Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- 48 (28.11.1924)
- Date
- 1924-11-28
- Page
- Seite 420 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Das Jüdische Echo Nr. 4$ 420 Die Kommission wünscht in dem (nächsten (Berichte eine ausführlichere Information zu erhalten bezüglich Immigration und Emigration, Klassifikation der Immigranten nach Rasse und Beruf, detaillierte Angaben über deren Herkunftsland'. Die Kommission hofft, daß der nächste 'Bericht genauere Einzelheiten über die Zusammensetzung und die Pflichten der verschiedenen (militärischen Streitkräfte in Palästina und ihre völkische Zusammensetzung bringen wirdj. Die Kommission hat mit Befriedigung die Erklärung des akkreditierten Vertreters zur Kenntnis genommen. (faß er bereit ist, 4ie Möglichkeit einer auf Palästina anwendbaren Arbeitergesetzgebung in Erwägung zu ziehen. Sie hofft, daß der näohste Bericht darüber mehr Einzelheiten bringen wird, insbesondere bezüglich der Anwendbarkeit der internationalen Arbeiterkonventionen auf Palästina. Die Kommission hofft, daß der näohste Bericht auch vollere Informationen bezüglich der Budgetvoranschläge und der Finanzen der Verwaltung geben wird und wäre dankbar für Informationen über die finanzielle Verwaltung des Wakuf. (Ziko.) Aus der Jüdischem Weit Palästina Die Palestme Investment Company Wie „Lischar Wetaassiah” berichtet, hat Dr. Weizmann bei seinem kürzlichen Aufenthalt in Palästina erklärt, daß die von der Mars hall-* Gruppe in Amerika gegründete Investment-Company noch im Laufe dieses Winters ihre Tätigkeit in Palästina aufnehmen wird, und zwar mit einem Anfangskapital von vorläufig 1 Million Dollar, das mit der Zeit auf 5 Millionen Dollar1 erhöht werden soll. Der Sitz der Leitung der Investment-Company werde in Palästina sein.' jJZiko.) Baldige Eröffnung der palästmens'schen Tabak verarbeitenden Zigarettenfabrik in Amerika Wir berichteten seinerzeit, daß zwecks Förderung des palästinensischen Tabakbaues außer den Fabriken in Palästina auch in Amerika eine Fabrik geschaffen werden solle, die aus Palästina importierten Tabak ,zu Zigaretten verarbeiten wird. An der Spitze dieses Unternehmens steht der bekannte Berliner Tabakindustrielle Lubliner, [Generaldirektor der iMal-Kah-Zigarettenfabrik. Wie wir aus verläßlicher Quelle erfahren, sind die Maschinen für diese Fabrik in Amerika dieser Tage aus Deutschland bereits nach Neuyork versandt worden. Auch die Maschinen für die ebenfalls von Herrn Lubliner in Tel Awiw errichtete Fabrik sind bereits abgegangen. Für den Konsum in Zentraleuropa soll eine Zigarettenniederlage in Berlin errichtet werden, evtl, soll auch noch in Danzig eine weitere Fabrik für die Verarbeitung palästinensischer Tabake gegründet werden. (Ziko.) Bevorstehende Betriebsaufnahme der Lederfabrik bei Jaffa. Die Lederfabrik des Herrn Lefkowitsch am Strande von Tel Awiw soll laut ,*Doar Hajom” in den nächsten Tagen ihren Betrieb aufnehmen. (Ziko.) Die ersten Verschiffungen der diesjährigen Palästina-Orangen Am 10. November fand in Jaffa unter Teilnahme des Gouverneurs des Jerusalem-j aff a|- Distrikts, General Storrs, die offizielle Feier der Verschiffung der ersten Orangen der diesjährigen Ernte statt. Die erste Sendung bestand aus 3,5 Millionen Orangen, die von jüdischen und arabischen Züchtern exportiert worden sind. (Ziko.) Eröffnung einer Handelsschule in Jerusalem Auf Grund der Privatinitiative des Herrn S. Schur wurde mit Hilfe und unter Aufsicht des Erziehungs-Departements der Zionistischen Organisation eine Handelsschule in Jerusalem eröffnet. In die erste Klasse haben sich 65 Schüler eingeschrieben, sodaß von Anfang an zwei Parallelklassen eröffnet werden mußten. (Ziko.) Eine palästinensisch-arabische Legion gegen die Wahabiten Jerusalem (J.T.A.) Laut einer in der Jerusalemer arabischsen Zeitung „Lissan el Arab” am 2. November erschienenen Mitteilung haben sich allein in Nablus 150 palästinensische Araber als Freiwilligen-Legionäre eintragen lassen, um für die Haschimiten und gegen die Wahabiten im Hedschas zu kämpfen. Ein Sachverständiger über die jüdischen Stadtpläne Der ehemalige Zivilbeirat der Stadtplankommission von Jerusalem, C. R. Ashbee, hat ein Buch „Jerusalem 1920 bis 1922” herausgegeben. Der sachkundige Verfasser widmet ein Kapitel den neuen jüdischen Vorstadtvierteln und der Änderung, welche durch sie im Stadtplan verursacht wird Dieses Kapitel ist mit Illustrationen von Kauffmanns Plan von Antiochus, janjireh, Boneh-Bejith (Beth Hakerem) und seinem bekannten Modell von Talpioth versehen. Wir entnehmen diesem Kapitel folgende Stellen: „Zu den interessantesten Erscheinungen der modernen Bautätigkeit Jerusalems gehören die verschiedenen Pläne und Vorschläge, an denen (sich verschiedene jüdisiche Gruppen unter der iFührung der Palästine Land Development Co. beteiligen. Jüdische Pläne werden mit den allgemeinen Stadtplänen verbunden. Bis jetzt sind fünf Vor- ^tadtviertel geplant; ich möchte über jedes derselben, Antiochus, Talpioth, Janjireh, Boneh- Bajih und Antimus Povah, ein Wort sagen. Antiochus: Durch Beschluß, .einen Teil der Ländereien des griechisch.orthodoxen Patriarchats zu veräußern, kamen die Ländereien an der Ecke des Manilla-tFriedhofes zum Verkauf. Der Plan Isieht folgende Gebäude vor: Auf einer Fläche (von 19 270 Quadratpick sollen zirka 200 Läden errichtet werden, von denen 50 kleine Basare isein sollen. Fernem vier Bankgebäude, für deren Baugrund je 1000 Quadratmeter vorgesehen ßiind, ferner Büros und Warenhäuser. Die Gartenstadt Talpioth: Dieser Vorort liegt Südlich von Jerusalem, jenseits der Eisenbahn. Die Gesamtfläche umfaßt 1859,54 Quadratpick oder 1068,65 Quadratmeter, von denen Raum für Wege und Straßen abzuziehen sind. J. A. HENCKELS ZWILLINGSWERK MÜNCHEN # THEA ERSTRASSE 8 *