Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- 46 (14.11.1924)
- Date
- 1924-11-14
- Page
- Seite 388 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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388 Das Jfltflscfcc Echo Nr.46 Aus der Jüdischen Welt Palästina Die Einwanderung in Palästina im Monat Oktober Jerusalem. (J.T.A.) Im Monat Oktober sind in Palästina 1200 Immigranten eingetroffen. Die Zahl der Immigranten im September betrug 2500. Cook führt in die jüdischen Kolonien London. (J.T.A.) Die Welt-Touristenagentur Thomas Cook & Sohn, A.-G., mach't die J.T.A. darauf aufmerksam, daß sie in ihrem Reisebuch über Aegypten und Palästina für das Jahr 1924—25 die jüdischen Kolonien in Palästina besonders hervorhebt. Die Agentur schreibt: „Wir werden unsere Touristenführer instruieren, den Reisenden, die ein Bild von dem Fortschritt des jüdischen Nationalheims in Palästina haben wollen, die jüdischen Kolonien zu zeigen; und zwar nicht allein die alten Kolonien, sondern auch die seit der britischen Regierung im Jahre 1917 von der Zionistischen Executive aufgebauten Siedlungen. Auf Wunsch können jüdische Reisende einen Glaubensgenossen zum Führer und Dolmetscher erhalten. Plan einer Textillen-Stadt in Palästina Jerusalem. (J.T.A.) Die bekannten Textilfabrikanten aus Lodz, Gebrüder Rosenberg, die jetzt in Palästina weilen, sind mit der Organisierung einer Textilindustrie in Palästina beschäftigt. Sie planen die Errichtung einer neuen Stadt in Palästina, die ein Heim der heimischen Textilindustrie sein soll. Zu Anfang werden etwa 200 bis 300 kleinere Textilfabrikanten eingeladen, sich in Palästina anzusiedeln und dort ihre Betriebe einzurichten. dabei soll die Arbeit für den Ausbau der * Industrie in größerem Maßstabe fortgesetzt werden. Das Projekt findet die Billigung der Zionistischen Exekutive. Eine Streichholzfabrik in Palästina Dr. Volkert und die Gebr. Weizmann aus Kowno errichten in Haifa eine Streichholzfabrik, die zugleich die erste Streichholzfabrik des nahen Ostens sein wird. Für die Errichtung und Ausgestaltung der Fabrik ist ein Betrag von St. 25 000 vorgesehen. (Ziko.) Die geringe Auswanderung aus Palästina Laut den im palästinensischen Amtsblatt erschienenen Zahlen sind im Laufe des August aus Palästina 74 Leute ausgewandert, darunter 40 Christen, 5 Mohammedaner und nur 29 Juden. (Ziko) wachsenden Einwanderung in Palästina Bedarf an Spezialärzten fühlbar. Laut Angaben Dr. Freilichs könnten sich in Tel Awiw Kinderärzte, Neurologen, Laryngologen und Dermatologen eine Existenz gründen. Die nötigen Instrumente und neuesten Apparate müßten mitgebracht werden. Kenntnis der hebräischen Sprache und einer der in Palästina am meisten verbreiteten europäischen Sprachen (englisch oder französisch) sei erforderlich. Herr Dr. Freilich steht Interessenten mit näheren Auskünften gern zur Verfügung. (Ziko) Beginn des Baues der Elektrizitätsstation in Tiberias Am 22. Oktober wurde mit dem Bau der Elektrizitätsstation in Tiberias begonnen. Die Station wird angrenzend an die Siedlung Kirjath Samuel gebaut. (Ziko) Grundsteinlegung für das Gebäude der Mädchenfarin in Nahalal Am 23. Oktober wurde der Grundstein für das Gebäude der Mädchenfarm in Nahalal, die von der Internationalen Zionistischen Frauenorganisation (W.I.Z.Ö.) erhalten wird, gelegt. (Ziko) Vom Völkerbund Dank an Herbert Samuel Genf. (J.T.A.) Am 30. Oktober hat die ständige Mandatskommission des Völkerbundes die Diskussion über den Bericht der britischen Regierung betreffend die Administration des palästinensischen Mandats beendet. Sir Herbert Samuel, der britische Oberkommissar für Palästina, unterbreitete einen ergänzenden BeriSm;1 in welchem er die Tätigkeit der christlichen;mohaitmie§d|tMschen und jüdischen Schulen in Palästina, den Gebrauch der hebräischen Sprache im öffentlichen Leben, die Arbeitsverhältnisse, das Gesundheitswesen, das Budget der palästinensischen Administration, die gegenwärtigen finanziellen Verhältnisse im Lande, sowie dessen Handelsbilanz behandelte. Sir Herbert Samuel ging auf alle Details ein und beantwortete ausführlich die von den Mitgliedern der Kommission an ihn gerichteten Fragen. Das ganze Frage- und Antwortspiel war von einem tiefen Ernst getragen. « Die Kommission dankte Sir Herbert Samuel für die erschöpfenden Auskünfte, die er der Kommission während der drei Tage dauernden Verhandlungen über die Arbeit der palästinensischen Administration erteilt hat. Durch diese Auskünfte habe die Kommission einen Eindruck von den der Administration Palästinas innewohnenden besonderen Schwierigkeiten bekommen. Günstige Aussichten für Spezialärzte in Palästina Laut einer Zuschrift von Herrn Dr. Freilich. Ein Polnischer Einigrationsinspektor nach Palästina Apotheker in Tel Awiw, an die „Wiener Morgen- Warschau. (J.T.A.) Wie die J.T.A. erfährt, zeitung“ macht sich in Zusammenhang mit der entsendet die polnische Regierung den Inspektor PELZMODE-HAUS SCHWABE MO DERNSTE PELZE MÜNCHEN, KAUFINGERSTR.23