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Das jüdische Echo · 1924-10-24 · 43 (24.10.1924) · p. Seite 347

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
11 (1924)
Issue
43 (24.10.1924)
Date
1924-10-24
Page
Seite 347 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 43 Das Jüdische Echo 347 Achad-Haam schwer erkrankt T e 1 - A w i w. („Wiener Morgenzeitung“.) Der bekannte hebräische Schriftsteller Achad Haam ist neuerlich schwer erkrankt. Seinen Freunden gegenüber äußerte er sich, daß er nur noch einen Wunsch — die Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem — erfüllt sehen möchte. Tel-Awiw die zentrale Bahnstation West-Palästinas Der Oberbürgermeister von Tel-Awiw, der wegen eines Berichtes über den Bau eines Hafens in Jaffa in London weilte und mehrere andere Fragen besrochen hat, teilt mit, daß der Plan, die zentrale Bahnstation West-Palästinas von Ludd nach Tel-Awiw zu verlegen, gebilligt und die Errichtung einer städtischen Hypothekenbank für Tel- Awiw gestattet worden sei. Der Palästinensisch-Arabische Kongreß und der jüdische Landerwerb in Palästina Jerusalem. (J.T.A.) Wie die Palästinensische Telegraphen-Agentur erfährt, ist eine außerordentliche Tagung des Palästinensich-Arabischen Kongresses einberufen worden, der über die gegenwärtige politische Lage beraten soll. Auch die Frage des Landerwerbs durch die Zionisten soll als ein sehr wichtiger Punkt der Tagesordnung zur Erörterung gelangen; insbesondere der Kauf von fünf Dörfern im Distrikt Nazareth. Es wird erklärt, daß der Boden in diesen Dörfern viele Generationen hindurch von den jetzigen Bewohnern und ihren Vorfahren im Besitz gehalten worden war und daß die Bevölkerung infolgedessen das Eigentumsrecht erworben hat. Demnach wäre der Verkauf ungesetzlich. Südafrika Der englische Kolonienminister kündigt seine Reise nach Palästina an Johannisburg. (J.T.A.) Herr J. H. Thomas, der britische Minister für die Kolonien, der kürzlich in Südafrika geweilt hat, erwiderte auf eine Begrüßung seitens der Zionisten Südafrikas, daß er Palästina besuchen wolle, um dort die fortschreitende Entwicklung zu beobachten. „Ich beabsichtige,“ sagte er, „diese Reise auf jeden Fall zu unternehmen, ob es nun amtlich oder nicht amtlich geschieht.“ „Es war mir eine stolze Pflicht und eine Ehre — setzte der Minister fort — als erster Arbeitsminister im Sitzungssaale des britischen Unterhauses unsere Unterzeichnung der Balfour-Deklaration proklamieren zu können. Es war vorher meine Pflicht, den Kollegen im Ministerium meine Ansichten, Ideen und Intentionen betreffs der Zukunft Palästinas auseinanderzusetzen. Dies wurde in einem Memorandum zum Ausdruck gebracht, das von dem Ministerium einstimmig angenommen wurde, und das ich im Namen der Regierung im Sitzungssaale des Unterhauses ankündigen konnte, Jetzt darf ich Ihnen wohl etwas sehr Erfreuliches mitteilen. Einige Tage vor meiner Abreise aus England hatte Ihr großer Führer, der wahrscheinlich einer der größten Stammesführer ist, eine sehr lange Unterredung mit mir. Gegenüber allerhand Gerüchten und Andeutungen, wonach die Juden das ganze Interesse an Palästina verloren hätten, versicherte mir Dr. Weizmann, daß er diesmal in Amerika den dreifachen Betrag als vorher aufgebracht habe, und daß er im nächsten Jahre angesichts des dort herrschenden Enthusiasmus für die Sache mit dem doppelten Betrag als letzthin zurückzukehren hoffe. Das ist also ein gutes Zeichen; und zwar nicht allein hinsichtlich der Geldaufbringung, sondern vielmehr ist der Beweis erbracht, daß die Juden die Entwicklung Palästinas auch weiterhin zu fördern bereit sind. Und weiter: Zwei Tage vor meiner Abreise aus England hatte der Oberkommissar für Palästina, Sir Herbert Samuel, der einer der fähigsten Administratoren dfes britischen Reiches ist, ebenfalls eine Unterredung mit mir, in deren Verlauf er mir von der in Palästina vor sich gegangenen ungeheuren Entwicklung erzählte. Ich hoffe nunmehr, daß ich selbst in der Lage sein werde, das Vorwärtsschreiten Palästinas in Augenschein zu nehmen, da ich, wie gesagt, die Absicht habe, dieses Land auf jeden Fall zu besuchen. Der Aufbau Palästinas ist eine Sache der britischen Ehre und des britischen guten Rufes; Sie dürfen weiterhin auf diese Ehre und diesen guten Ruf bauen, was allein eine genügende Garantie dafür bietet, daß sich Palästina zu einem Lande entwickelt, auf das Sie stolz sein werden.“ Amerika Ansprache des rumänischen Gesandten in Amerika am Jom Kippur in der Synagoge Bukarest. (J.T.A.) Rumänische Zeitungen bringen eine Depesche aus New-York, in der erzählt wird, der rumänische Gesandte in Washington, Prinz Bobescu, erschien am letzten Jom- Kippur-Tage in der Synagoge der rumänischen Juden in New-York und hielt vor einem tausendköpfigen Publikum eine Ansprache. Der Prinz erklärte, die rumänische Regierung hätte beschlossen, den antisemitischen Ausschreitungen ein Ende zu machen. Dabei sprach er sich scharf gegen die antirumänische Propaganda aus, die In Budapest und Konstantinopel ihre Ausgangspunkte haben sollen. Eine Million Dollar für die Arbeit der „Oxt“ New-York. (J.T.A.) Die amerikanische Kampagne für den Aufbaufonds der Gesellschaft für jüdisches Handwerk und jüdische Landwirtschaft „Oxt“, die zum Ziele hat, eine Million Dollar für Darlehen an jüdische Bauern und Handwerker und für die fachliche Ausbildung der jüdischen Jugend in Osteuropa aufzubringen, begann dieser Tage mit einer großen Konferenz. An der Spitze der Bewegung für den Aufbaufonds steht Mr. Adolf Louisson. Ihn unterstützen eine Reihe bekannter jüdischer Führer aus New-York und anderen Zentren, so u. a. Richter Julian Mack, Abraham EIkus, Dr. Julian Goldmann, Dr. Stephen S. Wise, Dr. Henry Moskowicz, A. Rothstein, Richter Jacob Ponkin, Mrs. Alexandra Cohut, B. Vladok, Max Markei, Cyrus L. Sulzberger, Senator Nathan Straus, Hermann Bernstein, Prof. Cyrus Adler, PELZMODE-HAUS SCHWABE MODERNSTE PELZE MÜNCHEN, KAU Fl N GERSTR.23

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