Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- 27 (4.7.1924)
- Date
- 1924-07-04
- Page
- Seite 149 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 27 Das Jüdische Echo 149 sehen, garantiert. Es ist ein besonderer Bettag angesetzt worden, daß diese Bittschrift Erfolg habe. — Aus der Jüdischen Weit Deutschland. Lasker im Berliner Rathaus. Berlin (J.T.A.) Dr. Emanuel Lasker, der Sieger iim Schachturnier in New York, ist am 30. Juni in Berlin eingetroffeu. Am Mittwoch), dem 2. Juni! abends 8 Uhr findet im Bürgersaal des Berliner Rathauses unter Teilnahme staatlicher und städtischer Beihörden ein offizieller Empfang des siegreichen deutschen Schachmeisters statt. Dr. Emanuel Lasker wird hierbei selbst eine seiner Partien aus diem New Yorker Turnier am großen Wandbrett erläutern. Die palästinensischen „Laissez passer“ gelten in Deutschland als Paßersatz. In der Jüngst im deutschen Reichsgesetzblatt veröffentlichten Bekanntmachung zur Ausführung dier Paß Verordnung vom 4. VI. 1924 heißt es: § 102: „Laissez passer“ für Reisende aus Palästina. Von der britlscnen Verwaltungsbehörde aus Palästina ausgesteiite „Laissez passer“, in denen dlie Inhaber als Palästinenser oder als Angehörige eines anderen Staates mit Wohnsitz in Palästina bezeichnet werden, galten als Paßersatz, wenn sie einen Vermerk tragen, daß dem Inhaber die Rückkehr nach Palästina gestattet ist. (Ziko.) Dr. A. Klee aus Palästina nach Berlin zurückgekehrt. Berlin (J.T.A.) Nach fast zweimonatigem Aufenthalte im Palästina ist lierr Rechtsanwalt Dr. Alfred Klee, der bekannte Zionist, Vorstandsmitglied der Berliner jüdischen Gemeinde und Mitglied der Exekutive der Jüdischen Welthilfskonferenz, wieder in Berlin eingetroffen. Herr Dr. Klee wurde bekanntlich vor seiner Abreise aus Palästina vom Oberkommissar Sir Herbert Samuel empfangen. Die jüdischen Studenten und die Wahlen in das Studentenparlament. Berlin (J.T.A.). Die jüdische Studentengruppe an der Berliner Universität führt einen intensiven Wahlkampf im Zusammenhang mit den am 1., 2. und 3. Juli stattgefundenen Wahlen in das Berliner Studentenparlament. In dem Wahlaufruf der jüdischen Gruppe heißt es u. a,: „Wir kämpfen gegen die Prozentnorm, deren Einführung von allen rechtsstehenden Gruppen erstrebt wird, gegen Statistiken aller Art, die jüdische Studenten in eine Sonderstellung drängen wollen. Wir fordern unbeschränkte Gleichberechtigung der jüdischen Studenten in allen akademischen Angelegenheiten, für jüdische Ausländer die gleiche Rechtsstellung wie für nicht jüdische Ausländer, Herabsetzung der gerade für den jüdischen Mittelstand ganz unerträglich hohem Studiengebühren. Besetzung der Ämter, zumal des Wirtschaftsamtes, nach d'ef Befähigung und nicht nadh der politischen Gesinnung. Sämtliche rechtsgerichteten Gruppen der Studentenschaft haben sich im Hinblick auf die Wahlen zusammengeschlossen und auf das völkisch-antisemitische Programm geeinigt. Die „deutsche Gruppe“ plakatiert Wahlaufrufe, die über die Ziele der Völkischen u. a. das folgende bekunden: „Das Ideal der deutschen Gruppe ist did Verwirklichung des echt deutschen Staatsgedankens, gereinigt von fremdstämmigen Einflüssen.“ Die antisemitische Propaganda aus Anlaß der Studentenwahlen. Berlin (J.T.A.). In Verbindung mit den gegenwärtig an der Berliner Universität stattfindenden Wahlen in das Studentenparlament hat die völkisch eingestellte „Deutsche Finkenschaft“ neue Plakate anschlagen lassen, in denen davon gesprochen wird, daß eine „kleine rassefremde Minderheit“ sich nicht in die ihr zukommende bescheidene Rolle fügen will. Auch wird in den Plakaten von einem „Abbau“ des jüdischen demokratischen Parlamentarismus“ . gesprochen, den die deutsche Finkenschaft fordere. Die demokratische Presse stellt fest, daß der gegenwärtige, bekanntlich sehr weit rechts stehende Rektor der Universität, Professor Roethe. eine solche verhetzende Propaganda duldet, während er eine Versammlung des republikanischen „Deutschen Studentenibundes“, auf welcher der demokratische Abgeordnete, Prof. Bergstraeßer und der Demokrat Dr. Graf Albrecht Montglas sprechen wollten, verboten habe. Feierliche Eröffnung des Institutum Judaicum an der Berliner Universität. Berlin (J.T.A.). Am 23. Junii nachmittags fand in der Berliner Universität die feierliche Eröffnung des Institutum Judaicum statt. Das Institut war ursprünglich vom verstorbenen berühmten Orientalisten Professor Strack begründet worden und war seinerzeit aufs engste mit der Judenmission verbunden. Nunmehr aber ist es aus diesen Beziehungen gelöst und samt seiner über 4000 Bände umfassenden Bibliothek der theologischen Fakultät ednverleibt worden. Es soll nun rein wissenschaftlichen Zwecken dienen. Die Hauptziele des Instituts sind nunmehr: Hi störrische Erforschung des nachbiblischen Judentums, zunächst im der helenistisch-byzantinischen Zeit. Ferner wird es sich an dem von, den Professoren DAS HAUS KRELL-UCKO THEATINERSTR.16 TELEFON 27831-32 BIETET BESONDERE PREISVORTEILE IN KLEIDERSTOFFEN - SAMT UND SEIDE DAMEN- UND JUNGMÄDCHEN-KONFEKTION TEPPICHEN — GARDINEN - DECKEN