandes nationaldeutscher Juden) und Bruno Woyda. Auf der Liste der Religiösen Mittelpartei wurden gewählt: Rabbiner Dr. S. Weisse, Magistratsrat Dr. Adolf Neumann, Komm.-Rat Gerson Simon, Legationsrat Prof. Dr. M. Sobernheim, Geheimrat Dr. Julius Stern (ehemals Vorsitzender des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Berlin), Sally Kirschstein. (Das letzte Mandat ist noch umstritten.) Auf der Liste der Konservativen wurden gewählt: Bruno Galewski, Dr. Isi Kahn-Jaffa, David Wolpe. Die Wahlen zum Preußischen Landesverband ergaben in Frankfurt das folgende, offiziell noch nicht beglaubigte Resultat: Für die Liste der Liberalen Vereinigung wurden 5330 Stimmen abgegeben, auf dieselbe entfallen wahrscheinlich 6 Mandate; für die Vereinigte Liste der Volkspartei und der Konservativen wurden 3417 Stimmen abgegeben, diese Liste hat wahrscheinlich 4 Mandate. Für die Poale Zion wurden 169 Stimmen gezählt. In Breslau wurden 6 Liberale, 2 Konservative und 2 Angehörige der Volkspartei gewählt. Die liberalen Mandatare sind: Dr. Bielschowski, Dr. Kalisch, Max Gins, Brinitzer, Dr. Ollendorf, Tranowsky. Die Mandatare der Volkspartei sind: Dr. Jacobsohn und Rabin. In Köln wurden 4 Liberale und 2 auf der vereinigten Liste der Konservativen und Zionisten gewählt. Die liberalen Mandatare sind Rechtsanwalt Frank, Rabbiner Kober, Frau Tietz, Jacobi. Die Mandatare der vereinigten Liste sind: der Zionist Max Goldreich und der Konservative Rabbiner Rosenthal. Im Wahlkreis Schleswig-Holstein wurden ein Liberaler und ein Volksparteiler gewählt. Der Mandatar der Jüdischen Volkspartei ist Dr. Victor-Wandsbeck. Im Wahlkreis Pommern, Brandenburg, Grenzmark wurden 3 Liberale und der Zionist Dr. Hantke gewählt. Die liberalen Mandatare sind: Meyer-Stettin, Zilenziger - Potsdam, Rechtsanwalt Fleischer-Schneidemühl, Siegfried Rosenbaum-Pasewalk. Die Organisation des Landesverbandes sieht bekanntlich vier Organe vor: Den. Verbandstag, der einmal im Jahre zusammentreten soll und der etwa 130 Repräsentanten zählen wird; den Verbandsrat und die Ausschüsse. Der Rat besteht aus 35 Mitgliedern. Der Preußische Landesverband umfaßt 630 Gemeinden mit etwa 97 Prozent der in Preußen wohnenden Juden. Ganz Preußen ist in 13 Wahlkreise geteilt; auf je 3000 Seelen entfällt ein Abgeordneter. Tabak und Arbeitsmarkt Im Augenblick, wo in den Kolonien das Packen des Tabaks beginnt, ist es angebracht, die vergangene Saison und ihre Resultate zu überblicken. Vor einem Jahr — das heißt vor dem Beginn der Tabakpflanzungen — zählten die jüdischen Kolonien ungefähr 900 jüdische Arbeiter, während sie in der Saison bis zu 10 000 Menschen (Araber) beschäftigten. Diese 900 hatten in der Mehrzahl feste Arbeit. Augenblicklich sind in den Kolonien ungefähr 2500 Arbeiter beschäftigt. Das heißt also, daß seit einem Jahre 1600 Arbeiter neu in die Kolonien gegangen sind. Ein Teil davon ist in Chawuroth zusammengeschlossen. Petach-Tikwah 200, Rechowoth 150, Ness Zionah 35, Chederah 50, Sichron Jaakow 35 und Jawniel 20. Die übrigen bilden Kibuzim oder arbeiten als einzelne. Das Arbeitsdepartement der Exekutive zusammen mit dem Kolonisationsdepartement half bei der Installierung der Arbeiter mit Anleihen in der Höhe von 7500 f. Das Geld wurde teils für die Aufstellung von Barakken verwendet, teils für den Beginn der Einrichtung landwirtschaftlicher Betriebe der Gruppen. Die Arbeit der Exekutive und des Merkas Chaklai ist neben anderem darauf gerichtet, den Gruppen Boden zu sichern, sodaß ihr Wohnort in der Kolonie gesichert ist, und die Zelte, die bisher zum Aufenthalt dienten, durch Baracken zu ersetzen. Es wird dadurch auch Platz für die neuen Einwanderer geschaffen, die in die Kolonien gehen. Da die Tabakarbeit sehr ausgeprägt den Charakter als Saisonarbeit trägt, mußte von vorneherein dafür gesorgt werden, die Zeit zwischen Abschluß des Pflückens (Ende August) bis zum Beginn des Packens mit anderen Arbeiten auszufüllen. Zum IfUSMI-TEE | m Feinste echt russische Teemarke Gen.-Vertret.: Dr. ETTINGER, MÜNCHEN _Aonosstrass» 47. T«*l*»fon 31 7 92

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