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Das jüdische Echo · 1924-06-27 · 26 (27.6.1924) · p. Seite 137

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Das jüdische Echo
Volume
11 (1924)
Issue
26 (27.6.1924)
Date
1924-06-27
Page
Seite 137 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 26 Das Jüdische Echo 137 langen Transmission, der Montage von 22 Kraftmaschinen, der Montage von 8 Handbetriebsmaschinen und sämtliche Holzeinrichtungsarbeiten in den Fabrik- und Büroräumen. Schon während der Ausführung dieser Arbeiten trafen umfangreiche Bestellungen für die Tischlerei ein. So wurden hergestellt: 2 Bücherschränke, 1 Zimmereinrichtung, 2 Büroschränke, eine Ladeneinrichtung. Mußten bereits für die Ausführung dieser Arbeiten die zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte bis zum Äußersten ausgenützt werden, so wurde dieser Zustand unter der Fülle der immer neu hinzutretenden Aufträge derart unhaltbar, daß sich die Leitung der Werkstatt vor die Tatsache gestellt sah, sofort weitere Hilfskräfte für die Arbeit heranzuziehen. So wurde zunächst ein weiteres Mitglied für die Werkstatt verpflichtet und für zeitweilige Inanspruchnahme einige Hilfsarbeiter eingestellt. Dadurch war es möglich, unter der Führung eines besonderen Facharbeiters die Aufstellung eines 12 PS.-Motors und einer dazugehörigen Transmission in der Weberei und Spinnerei Reichert in Tel-Aviv vorzunehmen. Während nun bereits in zwei Abteilungen in Tel-Aviv gearbeitet wurde ungeachtet der vielen kleinen Aufträge für Lichtleitung usw. war die Verhandlung über den großen Auftrag für Installationsarbeiten beim Neubau der hebräischen Unversität in Jerusalem zur Entscheidung gekommen. Bis in die letzten Details ausgearbeitete Kostenvoranschläge und Zeichnungen waren auch von der Werkstatt eingereicht worden und unter Berücksichtigung aller, nur irgendwie geltenden Vorteile von Seiten der Bauleitung wurde schließlich aus der Reihe der Konkurrenzangebote, dem wohl zu dieser Zeit noch jüngsten palästinensischen Unternehmen, den Blau-Weiß- Werkstätten, der Zuschlag gegeben. So erfreulich dieser Erfolg auch war, so schwierig waren die Aufgaben, die nun sofort von der Werkstatt zu lösen waren. Ausgerüstet nur mit den notwendigsten und bescheidensten Materialien, galt es mit einer verhältnismäßig sehr kleinen Mitarbeiterschaft, sofort die ersten Arbeiten in Angriff zu nehmen. Es bestand nun aber nicht der geringste Zweifel mehr, daß unter den gegebenen Hilfsmitteln eine wirklich großzügige und erfolgreiche Arbeit nicht zu leisten war. Es wurden daher sofort neue Mitarbeiter aus Deutschland angefordert und ebenso die Möglichkeit für eine Vergrößerung des Betriebskapitals untersucht. Die Werkstatt arbeitete zur Zeit mit einem Betriebskapital von zirka 800 £ und hat in den bisherigen Arbeitsmonaten einen Reinverdienst von zirka 40 <£ laut Bilanz vom 15. April. Dabei ist zu bemerken, daß aus dem vorhandenen Betriebskapital sowohl die Überreise wie auch die Ausrüstung der Werkstattmitglieder bezahlt wurde. Um aber jetzt der Werkstatt die Stabilität zu sichern und ihr die Möglichkeit zu den notwendigen Erweiterungen zu geben, besonders aber die Möglichkeit, eine feste Werkstatt zu schaffen, müssen Neueinrichtungen und Maschinen bestellt werden. Es wird für diesen Zweck eine Erhöhung des Betriebskapitals notwendig sein, zumal seit dem Erhalt des Universitätsauftrages weitere Arbeiten von der Werkstatt übernommen wurden. Unter diesen sei erwähnt: In der Universität sämtliche Montagen im Maschinenhaus: Aufstellung des Motors und Dynamos, Aufstellung der Wasserpumpen und Kessel sowie der Akkumulatorenbatterie, Herstellung sämtlicher Schalttafeln, Montage des Maschinenhauskranes, der Eiserzeugungsanlagen sowie kleinerer Aggregate in den Laboratorien, Klingelanlagen in einem Jerusalemer Hotel; ebenso hat die Werkstatt zur Bewerbung jetzt eingereicht und wird in den nächsten Tagen entschieden über die Aufträge: Montage eines Maschinenhauses für eine Bewässerungsanlage am Tiberiassee, Aufstellen von Motoren und Pumpen einer Bewässerungsanlage in Tel-Adasse, elektrische Licht- und Kraftanlagen sowie Klingel- und Telefonleitung in der Klinik Dr. Hilleisohn in Tel-Aviv, Aufstellung eines 30 PS.- Motors in einer Eisfabrik in Tel-Aviv. Im Gegensatz hierzu seien ebenfalls erwähnt eine Anzahl Aufträge, welche die Werkstatt, sei es infolge Überlastung, sei es infolge Fehlens der dazu notwendigen Werkzeuge, ablehnen mußte, z. B. elektrische Lichtinstallation der Eisfabrik Maadan, Tel-Aviv, Reparatur und Spezialkonstruktion chemischer Spezialmaschinen einer pharmazeutischen Fabrik, Einbau von 50 Wassermessern in der Kolonie Katra, Herstellung von Perforierungsmaschinen für photographische Bilder, Aufstellung eines Elektromotors und Lichtinstallation bei einem arabischen Effendi in Jaffa, Möbeleinrichtung in einem englischen Internat in Jaffa, gesamte Wasserleitungsanlagen sowie sämtliche Bauttechlerarbeiten eines Neubaus in Tel-Aviv, die Laboratoriumstische sowie die sämtlichen Möbeltischlerarbeiten in der hebräischen Universität in Jerusalem. Aus obigem ist klar ersichtlich, daß das Unternehmen als eine jüdische Qualitätswerkstätte seine Existenzberechtigung hat, besonders auch deswegen, weil bisher das Monopol dieser Arbeiten in fremden Händen lag. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig, die bisher völlig unzureichenden Mittel zu vergrößern und so eine gesunde Weiterentwicklung zu ermöglichen. Palästina-Nachrichten Verstärkte Einwanderung nach Palästina In den letzten zehn Tagen sind in Palästina 545 jüdische Immigranten eingetroffen. Mehrere weitere Gruppen werden erwartet. (Ziko.) Die neue Jerusalemer Vorstadt „Rechawia“ Auf Böden des KKL und der PLDC wird jetzt im Westen von Jerusalem in der Nähe der Bezalel-Kunstschule eine neue Jerusalemer Vorstadt errichtet. 70 Grundstücke für Gebäude sind bereits verkauft worden; die Häuser werden von den Herren Berufungsrichter Gad Frumkin, Advo- KRELL-UCKO DAS HAUS nRHb- THEATINERSTR.16 TELEFON 27831-32 BIETET BESONDERE PREISVORTEILE IN: KLEIDERSTOFFEN - SAMT UND SEIDE DAMEN- UND JUNGMÄDCHEN-KONFEKTION TEPPICHEN — GARDINEN - DECKEN

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